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Essen auf Rädern: Food Trucks in Nürnberg

Nürnberg ist die heimliche Hauptstadt der Foodtruck-Bewegung in Deutschland. Von Burritos, Bratkatoffeln mit Beilagen und Schäufele im Weggla bis hin zu Donuts bieten die liebevoll hergerichteten Lieferwagen viel Abwechslung. Damit Sie keinen der Termine in Nürnberg verpassen, haben wir jetzt die tagesaktuelle Übersicht für Sie.

Schon einmal Schäuferla im Weggla probiert? Noch nicht? Dabei ist das nur eine der kulinarischen Besonderheiten, die in den Nürnberger Food Trucks herumfahren. Von Burritos über Bratkatoffeln mit verschiedenen Beilagen bis hin zu Donuts bieten die liebevoll hergerichteten Lieferwagen abwechslungsreiche Angebote. Unter lustigen bis kuriosen Decknamen wie Guerilla Gröstl oder Pasta Laster gibt es, wenn man möchte, jeden Tag etwas anderes auf den Teller. Hier finden Sie die Übersicht, welche Foodtrucks Sie heute und morgen in Nürnberg wo verwöhnen.

Hintergrundartikel: Die Nürnberger Foodtruck-Szene

Was im Land des Fastfoods, den USA, begann, schwappt seit kurzem nun nach Deutschland über: Food Trucks, oder weniger Neudeutsch: Küchenwagen. Das sind umgebaute Lieferwagen, aus denen heraus Essen verkauft wird. Doch wer hier den Klassiker Currywurst mit Pommes erwartet, liegt weit daneben. Klaus Peter Wünsch, selbst Food Trucker und Betreiber der Webseite foodtrucksdeutschland.de, fasst das Konzept zusammen: „Leckere ausgewogene Mahlzeiten mit Produkten aus der Region, oft selbst kreierte Rezepte und meist auch noch in Bio-Qualität, einfach Herz- und Hand-Produkte“ erwarten die Hungrigen unter der Ladenklappe. In Nürnberg sind deutschlandweit nach Berlin die meisten Food Trucks unterwegs.

Abwechslung vor Ort

Die Idee, die dahinter steckt, ist so genial wie einfach zugleich: Die Trucks bringen Mittagessen dort hin, wo die arbeitende Bevölkerung is(s)t, aber die Angebote für die Mittagspause eher mau sind: In Industriegebiete, vor Bürogebäude oder an den Stadtrand. Dabei fahren sie meist jeden Tag eine oder mehrere verschiedene Stationen an, so dass für Abwechslung gesorgt ist.

Die Trendsetter mit dem Laster für leckeres Essen sind meist selbstständige Start-Up Unternehmer. Sie bieten in den Trucks wenige verschiedene Gerichte an, die aber alle frisch zubereitet sind und mit Augenmerk auf die regionale Herkunft und die Saison zusammengestellt werden. Viele haben hauptsächlich Bio-Produkte im Programm. Klaus Peter Wünsch freut sich über Neueinsteiger: „Die sind unter den Truckern sogar gerne gesehen, bekommen Tipps für den Anfang und Unterstützung bei der Planung. Eine Ellbogenmentalität gibt es da nicht!“ Denn je bekannter die Food Trucks werden, umso häufiger werden sie nachgefragt. Und umso leichter kommt man an Genehmigungen für Stellplätze.

Auch auf der Speisekarte: Umweltschutz

Nun steht beim immer beliebter werdenden Essen „to go“ immer auch die Umweltproblematik von Wegwerfgeschirr und Luftverschmutzung durch Abgase im Raum. Auch darüber haben sich die Food Trucker Gedanken gemacht. Als moderne Betriebe, die sich mit neuen Ideen von den klassischen Würstchenbuden abheben möchten, wollen sie keine ausgetretenen Pfade beschreiten. Sie setzen daher verstärkt auf kompostierbare Schälchen, die beispielsweise aus Maisstärke hergestellt werden und vollständig recycelt werden können. Aber auch chic designtes Mehrweggeschirr nehmen beide Seiten gerne an. Den Dieselabgasen der Trucks, die oft noch aus den 50er Jahren stammen, begegnet Wünsch mit einer einfachen Rechenaufgabe: „Wenn ein Laster in die Gebiete fährt, in denen die Angebote für die Mittagspause begrenzt sind, dann fahren wesentlich weniger Hungrige mit ihren Autos zu den Restaurants und Läden. Und die verbrauchen ja auch Energie.“

Truckerszene mal anders

Nürnberg ist absoluter Vorreiter in der Truckerszene. Wünsch brachte mit Foodtrucksdeutschland.de, der Agentur arsmedium und dem Webmagazin Nürnberg und so am 16. Januar 2015 eine App auf den Markt, mit der Smartphone-Nutzer in Echtzeit sehen können, wo welcher Food Truck gerade steht – deutschlandweit. Ansonsten veröffentlichen die Betreiber ihre Standorte aber auch auf ihren Webseiten oder Facebook. Bei den immer wieder veranstalteten „RoundUps“ treffen sich die Trucker, stellen ihre Wagen rund um einen großen Platz auf und stellen die Besucher so vor die Qual der Wahl. In Nürnberg locken die Roundups, die inzwischen meist im Eingangsbereich des Messegeländes stattfinden, regelmäßig mehrere Tausend Menschen. Übrigens: Auch vor dem Rathaus hat schon ein Food Truck Station gemacht. Beim Rathausclubbing 2014 und 2015 herrschte bei RibWich enormer Andrang.

Text: Manuela Ziegler


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