Der Wohnungsmarkt in Nürnberg bleibt angespannt. Die Stadt wächst weiter, der Bedarf an Wohnraum ist hoch. Gleichzeitig erschweren hohe Bau- und Finanzierungskosten die Umsetzung neuer Wohnungsbauprojekte. Besonders gefragt sind bezahlbare, familiengerechte und barrierearme Wohnungen.
- Bis 2033 werden rund 14.700 zusätzliche Wohnungen benötigt.
- Nürnberg verfügt über Flächenpotenziale für rund 25.700 Wohnungen. Die Herausforderung ist nicht fehlendes Bauland, sondern die Umsetzung der Projekte.
- 1.497 Wohnungen wurden 2024 fertiggestellt.
- 42 Prozent aller 2024 fertiggestellten Wohnungen waren öffentlich gefördert.
- Die Leerstandsquote liegt bei 1,6 Prozent und damit unter der für einen funktionierenden Wohnungsmarkt notwendigen Fluktuationsreserve.
- Angebotsmieten liegen bei rund 11,60 Euro pro Quadratmeter im Bestand und rund 15 Euro pro Quadratmeter im Neubau.
Die Stadt wächst weiter. Deshalb steigt auch der Bedarf an Wohnraum. Bis 2033 werden rund 14.700 zusätzliche Wohnungen benötigt. Besonders hoch ist der Bedarf in den kommenden Jahren: Bis 2029 werden jährlich etwa 2.170 neue Wohnungen benötigt.
Zwar verfügt Nürnberg über ausreichende Wohnbauflächen. Bis 2033 bestehen Potenziale für rund 25.700 Wohnungen, davon rund 18.100 in konkreten Investitionsplanungen. Viele Vorhaben kommen jedoch wegen hoher Baukosten, gestiegener Zinsen und wirtschaftlicher Unsicherheit nur langsam voran.
2024 wurden 1.497 Wohnungen fertiggestellt. Damit liegt der Wohnungsbau weiterhin unter dem Bedarf von rund 2.000 Wohnungen pro Jahr. Dieses Ziel wurde bislang nur im Jahr 2023 erreicht. Auch wenn viele Projekte geplant oder bereits genehmigt sind, verzögert sich ihre Umsetzung häufig aus wirtschaftlichen Gründen.
Nicht nur die Zahl der Wohnungen ist entscheidend. Die Wohnungsmarktbeobachtung zeigt einen besonders hohen Bedarf an familiengerechten Wohnungen, Wohnraum für Auszubildende und Studierende sowie seniorengerechten und barrierearmen Wohnungen. Viele Familien ziehen weiterhin ins Umland, weil sie in Nürnberg keine passende oder bezahlbare Wohnung finden.
Die Angebotsmieten sind erneut gestiegen. Besonders hohe Angebotsmieten werden in innenstadtnahen Stadtteilen erzielt. Niedrigere Mietniveaus gibt es unter anderem in Teilen der Südstadt und in Langwasser Südost.
- Bestandswohnungen: rund 11,60 Euro pro Quadratmeter
- Neubauwohnungen: rund 15 Euro pro Quadratmeter
Die Leerstandsquote liegt mit 1,6 Prozent unter der für einen funktionierenden Wohnungsmarkt notwendigen Fluktuationsreserve. Freie Wohnungen sind daher weiterhin knapp.
Eine wichtige Rolle spielt der geförderte Wohnungsbau. 2024 waren 42 Prozent aller fertiggestellten Wohnungen öffentlich gefördert. Erstmals seit vielen Jahren wurden mehr geförderte Wohnungen neu geschaffen als Wohnungen aus der Bindung gefallen sind. Dadurch ist der Bestand an geförderten Wohnungen wieder leicht gestiegen.
Langfristig bleibt die Aufgabe groß: Bis 2044 fallen ohne weitere Maßnahmen mehr als 4.900 geförderte Wohnungen aus der Bindung.
Mit Fördermitteln werden Neubau, Modernisierung und Erwerb von Wohnungen unterstützt. Ziel ist es, langfristig bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
Menschen mit geringem Einkommen können Wohngeld erhalten. Es hilft dabei, die Wohnkosten zu tragen.
Die Stadt unterstützt Haushalte, die auf dem freien Wohnungsmarkt nur schwer eine passende Wohnung finden.
Daten und Berichte
Wer sich näher mit dem Nürnberger Wohnungsmarkt beschäftigen möchte, findet in den Veröffentlichungen der Stadt ausführliche Analysen und aktuelle Kennzahlen.
Die Wohnungsmarktbeobachtung erscheint alle zwei Jahre, analysiert die Entwicklung des Nürnberger Wohnungsmarkts und liefert damit die Datengrundlage für die Wohnungspolitik der Stadt.
Der jährlich erscheinende Wohnungsbericht informiert mit aktuellen Kennzahlen über Wohnungsbau, Wohnraumförderung und weitere wohnungspolitische Maßnahmen der Stadt.
Der Mietenspiegel gibt alle zwei Jahre das aktuelle Mietniveau in Nürnberg wieder. Der Mietenspiegel setzt keine Preise fest, sondern dient als wichtige Orientierungshilfe.
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Aktualisiert am 24.07.2026, 11:05 Uhr