Im Hafengebiet müssen drei Brücken neu gebaut werden: der Frankenschnellweg über den Main-Donau-Kanal und die Südwesttangente, die Hafenstraße über den Main-Donau-Kanal und die Hafenstraße über die Südwesttangente. Die Stadt will die Verkehrsbehinderungen während der Bauzeit so gering wie möglich halten. Leistungsfähige Umleitungsstrecken und Behelfsbrücken gehören deshalb zu den vorbereitenden Baumaßnahmen.
Seit Mitte März 2026 ist klar: Die Frankenschnellwegbrücke bleibt aus Sicherheitsgründen bis zum Abbruch gesperrt – voraussichtlich bis August 2027.

Was ist neu?
Ab 21. September 2026 wird die Verkehrsführung am Kreuz Nürnberg-Hafen grundlegend geändert. Grund ist der Bau der neuen Hafenbrücke auf der Verkehrsachse Finkenbrunn–Hafenstraße. Vor allem in der ersten Phase der neuen Verkehrsführung müssen sich viele Verkehrsteilnehmende zunächst an die geänderten Wege gewöhnen. Dadurch kann es zu erheblichen Rückstaus und längeren Fahrzeiten kommen.
Deshalb empfiehlt Sör, sich vor Fahrtbeginn über die aktuelle Verkehrslage zu informieren, mehr Zeit einzuplanen und den Bereich insbesondere während der Hauptverkehrszeiten nach Möglichkeit großräumig zu umfahren.
Die Umstellung ist kompliziert: Am Kreuz treffen zahlreiche Fahrbeziehungen aufeinander. Vor allem in der ersten Bauphase müssen Autofahrerinnen und Autofahrer deshalb mit erheblichen Behinderungen, Rückstaus und längeren Fahrzeiten rechnen. Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (Sör) rät, sich rechtzeitig über die neuen Fahrwege zu informieren, mehr Zeit einzuplanen und das Gebiet möglichst weiträumig zu umfahren.
Der Abriss ist auch für den späteren Einbau der neuen Brücke erforderlich. Ist die Brückenkonstruktion fertig, wird sie zunächst am Ufer um 90 Grad gedreht. Anschließend wird sie in ihre endgültige Lage über dem Main-Donau-Kanal eingeschoben.
Folgende Strecken sind von der neuen Verkehrsführung betroffen:
Wer auf der Südwesttangente beziehungsweise dem Frankenschnellweg in Richtung Feucht unterwegs ist, kann ab 21. September nicht mehr an der Anschlussstelle Nürnberg-Hafen-Ost abfahren.
Die Umleitung führt über die nächste Anschlussstelle Nürnberg-Hafen-Süd und anschließend über Marthweg – Wiener Straße – Hamburger Straße – Hafenstraße in das Hafengebiet.
Verkehrsteilnehmende auf der Hafenstraße in Richtung Finkenbrunn nutzen ab kommender Woche die neu errichtete Behelfsumfahrung.
Wer von der Hafenstraße in Richtung Fürth unterwegs ist, bleibt zunächst auf der bisherigen Strecke. Die Auffahrt nach links auf die Südwesttangente beziehungsweise den Frankenschnellweg in Richtung Fürth bleibt möglich.
Für die Fahrt in Richtung Feucht führt die Strecke nach der Überquerung der bestehenden Brücke nach rechts über den ehemaligen Parkplatz. Von dort gelangen Verkehrsteilnehmende auf die bereits bestehende Behelfsauffahrt zur A73.
Verkehrsteilnehmende, die auf der A73 aus Richtung Feucht kommen und in das Hafengebiet fahren möchten, können weiterhin die gewohnte Abfahrt an der Anschlussstelle Nürnberg-Hafen-Ost nutzen und anschließend nach links auf die Hafenstraße abbiegen.
Für die Fahrt in Richtung Innenstadt ist der bisherige Rechtsabbieger gesperrt. Als Ersatz wurde ein vorgelagerter provisorischer Rechtsabbieger eingerichtet. Dieser wird ab Montag, 21. September, für den Verkehr freigegeben.
Für Verkehrsteilnehmende, die auf der Straße Finkenbrunn in Richtung Eibach unterwegs sind, bleiben die bisherigen Verkehrsbeziehungen bestehen.
Der Europakai am Main-Donau-Kanal bleibt weiterhin erreichbar. Die Zufahrt erfolgt wie bisher über die Hafenstraße in Richtung Finkenbrunn. Nach der Überquerung der bestehenden Brücke biegen Verkehrsteilnehmende nach rechts ab und fahren über den ehemaligen Parkplatz zum Schiffsanleger am Europakai.
Vom Europakai in Richtung Innenstadt führt die Strecke zunächst über den ehemaligen Parkplatz zurück zur Hafenstraße. Nach einem kurzen Stück in Richtung Innenstadt können Verkehrsteilnehmende nach links auf den Zubringer zum Frankenschnellweg in Richtung Innenstadt abbiegen.
