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Integration und Migration  

Integration – ein Leitbegriff der Politik auf allen Ebenen. Die Stadt Nürnberg hat schon vor 30 Jahren mit der interkulturellen Arbeit begonnen; Brücken geschlagen, (kulturelle) Schwellen beseitigt. Doch die Aufgaben sind weiter gewachsen. Nach Einschätzung von Albert Schmid, Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, leben wir im „Jahrzehnt der Integration“. Die Integration aller Menschen, die zugewandert sind oder aus Zuwandererfamilien stammen, ist eine Herausforderung für unsere Gesellschaft.

In Nürnberg leben rund 85 000 Menschen mit nicht-deutschem Pass, aus 154 Nationen. Die Ausländerquote beträgt 17 Prozent, liegt über Landes- und Bundesdurchschnitt. Zählt man Deutsche hinzu, die aus ausländischen Familien stammen oder einen ausländischen Elternteil haben, beträgt die Quote sogar ein Drittel (Quelle: Nürnberger Einwohnerregister, MigraPro). Stadtteile mit vielen Migranten sind laut Statistik meist stärker von Arbeitslosigkeit betroffen. Ihre Kinder haben – wie die PISA-Studie bestätigte – schlechtere Bildungschancen.

Ulrich Maly hat nach seinem Amtsantritt als Oberbürgermeister im Jahr 2002 die Migrations- und Integrationspolitik zur Chefsache erklärt. Er schuf die Kommission für Integration – vergleichbar einem Fachausschuss des Stadtrats. Zudem richtete Maly eine innerstädtische Koordinierungsgruppe ein, um „das Zusammenleben aller Menschen in Nürnberg zu organisieren, und zwar unabhängig davon, welchen Pass sie besitzen oder was sie glauben“. Das heißt auch: Die Förderangebote richten sich an alle Bürger – egal welche Nationalität sie haben.

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