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Der Internationale Nürnberger Menschenrechtspreis

Skulptur des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises in Form des Kartäusertors

Nürnberg ist heute Stadt des Friedens und der Menschenrechte. Eine Auszeichnung symbolisiert das besonders eindrücklich: 60 Jahre nach der Verabschiedung der nationalsozialistischen Rassengesetze verlieh die Stadt Nürnberg am 17. September 1995 erstmals den Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis. Der Preis ist eine Antwort auf die staatlich verordneten Menschenrechtsverbrechen während des Nationalsozialismus. Er setzt ein Zeichen, dass von Nürnberg niemals mehr andere Signale ausgehen dürfen als solche des Friedens, der Versöhnung, der Verständigung und der Achtung der Menschenrechte.

Der Preis ist mehr als eine Anerkennung für die Leistung der Ausgezeichneten: Er soll auch dazu beitragen, gefährdete Verteidiger der Menschenrechte zu schützen und andere zu ermutigen, sich ebenfalls zu engagieren. Mit dem Preis zeichnet die Stadt Nürnberg alle zwei Jahre Einzelpersonen oder Gruppen aus, die sich vorbildlich und unter hohem persönlichem Risiko für die Wahrung der Menschenrechte einsetzen. Die Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert. Wer den Preis erhält, entscheidet eine Jury jeweils im Jahr vor der Verleihung. Aktuell besteht dieses Gremium aus elf Mitgliedern. Ihm gehören namhafte Persönlichkeiten aus aller Welt an.


Preisträger 2019: Rodrigo Mundaca

Für seinen Kampf für den freien Zugang zu Wasser erhält Rodrigo Mundaca aus Chile den Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis 2019. Dies hat die internationale Jury unter Vorsitz von Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly einstimmig beschlossen. Der 57-jährige Agraringenieur erhält die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung, weil er sich „mit bewundernswertem Mut für das fundamentale Recht auf Wasser einsetzt. Die Jury hofft, dass der Preis Rodrigo Mundaca den notwendigen Schutz gibt, sein Engagement unter weniger Gefahren fortzusetzen“, heißt es in der Begründung der Jury. Der Preis wird am 22. September 2019 im Nürnberger Opernhaus verliehen.


Preisträger 2017: die Gruppe Caesar

PK Menschenrechtspreisträger 2017

„Caesar“ ist der Deckname eines ehemaligen syrischen Militärfotografen, der nach Ausbruch des Bürgerkriegs 2011 den Auftrag hatte, Leichen von syrischen Soldaten und Oppositionellen zu fotografieren und diese Bilder systematisch zu archivieren.

Unter den Fotos sind 28.000 Bilder von Gefangenen, die in syrischen Gefängnissen durch Folter, Hinrichtungen, Krankheit, Unterernährung oder andere Misshandlungen getötet worden waren. Caesar litt massiv unter dem, was er täglich sah und erlebte. Er kopierte die Bilder heimlich und schmuggelte sie mit Hilfe von Unterstützern aus dem Gefängnis und aus dem Land.

Aus Sicherheitsgründen sind weder Gesicht noch Wohnort des Preisträgers bekannt. Die französische Journalistin Garance Le Caisne, die ihn interviewt und ein Buch zum Thema veröffentlicht hat, nimmt an seiner Stelle den Preis entgegen.

Verleihung des Menschenrechtspreises 2017


Die Friedenstafel

Luftballons steigen vor der Straße der Menschenrechte bei der F

Seit 1999 ist es Tradition, dass sich die Nürnberger nach der Preisverleihung an einer Tafel zum gemeinsamen Mahl treffen und damit ein Zeichen für Frieden, Toleranz und die Achtung der Menschenrechte setzen. Die Nürnberger Friedenstafel erstreckt sich von der Dr.-Kurt-Schumacher-Straße über die Straße der Menschenrechte, den Kornmarkt und den Hall­platz bis hin zur Königstraße. Die Friedenstafel findet dieses Jahr am 22. September 2019 statt. Tische mit je acht Plätzen können Sie einige Wochen vor dem Termin reservieren.


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