Um vom Europakai auf die Straße Finkenbrunn zu gelangen, fahren Busse zunächst über die Behelfsauffahrt auf die A73 in Richtung Feucht. An der Anschlussstelle Nürnberg-Hafen-Süd wechseln sie die Fahrtrichtung und fahren auf der A73 zurück in Richtung Fürth. An der Anschlussstelle Nürnberg-Hafen-Ost können sie anschließend abfahren und in Richtung Nürnberger Innenstadt beziehungsweise Finkenbrunn weiterfahren.
Damit bleibt auch die An- und Abfahrt der Busshuttles gewährleistet, die Gäste der am Europakai anlegenden Flusskreuzfahrtschiffe zwischen dem Schiffsanleger und der Nürnberger Innenstadt befördern.
Für Verkehrsteilnehmende, die aus Richtung Finkenbrunn kommen, ist die direkte Zufahrt zu den Sportanlagen von Flügelrad und SV Maiach nicht mehr möglich.
Die Umleitung führt zunächst weiter bis zur Rotterdamer Straße. Von dort geht es zurück auf die Behelfsumfahrung in Richtung Finkenbrunn. Anschließend können die Zufahrten zu den beiden Sportvereinen erreicht werden.
Fakten zum Projekt
Im Südwesten von Nürnberg in der Nähe des Hafengeländes führen die drei Brücken über den Main-Donau-Kanal und die Südwesttangente. Alle drei Brücken sind für den Nürnberger Südwesten äußerst wichtige Verkehrswege, insbesondere für den Hafen, aber auch das Umland.
Auf der Hafenstraße fahren durchschnittlich 35.000 Fahrzeuge pro Tag und auf dem Frankenschnellweg etwa 28.000 Fahrzeuge pro Tag.
Die Brücken werden nicht nur komplett abgerissen und neu aufgebaut, mit dem Neubau wird auch der gesamte Verkehrsfluss optimiert. Es ergeben sich Verbesserungen für den Schiffsverkehr, den LKW-Verkehr zum Hafen und für den Fahrradverkehr.
Die künftige Brücke des Frankenschnellwegs wird zwei- statt dreispurig über den Main-Donau-Kanal verlaufen. Trotz der Wegnahme einer Fahrspur wird der Verkehr optimal fließen. Die beiden Brücken der Hafenstraße erhalten ihre Stabilität durch ein ansprechendes Stahlgeflecht über der Brücke, das an Fachwerk erinnert. Diese Konstruktion ist zwar etwas teurer als einfachere Alternativen, verspricht aber mehr Stabilität und eine längere Nutzungsdauer. Zudem beinträchtigen sie den Schiffsverkehr nicht.
Die Stadt Nürnberg ist Träger dieses Projekts.
Die Kosten für Nürnbergs größtes Brückenprojekt betragen nach derzeitigem Stand rund 347,5 Millionen Euro. Davon wird die Stadt 156,5 Millionen Euro zahlen. Der Freistaat Bayern hat eine Förderung in Höhe von 191 Millionen Euro in Aussicht gestellt.
Im Herbst 2023 wurden die Behelfsbrücken für die Hafenstraße errichtet, die während der Bauzeit die Überquerung des Kanals und der Südwesttangente ermöglichen. Bis September 2026 baut die Stadt die Umfahrungen für den Anschluss der Behelfsbrücken an die Südwesttangente und die Hafenstraße. Danach beginnen die Hauptarbeiten für den Neubau der Hafenbrücken. Diese bestehen aus dem Abbruch und Neubau von drei Hafenbrücken des Frankenschnellwegs und der Hafenstraße über den Main-Donau-Kanal sowie über die Südwesttangente. Das gesamte Bauprojekt wird nach derzeitigem Stand Ende 2029 fertiggestellt sein.
Bereist zu Beginn des Projekts fanden Bürgerinformationsabende statt. Die Stadt informiert seitdem regelmäßig bei öffentlichen Veranstaltungen über das weitere Vorgehen beim Projekt Hafenbrücken.
Auch Stadtrat und Ausschüsse beschäftigen sich mit dem Thema Erneuerung der Hafenbrücken. Hier eine chronologische Übersicht der Sitzungen.
In den letzten Jahren musste die Stadt aufgrund des korrosionsgefährdeten Spannstahls mehrmals sofort handeln. Zum Beispiel wurden die Brücken für den Schwerverkehr gesperrt und die Höchstgeschwindigkeit auf 50 Stundenkilometer in der Hafenstraße beschränkt. Die Rampe Südwesttangente in Richtung Hafen ist außerdem seit April 2019 gesperrt.
Bilder zum Projekt
Errichtung der Behelfsbrücken
Projekt Hafenbrücken – Bauablauf
18 Minuten, die sich lohnen: Die sehenswerte Animation zeigt den Bauablauf des Großprojekts bei den beiden südlich gelegenen Brücken.
Weitere Projekte
Stadtentwicklungsprojekte ziehen manchmal große Veränderungen im Stadtbild nach sich und werden in der Öffentlichkeit rege diskutiert. Ausgewählte Projekte stellen wir Ihnen auf unserer Seite „Stadtentwicklung“ in loser Folge vor.
Weitere Informationen:
Aktualisiert am 16.09.2026, 15:42 Uhr









