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Die Legende lebt: 1. FC Nürnberg

Einstmals Rekordmeister, inzwischen Rekordabsteiger: Der 1. FC Nürnberg und seine wechselhafte Geschichte gehören fest zum Stadtgeschehen. Nach den großen Erfolgen in den 1920er Jahren hat sich der Club immer mehr zur Fahrstuhlmannschaft entwickelt, die mal auf-, aber auch wieder absteigt. Die Fans stehen trotzdem jederzeit hinter ihrem "Glubb", auch wenn ihnen so manche Enttäuschung nicht erspart bleibt: In der Relegation 2016 hatte der 1. FC Nürnberg die Möglichkeit zum Aufstieg, hat diesen aber knapp verpasst. Jetzt heißt es wieder Gas geben in der 2. Bundesliga und auf einen Aufstieg im nächsten Jahr hoffen.

Neue Autogrammkarten zum Saisonstart

Zum Auftakt der neuen Saison hat sich der „Glubb“ etwas Besonderes einfallen lassen: Die Spieler des 1. FC Nürnberg sind auf den neuen Autogrammkarten vor Nürnberger Sehenswürdigkeiten zu sehen. Wieder einmal zeigt der Verein damit seine Heimatverbundenheit. Zu hoffen bleibt, dass der Club damit nicht nur bei den Fans punktet, sondern auch in der Liga Punkte einfährt. Einen Eindruck von den neuen Autogrammkarten bekommen Sie in unserer Bildergalerie. Alle Karten erhalten Sie in den Fan-Shops des 1. FC Nürnberg.


Vom Rekordmeister zum Rekordabsteiger: Geschichte des FCN

Die großen Jahre

Seit 1900 ist der 1. FC Nürnberg mit seinen Höhen und Tiefen aus dem Stadtleben nicht mehr wegzudenken. Gerade in den 1920er Jahren dominierte der FCN, von seinen Anhängern auch Club oder liebevoll-fränkisch Glubb genannt, den deutschen Fußball. Pikanterweise waren just die Nachbarn aus Fürth einer der großen Konkurrenten, mit dem die Nürnberger Kicker zu dieser Zeit um die Vorherrschaft rangen. Legendär ist die Anekdote, als 1924 eine lediglich aus Nürnberger und Fürther Spielern bestehende Nationalmannschaft in getrennten Eisenbahnwagons zum Länderspiel in den Niederlanden reiste.

Der FCN in der NS-Zeit

In den 1930ern ging es nicht nur sportlich abwärts beim 1. FC Nürnberg, auch die menschenverachtende und antisemitische Ideologie des Nationalsozialismus hielt Einzug beim Club: Der jüdische Trainer Jenö Konrad floh noch vor der Machtübernahme der NSDAP aus Nürnberg, am 1. Mai 1933 schloss der Verein alle ihm angehörigen jüdischen Mitglieder aus. In der jüngeren Vergangenheit stellt sich der 1. FC Nürnberg, auch in Zusammenarbeit mit seinen Fans, diesem Kapitel seiner Geschichte vorbildlich. Im vereinseigenen Club-Museum erinnert eine Gedenktafel an die jüdischen Mitglieder. Sie wurde bei einer Veranstaltung mit Evelyn Konrad, der Tochter des früheren Trainers Jenö Konrad, enthüllt. Eben jenem hatten kurz zuvor die Ultras Nürnberg eine aufwendige Choreografie vor dem Derby gegen den FC Bayern München gewidmet. Die Fangruppierung erhielt dafür 2013 den Julius-Hirsch-Preis, mit dem der Deutsche Fußball Bund Projekte ehrt, die sich gegen Diskrimierung und Ausgrenzung richten.

"Der Glubb is a Depp"

War der Club zum Zeitpunkt der Bundesligagründung noch deutscher Rekordmeister mit acht Titeln, so war der Start in die höchste Spielklasse schwierig. Und als der Verein mit der Meisterschaft 1968 endlich an der Spitze angekommen schien, legte er im folgenden Jahr den Grundstein dafür, dass Klaus Schamberger später mit Fug und Recht den Satz "Der Glubb is a Depp" prägen konnte: Als bislang (Stand: 2016) einziger deutscher Meister stieg der FCN in der darauf folgenden Saison aus der Bundesliga ab. Dem neunmaligen Deutschen Meister 1. FC Nürnberg standen zunächst neun lange Jahre in der Zweitklassigkeit bevor.

"Ich bereue diese Liebe nicht"

Den neun Meistertiteln kam seither keiner mehr hinzu, der Titel des Rekordmeisters ging 1987 endgültig an den großen Rivalen FC Bayern München verloren. Der Club wurde zur Fahrstuhlmannschaft, die oft genau dann abstieg, wenn man dachte, sie hätte sich nun langfristig in der ersten Bundesliga etabliert. All das tut der Begeisterung keinen Abbruch, mit der die Anhänger hinter der Mannschaft stehen. Und im Jahr 2007 war es dann nach langen Jahren der Titel-Abstinenz wieder soweit: Durch einem 3:2-Sieg gegen den VfB Stuttgart errang der 1. FC Nürnberg den DFB-Pokal und schenkte seinen Fans damit einen der größten Erfolge der fußballerischen Neuzeit. Nur, um im Jahr darauf, trotz mitreißender Auftritte im Europapokal, einmal mehr abzusteigen. So ist er, der Club. Und dennoch stehen die Anhänger stets hinter ihm, wie die Kampagne „Ich bereue diese Liebe nicht“ im Abstiegsjahr 2014 einmal mehr deutlich zeigte.

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