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Stadt-Umland-Bahn

Modellzeichnung der Straßenbahnlinie am Wegfeld in Richtung Erlangen., Bild © Bild: VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft

Die Stadt-Umland-Bahn soll als Straßenbahn die Städte Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach verbinden. Mit der Bahn können pro Jahr bis zu 4.000 Tonnen CO2 mehr eingespart werden als mit einem Busnetz. Sollte die Stadt-Umland-Bahn wie die Nürnberger Straßenbahnen mit 100 Prozent Ökostrom fahren, wären sogar bis zu 8.000 Tonnen CO2-Einsparung möglich.

Was ist neu?

Der Verkehrsausschuss hat am 26. März 2026 den Trassenverlauf der Stadt-Umland-Bahn zwischen Am Wegfeld und der Stadtgrenze beschlossen. Auch die Radschnellverbindung zwischen Boxdorf und der Stadtgrenze wurde beschlossen. Der Ausschuss empfiehlt dem Zweckverband, dafür das Planfeststellungsverfahren bei der Regierung von Mittelfranken zu beantragen. Das ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant.

Von Am Wegfeld bis Boxdorf verläuft die Strecke östlich der Erlanger Straße (B4). In Boxdorf wechselt die Trasse auf die Westseite, quert die Würzburger Straße und führt über eine Brücke über die Gründlach. An der Stadtgrenze bei Reutles entstehen eine Haltestelle mit Park-&-Ride-Parkhaus, ein kleiner Busbahnhof als Umsteigepunkt, ein Bäckereikiosk und Fahrradabstellplätze. Anschließend überquert die Stadt-Umland-Bahn die Autobahn A3 und fährt weiter Richtung Erlangen.

Parallel zur Stadt-Umland-Bahn entsteht eine moderne Radschnellverbindung zwischen Nürnberg und Erlangen. Der jetzt beschlossene Abschnitt verläuft ab Boxdorf weitgehend westlich der B4 und erfüllt die bundesweiten Standards für Radschnellwege. Der Abschnitt südlich von Boxdorf wird in einem eigenen Verfahren geplant und später gesondert beschlossen. Bei der Planung sind Stadt-Umland-Bahn und Radschnellweg eng aufeinander abgestimmt, um Bauarbeiten und Flächenverbrauch zu minimieren.

Fakten zum Projekt

Als Verlängerung der Tram-Linie 4 wird die Stadt-Umland-Bahn von der Haltestelle Am Wegfeld über die Stadtgrenze hinweg nach Erlangen und Herzogenaurach fahren.

Mit der Stadt-Umland-Bahn (StUB) soll eine leistungsfähige, umweltverträgliche, barrierearme und attraktive Alternative zum Pkw-Verkehr geschaffen werden. Vor allem für die große Zahl der Pendler verbindet die StUB künftig wichtige Universitäts-, Schul- und Unternehmensstandorte mit dem Zuhause. Mit Blick auf den Autoverkehr kann sie eine deutliche Entlastung bringen: 31 Millionen Pkw-Kilometer pro Jahr könnten auf den ÖPNV verlagert werden, wenn die Stadt-Umland-Bahn realisiert wird.

Der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn Nürnberg-Erlangen-Herzogenaurach ist zuständig für die Planung, den Bau und den Betrieb der Stadt-Umland-Bahn. Er koordiniert die beauftragten Planungsbüros und den begleitenden Dialog. Mitglieder des Zweckverbands sind die Städte Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach. Der Verbandsvorsitz wechselt alle zwei Jahre zwischen den drei Stadtoberhäuptern der Städte.

258 Millionen Euro Investitionskosten und 39 Millionen Euro Planungskosten.

Die Entscheidung über die Vorzugstrasse im Juni 2019 ist ein großer Schritt auf dem Weg zur Realisierung der Stadt-Umland-Bahn. Der Zweckverband verfeinert derzeit die Planung für das Planfeststellungsverfahren. Nach dem Verfahren kann mit dem Bau voraussichtlich Mitte der 2020er Jahre begonnen werden. Gegen Ende der 2020er Jahre soll die Stadt-Umland-Bahn schrittweise in Betrieb genommen werden.

Seit Januar 2017 laufen die Planungen zur Stadt-Umland-Bahn mit aktiver Bürgerbeteiligung. Auf einer Onlineplattform konnten Vorschläge für die Planung eingebracht werden. Zudem veranstaltet der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn regelmäßig Infoveranstaltungen und Ortsbegehungen. Herzstück der Bürgerbeteiligung ist das „Dialogforum“, eine öffentliche Großveranstaltung, an der alle interessierten Bürger teilnehmen können.

Hier finden Sie eine chronologische Übersicht der von der Stadt Nürnberg veröffentlichten Pressemitteilungen zum Thema Stadt-Umland-Bahn.

Auch Stadtrat und Ausschüsse beschäftigen sich schon lange mit dem Thema Stadt-Umland-Bahn. Hier eine chronologische Übersicht der Sitzungen.

2012 beschloss der Verkehrsplanungsausschuss, das Projekt Stadt-Umland-Bahn zu starten. Im Oktober 2015 hat der Nürnberger Stadtrat den Beitritt zum Zweckverband Stadt-Umland-Bahn Nürnberg-Erlangen-Herzogenaurach einstimmig beschlossen. Im April 2016 wurde der Zweckverband der Städte Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach gegründet. Er ist für die Planung, den Bau und den Betrieb der Stadt-Umland-Bahn, die über Nürnberg und Erlangen nach Herzogenaurach führt, zuständig. Die Geschäftsstelle des Zweckverbands Stadt-Umland-Bahn befindet sich in Erlangen.

Bilder zum Projekt

  1. Park & Ride-Anlage

    Visualisierung Park & Ride-Anlage Reutles in Nürnberg.

    Ein Blick auf die Zukunft der Stadt-Umland-Bahn: Visualisierung Park & Ride-Anlage Reutles in Nürnberg., Bild © Claus Hirche / ZV StUB
  2. Straßenbahn Am Wegfeld

    Modellbild der Straßenbahn-Haltestelle Am Wegfeld in Nürnberg.

    Modellzeichnung der Straßenbahnlinie am Wegfeld in Richtung Erlangen., Bild © VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft
  3. Trassenführung

    Grafik der Vorzugstrasse der Stadt-Umland-Bahn.

    Grafik der Vorzugstrasse der Stadt-Umland-Bahn., Bild © Zweckverband Stadt-Umland-Bahn

Hier können Sie die Informationen in Leichter Sprache lesen:

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Aktualisiert am 27.03.2026, 11:43 Uhr