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Kavala – Die Stadt


Kavala auf einen Blick

  • Zweitgrößte Stadt der Region Ostmakedonien und Thrakien mit etwa 72.000 Einwohnern
  • Wichtige Wirtschaftszweige: Marmorverarbeitung und Tourismus
  • Altstadt mit Festung und Aquädukt aus dem 15. Jahrhundert sowie türkischem Imaret
  • Naturschutzgebiet Nestos-Delta
  • Ausflugsmöglichkeiten zu den Inseln Thassos und Samothraki sowie dem Berg Athos

Drei Namen, eine Stadt

Kavala liegt in der nordgriechischen Region Ostmakedonien und Thrakien, eingebettet zwischen dem Simvolon-Gebirge und dem Ägäischen Meer. Die in der Antike vor mehr als 2.500 Jahren von Bewohnern der benachbarten Insel Thassos als „Neapolis“ gegründete Stadt wechselte zweimal ihren Namen: In der byzantinischen Epoche wurde sie „Christoupolis“ genannt, dann kam sie als wichtige Poststation, an der die Pferde (italienisch: „cavallo“) gewechselt wurden, zu ihrem heutigen Namen.

Erbe aus vielen Epochen

Die sehenswerte Altstadt erstreckt sich auf einer Landzunge, die weit ins Meer hineinreicht. Bekrönt wird Kavala von einer eindrucksvollen Festung, die im 15. Jahrhundert auf den Ruinen einer byzantinischen Akropolis errichtet wurde, darunter erstreckt sich am Berghang ein altes Türkenviertel mit steilen Gassen. Aus der türkischen Zeit stammen zwei bedeutende historische Gebäude: Das Imaret, ein ehemaliges Alten- und Studentenheim mit 18 Kuppeln und mehreren Innenhöfen, und das Geburtshaus des türkischen Paschas Mehmet Ali, der die bis zu Nassers Revolution regierende ägyptische Königsdynastie begründete. Sehenswert sind auch ein aus römischer Zeit stammendes und unter osmanischer Herrschaft erneuertes Aquädukt und verschiedene Museen, allen voran das Archäologische Museum.

Zeugnisse aus antiker Vergangenheit finden sich ebenso im Gemeindegebiet von Kavala. „Wir sehen uns wieder bei Philippi!“ drohten Octavian, der spätere Kaiser Augustus, und Marc Anton den Caesar-Mördern Brutus und Cassius unmittelbar vor der Schlacht, die 42 v. Chr. stattfand. Im Jahr 50 n. Chr. gründete der Apostel Paulus hier die erste christliche Gemeinde auf europäischem Boden. Heute ist Philippi eine der bedeutendsten nordgriechischen Ausgrabungsstätten und seit Juli 2016 in der Welterbe-Liste der UNESCO. Das antike Theater in Philippi ist zudem Veranstaltungsort bedeutender Festivals.

Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig

Die Stadt und ihr Umland besitzen nicht nur Relikte aus der wechselvollen Geschichte dieser Region, sondern auch eine beeindruckende Natur, beispielsweise den Nationalpark Nestos-Delta mit zahlreichen Vogelarten und die Nestos-Schlucht, durch die ein Wanderweg führt. Schöne Strände in und um Kavala laden zum Baden in der Ägäis ein, und wer mag, kann auf den als Wanderweg nutzbaren Überresten der römischen „Via Egnatia“, die einst als Fortsetzung der „Via Appia“ die südliche Adria mit dem Bosporus verband, die Aussicht auf Kavala und das Meer genießen oder in den 45 km von Kavala entfernten Thermalquellen von Eleftheres baden.

Neben der Marmorverarbeitung ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig. Verschiedene überregionale Straßen und eine Autobahn durchqueren oder tangieren Kavala, für die gute Erreichbarkeit der Stadt sorgt auch der südöstlich gelegene, internationale Flughafen „Megas Alexandros“. Kavala ist zudem Ausgangspunkt für Fähren nach Thassos und weitere Inseln in der Ägäis sowie ein bedeutendes Geschäftszentrum.

Im Jahr 2010 fand eine Verwaltungsreform statt, bei der die Nachbargemeinde Philippi eingemeindet wurde. Seitdem gliedert sich die Gemeinde Kavala in zwei Gemeindebezirke, vier Stadtbezirke und zehn Ortsgemeinschaften.

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