Hradschin, Hauptstadt, Habsburger
Die "Goldene Stadt" an der Moldau liegt am Kreuzungspunkt von zwei alten Handelsstraßen, erste Siedlungsspuren reichen bis in das 5. Jahrhundert v. Chr. zurück. Der Hradschin, die Prager Burg, wurde im 9. Jahrhundert angelegt. Um 1230 erhielt Prag das Stadtrecht. Seit dieser Zeit entwickelten sich politische Beziehungen zu Nürnberg, bald darauf auch Beziehungen in den Bereichen Handel, Kunst und Wissenschaft.
Unter Kaiser Karl IV., der von 1346 bis 1378 regierte, wurde Prag, bereits eine der größten Städte Europas, zur Hauptstadt und erlebte eine Blütezeit. Die von Karl 1348 gegründete Universität machte Prag zum ältesten Hochschulstandort Mitteleuropas. Je ein "Prager Fenstersturz" löste im 15. Jahrhundert die Hussitenkriege und im 17. Jahrhundert den Dreißigjährigen Krieg aus. Bis 1918 wurde Prag dann von den Habsburgern beherrscht, was der Stadt zwar einen Verlust an politischer Bedeutung brachte, aber ein vielfältiges künstlerisches Schaffen begünstigte.
