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Klimaschutz in der Stadtverwaltung

Photovoltaikanlage auf der Norishalle

Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Norishalle

Mit zahlreichen Maßnahmen kommt die Stadtverwaltung Nürnberg ihrer Vorbildfunktion für klimafreundliches Handeln nach.

Gebäudebestand der Stadtverwaltung

Die Stadtverwaltung Nürnberg ist mit all ihren Dienststellen in circa 1.700 Gebäuden tätig. Die aktive Ausgestaltung der Überwachung und Senkung des Energieverbrauchs in diesen Gebäuden übernimmt das Hochbauamt mit dem Kommunalen Energiemanagement (KEM).

Der Energiebericht 2017 gibt einen Überblick über die Energie- und Wasserkosten sowie die Energie- und Wasserverbräuche sämtlicher Liegenschaften und Eigenbetriebe der Stadt Nürnberg.

Ergebnisse des Energieberichts 2017

  • Heizenergieverbrauch: Seit dem Jahr 2000 konnten die Heizenergieverbräuche sukzessive gesenkt werden. Auch wenn sich dieser Reduzierungstrend in den letzten beiden Jahren etwas verlangsamt hat, konnte der Verbrauch von 2000 bis 2016 um rund 28% reduziert werden.
  • Stromverbrauch: Die Stromverbräuche gingen seit dem Jahr 2007 kontinuierlich zurück. Die Reduzierung beträgt etwa 24 %. Insgesamt betrug der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtstromverbrauch, sämtlicher Liegenschaften und Eigenbetriebe der Stadt Nürnberg, im Jahr 2016 rund 16%.
  • Wasserverbrauch: Die Wasserverbräuche gingen zwischen den Jahren 2000 bis 2006 deutlich zurück und verbleiben seit dem Jahr 2007 auf einem konstant niedrigen Wert. Die Wasserverbräuche steigen, nach Reduzierungen bis ins Jahr 2014, nun sukzessive wieder an. Die Reduzierung beträgt seit 2000 etwa 44 %.
  • CO2–Emissionen: Auch die CO2-Emissionen der städtischen Gebäude gehen zurück. Es ergibt sich gegenüber dem höchsten Wert von ca. 125.000 t im Jahr 2000 eine Verminderung auf ca. 68.700 t im Jahr 2016. Das entspricht einer Reduzierung von 45%.

Einsparerfolge in Eigenbetrieben

Zusätzlich zu den Gebäuden und Anlagen der Kernverwaltung werden durch die Eigenbetriebe der Stadt Nürnberg große technische Anlagen betrieben, die vor allem verfahrensbedingt einen hohen Energiebedarf aufweisen und deshalb über hohe Einsparpotenziale verfügen. Die Eigenbetriebe widmen sich dem Thema Energie- und Kosteneinsparung deshalb seit vielen Jahren und erzielen dabei beachtliche Erfolge.

Beispielhaft werden hier die Aktivitäten der Eigenbetriebe Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg (SUN) für die Klärwerke und Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR) für die Straßenbeleuchtung dargestellt. Auch die anderen Eigenbetriebe, wie der Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Nürnberg (ASN) und NürnbergBad (NüBad) arbeiten sehr engagiert und erfolgreich auf diesem Gebiet.


Leuchtturmprojekte zum Anschauen und Anfassen

Der südpunkt – Stadtteilzentrum im Passivhausstandard

Der „südpunkt“ ist als multifunktionelles Stadtteilzentrum interkultureller Treffpunkt, Ort der Integration und der Weiterbildung gleichermaßen. Das innovative und bundesweit einmalige Passivhaus spart gleichzeitig Heizenergie und Strom.

Südpunkt Ansicht Süd-Ost

Mit diesem Projekt war die Stadt Nürnberg Preisträger beim Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz 2010“ und beim Bayerischen Energiepreis 2010..


Bildungszentrum Untere Talgasse: Herrenschießhaus – Energetische Sanierung eines denkmalgeschützten Gebäudes

Das Gebäude ist ein Renaissance-Sandsteinbau aus dem Jahr 1583 und wurde vom Hochbauamt der Stadt Nürnberg mit denkmalgerechten Innendämmmaßnahmen energetisch saniert. Dies führt zu einer Halbierung der Heizungsverbräuche gegenüber dem Zustand vor der Sanierung. Für die Sanierung erhielt die Stadt Nürnberg im Jahr 2012 den bayerischen Denkmalpflegepreis in Bronze.

Bildungszentrum Untere Talgasse

Das Gebäude wurde vom Hochbauamt der Stadt Nürnberg mit denkmalgerechten Innendämmmaßnahmen energetisch saniert, was zu einer Halbierung der Heizungsverbräuche gegenüber dem Zustand vor der Sanierung entspricht..

Energetische Sanierung des Wüstenhauses im Tiergarten Nürnberg

Das ehemalige Flusspferdhaus im Tiergarten Nürnberg, ein Baudenkmal, das seit 2011 leer steht, wurde zu einem Passivhaus umgebaut. Seit dem Frühjahr 2018 bietet es die perfekten Lebensbedingungen für Reptilien, Käfer und Kleinsäuger. Durch die Sanierung werden mehr als 90% CO2 eingespart. Dieses Klimaschutzprojekt erfüllt dank seines Modellcharakters die Förderkriterien des Umweltbundesministeriums (BMUB) und hat eine wichtige Vorbildfunktion für weitere Gebäude in der Stadt sowie für die Öffentlichkeit.

Die Förderung des BMUB in Höhe von 200.000 Euro konnte aufgrund eines gemeinsamen Förderantrags des Referats für Umwelt und Gesundheit, des Planungs- und Baureferats und des Tiergartens gewonnen werden. Das Energiekonzept für den Förderantrag erstellte das Architekturbüro „ING + ARCH Partnerschaft“, die fachliche Projektleitung für das Vorhaben liegt beim Hochbauamt der Stadt Nürnberg und der Projektträger Jülich – Forschungszentrum Jülich GmbH wickelt die Fördermaßnahmen ab.
Die beachtliche CO2-Einsparung wird unter anderem durch eine Innen- und Außendämmung, die Erneuerung der Fenster, der Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und den Wechsel des Energieträgers von Heizöl auf Holzhackschnitzel durch eine Anbindung an das bereits bestehende Nahwärmenetz erreicht.

Das alte Nilpferdhaus vor der Sanierung

Mehr zum Thema Energetische Sanierung im Tiergarten Nürnberg

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