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Themen, die Stadt und Verwaltung bewegen

Blick auf die Kaiserburg

Integration in Nürnberg

In Nürnberg leben rund 130.000 Menschen aus über 170 Ländern mit nichtdeutschem Pass. Etwa die Hälfte von ihnen sind EU-Bürger. Die Ausländerquote beträgt knapp 25 Prozent und liegt über dem Bundesdurchschnitt. Zählt man Deutsche hinzu, die mindestens einen ausländischen Elternteil haben, beträgt der Anteil der Menschen mit internationaler Geschichte 47 Prozent (Stand: 31.12.2019). Damit ist Nürnberg eine der vielfältigsten Städte in Deutschland.

Vor dem Hintergrund des Zuzugs von angeworbenen Arbeitskräften hat Nürnberg vor über 40 Jahren mit interkultureller Arbeit begonnen. Die Stadt hat Kulturen zusammengebracht und die soziale, politische und gesellschaftliche Gleichstellung gefördert. Daraus entwickelte sich das Selbstverständnis, dass die Stadt den Zusammenhalt zwischen den hier lebenden Menschen stärken möchte, unabhängig von Herkunft, Religion oder Aufenthaltsdauer. Das Thema „Integration“ ist im Verlauf der Jahre ein Leitbegriff der Politik geworden.

In ihrem Leitbild hat sich die Stadt aufgrund ihrer geschichtlichen Verantwortung zur Verwirklichung der Menschenrechte verpflichtet. Betont wird im Leitbild auch der Einsatz für Integration. Darauf aufbauend hat die Stadt Nürnberg Leitlinien zur Integrationspolitik ausgearbeitet.

Die Stadt Nürnberg versteht Integration als wechselseitigen Prozess, der andauert und alle betrifft – Neu-Nürnberger genauso wie „Alteingesessene“, alle sollen mitwirken. Das gilt auch für die Stadtverwaltung: Um Fragen der Integration kümmern sich alle Bereiche in der Stadt. Die Steuerungseinheit ist die Koordinierungsgruppe Integration. Sie koordiniert die Umsetzung der Leitlinien zur Integrationspolitik.

Der Nürnberger Rat für Integration und Zuwanderung ist die Interessenvertretung der nach Nürnberg Zugewanderten. Der Integrationsrat wirkt daran mit, die Lebensverhältnisse der Nürnbergerinnen und Nürnberger mit internationaler Geschichte zu verbessern und das gleichberechtigte Zusammenleben in der Stadt zu fördern.

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Stadt des Friedens und der Menschenrechte

Die Stadt Nürnberg setzt sich seit Jahren mit ihrer besonderen Geschichte in der NS-Zeit verantwortungsvoll auseinander. Gerade in dem Wissen um die Vergangenheit hat sich die 1933 von Adolf Hitler zur "Stadt der Reichsparteitage" gemachte Kommune heute die Aufgabe gestellt, als "Stadt des Friedens und der Menschenrechte" aktiv für Toleranz und Menschenrechte einzutreten. Am Ort der Täter werden in Ausstellungen die Ursachen und Folgen des Nazi-Terrorregimes vermittelt.

2001 eröffnete der damalige Bundespräsident Johannes Rau das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände. Am historischen Ort der Täter vermittelt eine Dauerausstellung vor allem jungen Menschen Ursachen, Zusammenhänge und Folgen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Mit der neuen städtischen Ausstellung "Memorium Nürnberger Prozesse" am Ort des Internationalen Militärtribunals gegen die Hauptkriegsverbrecher des NS-Regimes wird der weltberühmte Saal 600 des Nürnberger Justizgebäudes an der Fürther Straße erschlossen. Die Dokumentation erläutert anschaulich Vorgeschichte, Verlauf und Folgen des internationalen Strafverfahrens, bei dem sich erstmals Individuen persönlich wegen ihrer Verbrechen gegen das Völkerrecht zu verantworten hatten.

Der Saal 600 im Memorium Nürnberger Prozesse

Im Saal 600 des Nürnberger Justizgebäudes wurden nach Ende des Zweiten Weltkriegs führende Vertreter des Nazi-Regimes angeklagt.

Menschenrechte mitten im Stadtbild

In der Straße der Menschenrechte, die der israelische Künstler Dani Karavan 1993 schuf, sind auf Säulen in verschiedenen Sprachen 30 Artikel der Menschenrechtserklärung im Stadtbild präsent. Die Stadt Nürnberg richtete das erste kommunale Menschenrechtsbüro Deutschlands ein und verleiht seit 1995 im Turnus von zwei Jahren den Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis.

Einmal im Jahr ist Nürnberg seit 1995 zudem Schauplatz der Internationalen Menschenrechtskonferenz, die verschiedenste Aspekte der Menschenrechte als Themenschwerpunkte in den Mittelpunkt einer international besetzten Expertentagung rückt.

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Metropolregion Nürnberg

Metropolregionen sind anerkannte Entwicklungsmotoren und ein Qualitätsmerkmal im Standortwettbewerb des neuen Europa. Die Europäische Union wird ihre Entwicklung zu einem "Europa der Regionen" weiter verstärken.

Die Metropolregion Nürnberg baut auf eine erfolgreiche Tradition regionaler Kooperation. Am 28. April 2005 beschloss die Ministerkonferenz für Raumordnung in Berlin die Anerkennung als europäische Metropolregion. Am 12. Mai 2005 unterzeichneten rund 60 Vertreter aus Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur die Charta der Metropolregion Nürnberg in der Orangerie der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen. Die Unterzeichner bekundeten damit ihren Willen zur Zusammenarbeit und legten Prämissen sowie Funktionen und Aufgaben der Metropolregion Nürnberg fest.

Ziel ist, die Metropolregion Nürnberg gemeinsam weiterzuentwickeln und zu einem dynamischen Entwicklungsraum zu machen, der sich weder von Verwaltungs- und Zuständigkeitsgrenzen einengen noch Platz für Stadt-Umland-Rivalitäten lässt.

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Bündnis für Familie

Im Jahr 2000 beschloss der Nürnberger Stadtrat einstimmig die Einrichtung des Bündnisses für Familie. Das von breiten Gesellschaftsgruppen getragene Bündnis für Familie trägt seither dafür Sorge, Nürnberg noch familienfreundlicher zu gestalten. Die Federführung liegt beim Referat für Jugend, Familie und Soziales.

Mit dem Bündnis sollen die Lebensbedingungen von Familien stärker in den Mittelpunkt kommunalpolitischen Handelns gerückt werden. Ziel ist es, hierfür eine möglichst hohe Bürgerbeteiligung zu erreichen. Runde Tische, Projekte, öffentliche Veranstaltungen und ein jährlich stattfindendes "Offenes Forum Familie" tragen zu einem verstärkten Bewusstsein in der Öffentlichkeit bei.

Die fünf Blütenblätter des "Flori", des fröhlich-bunten Markenzeichens des Bündnisses, stehen dabei symbolhaft für die fünf Handlungsfelder "Kampagne Erziehung", "Förderung der Familie", "Familie und Arbeitswelt", "Lebensraum Stadt" und "Familie, Bildung, Kultur".

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