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Kommunale Wärmeplanung

Die kommunale Wärmeplanung ist der Fahrplan für eine klimafreundliche Wärmeversorgung in Nürnberg. Sie zeigt, wo Fernwärme ausgebaut werden kann und wo andere Heizsysteme sinnvoll sind. Ziel ist eine langfristig klimafreundliche, zuverlässige und bezahlbare Wärmeversorgung.

Ein Stapel Fernwärmerohre auf einer Baustelle in einem Wohngebiet., Bild © Robert Poorten / AdobeStock

Fossile Brennstoffe wie Öl und Erdgas sollen schrittweise durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Die kommunale Wärmeplanung zeigt, welche klimafreundlichen Lösungen sich dafür in den einzelnen Stadtgebieten eignen. Sie dient der Stadt als Grundlage für den Ausbau der künftigen Wärmeversorgung. Der Stadtrat hat die Wärmeplanung im Juni 2025 beschlossen.

Je nach Stadtgebiet kommen unterschiedliche Lösungen infrage. In dicht bebauten Bereichen wie der Innenstadt soll das Fernwärmenetz weiter ausgebaut werden. Die Fernwärme wird dabei schrittweise auf erneuerbare Energien und andere klimafreundliche Wärmequellen wie Abwärme, Geothermie oder Biomasse umgestellt. In weniger dicht bebauten Gebieten eignen sich häufig dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen, Biomasseheizungen oder kleinere Nahwärmenetze.

Ob ein Gebäude künftig an das Fernwärmenetz angeschlossen werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem die Bebauungsdichte, der Wärmebedarf und die Wirtschaftlichkeit des Netzausbaus. Deshalb wird Fernwärme nicht überall verfügbar sein.

Wo ein Anschluss nicht sinnvoll oder wirtschaftlich ist, kommen andere klimafreundliche Heizsysteme infrage, zum Beispiel Wärmepumpen oder Nahwärmenetze.

Wichtig zu wissen: Die kommunale Wärmeplanung verpflichtet niemanden, sein Gebäude an die Fernwärme anzuschließen. Welche Heizlösung im Einzelfall die passende ist, hängt vom Gebäude, vom Standort und von den gesetzlichen Vorgaben ab.

Nein. Die kommunale Wärmeplanung verpflichtet niemanden, eine bestehende Heizung auszutauschen oder auf Fernwärme umzusteigen.

Welche Anforderungen für den Einbau neuer Heizungen gelten, regelt das Gebäudeenergiegesetz des Bundes. Welche Heizlösung im Einzelfall sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Gebäude, vom Stadtgebiet und den gesetzlichen Vorgaben ab.

Die kommunale Wärmeplanung wird schrittweise umgesetzt und regelmäßig fortgeschrieben. Sie dient als Grundlage für den Ausbau klimafreundlicher Wärmeversorgung in Nürnberg und hilft dabei, Investitionen langfristig zu planen.

Wer eine neue Heizung plant oder sein Gebäude sanieren möchte, sollte sich frühzeitig beraten lassen. So lässt sich die passende Lösung für das eigene Gebäude finden.

Ausbaugebiete der N-Ergie

Die N-Ergie baut das Fernwärmenetz schrittweise entlang der bestehenden Leitungen aus. Eine Übersichtskarte zeigt, in welchen Gebieten der Ausbau nach heutigem Stand vorgesehen ist und welche Priorität sie haben. Die Karte wird regelmäßig aktualisiert. Wann ein Gebiet tatsächlich erschlossen wird, hängt unter anderem von der Nachfrage, verfügbaren Fördermitteln, den örtlichen Gegebenheiten und anstehenden Straßenbaumaßnahmen ab.

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Aktualisiert am 14.07.2026, 14:47 Uhr