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Das Ehrenamt des Schöffen

Die Suche nach Schöffen für die Amtsperiode vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2018 ist abgeschlossen. Die nächste Möglichkeit sich als Schöffe zu bewerben besteht frühestens Ende 2017.

Schöffen sind ehrenamtliche Richter in der Strafjustiz an den Amtsgerichten und Landgerichten. Sie stehen grundsätzlich gleichberechtigt neben den Berufsrichtern und sind ebenso unabhängig. Während der Hauptverhandlung üben sie das Richteramt in vollem Umfang und mit dem gleichen Stimmrecht wie die an der Verhandlung teilnehmenden Berufsrichter aus.

Die Stadt Nürnberg wird vom Präsidenten des Landgerichts aufgefordert Nürnberger Schöffen und Jugendschöffen vorzuschlagen. Dabei wird die Suche nach Schöffen vom Wahlamt/Amt für Stadtforschung und Statisitk betreut, während die Suche nach Jugendschöffen vom Jugendamt durchgeführt wird.

Gewinnung von Schöffen durch das Wahlamt/Amt für Stadtforschung und Statistik

Die Wahl der Schöffen für die nächste Amtsperiode (2019 - 2023) läuft in einem zweistufigen Verfahren.

  • Zunächst erstellt das Wahlamt/Amt für Stadtforschung und Statistik ab Januar 2018 anhand der eingegangenen/eingehenden Bewerbungen eine Vorschlagsliste der wählbaren Nürnberger Bürgerinnen und Bürger. Der endgültige Beschluss über die Vorschlagsliste wird vom Nürnberger Stadtrat gefasst.
  • Aus der vom Stadtrat beschlossenen Vorschlagsliste trifft dann der Schöffenwahlausschuss beim Amtsgericht die endgültige Auswahl. Dabei wird aus der Vorschlagsliste nur die Hälfte der Personen ausgewählt. Wer nicht auf der Vorschlagsliste des Wahlamts/Amts für Stadtforschung und Statistik steht, kann auch nicht zum Schöffen gewählt werden. Die Benachrichtigung der zum Haupt- bzw. Hilfsschöffen ernannten Personen erfolgt durch das Amtsgericht.

Voraussetzungen für die Bewerbung als Schöffe (in Nürnberg):

  • Deutsche Staatsbürgerschaft
  • Mindestalter 25 Jahre und Höchstalter 69 Jahre zum Beginn der Amtsperiode am 01.01.2019
  • Haupt- oder Nebenwohnsitz in Nürnberg
  • gesundheitliche Eignung (d.h. längeres Sitzen in den Verhandlungen, Fähigkeit der Verhandlung konzentriert zu folgen)
  • ausreichende Beherrschung der Deutschen Sprache in Wort und Schrift
  • es darf kein Vermögensverfall eingetreten sein (z.B. Privatinsolvenz)

Juristische Kenntnisse sind für die Tätigkeit als Schöffe nicht erforderlich.
Wann Personen nicht zum Amt des Schöffen berufen werden sollen, bzw. dürfen ergibt sich aus § 32 ff Gerichtsverfassungsgesetz (GVG).

  • Daraus ist hervorzuheben, dass Personen, die in der Amtsperiode (2014 bis 2018) und in der Amtsperiode davor (2009 bis 2013) als Schöffe tätig sind und waren, für die kommende Amtsperiode nicht wieder als Schöffe wählbar sind (§ 34 Abs 1 Nr.7 GVG).

Schöffen erhalten für ihre Tätigkeit kein Entgelt. Sie haben aber nach dem Justizvergütungs- und Entschädigungsgesetz Anspruch auf die Entschädigung von Nachteilen, die durch ihre Heranziehung entstanden sind. So erhalten sie z.B. eine Entschädigung für Verdienstausfall, Zeitversäumnis und Fahrtkosten. Weitere Informationen zur Entschädigung der Schöffen finden Sie im Internetauftritt der Deutschen Vereinigung der Schöffinnen und Schöffen (Landesverband Bayern e.V.).

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