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Tuberkulose (TBC)

Die Erkrankung

Tuberkulose (kurz TB bzw. TBC genannt) ist eine Infektionskrankheit, die von Tuberkulosebakterien hervorgerufen wird. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion.
Dies geschieht vor allem beim Husten, Niesen, Sprechen, Lachen. Die Tuberkulosebakterien befallen hauptsächlich die Lungen, können aber auch andere Organe befallen, wie z.B. Lymphknoten, Knochen, Nieren. Eine Ansteckung erfolgt fast ausschließlich durch eine offene (ansteckende) Lungentuberkulose.
Ob es zu einer Infektion kommt hängt u.a. davon ab, wie eng der Kontakt zu einem Erkrankten war und wie gut das eigene Immunsystem darauf reagieren kann.
Eine Infektion (ist nicht gleichbedeutend mit einer Erkrankung!!!!) mit Tuberkulosebakterien führt nicht immer zu einer Erkrankung. Ein Ausbruch der Erkrankung ist nach einer Infektion jedoch lebenslang möglich. Die Wahrscheinlichkeit zu erkranken ist in den ersten zwei Jahren nach Neuinfektion am größten, danach kommt es vor allem bei Menschen mit abgeschwächten Abwehrkräften zur Erkrankung.

Krankheitssymptome

Die Tuberkulose verläuft zunächst ohne charakteristische Krankheitserscheinungen.
Im Verlauf der Erkrankung können folgende Beschwerden auftreten:
• Husten oder Hüsteln
• Müdigkeit, Abgeschlagenheit
• Nachtschweiß
• leicht erhöhte Körpertemperatur
• Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme
Diese Krankheitsymptome können, müssen aber nicht auftreten.

Behandlung

Die Tuberkulose ist in der Regel eine medikamentös gut behandelbare Erkrankung. Die Therapie geht über 6 Monate. In den ersten 2 Monaten werden täglich 4 verschiedene Wirkstoffe gegeben, in den folgenden 4 Monate wird mit 2 Wirkstoffen täglich weiterbehandelt.
Bei schweren Tuberkuloseformen kann es zu einem abweichenden Therapieregime kommen.

Meldepflicht

Jeder Arzt und jedes Labor ist gesetzlich verpflichtet, eine behandlungsbedürftige Tuberkulose namentlich an das Gesundheitsamt zu melden.
Die TBC Beratung des Gesundheitsamtes unterstützt die Erkrankten, die Angehörigen und die Kontaktpersonen von Erkrankten, indem sie die Betroffenen

  • über die Krankheit und das weitere Vorgehen aufklärt und berät,
  • eine Behandlung vermittelt, sicherstellt und die Nachsorge begleitet,
  • Kontaktpersonen von Erkrankten ermittelt und untersucht.

Zum Schutz der Bevölkerung sind Kontaktpersonen gesetzlich verpflichtet, die Untersuchungen durchführen zu lassen.

Die Möglichkeit, Zwangsmaßnahmen einzuleiten ist gegeben.
Untersuchungsverfahren,die das Gesundheitsamt anbietet:

  • Durchführung eines Tuberkulinhauttests (bei Kindern)
  • Röntgenuntersuchung der Lunge
  • spezielle Blutentnahme für Tuberkulose, ein sog. Quantiferontest
  • Sputumuntersuchung auf TBC (mikroskopisch, molekulargenetisch und kulturell)

Während der Behandlung und Untersuchungen ist eine enge Zusammenarbeit von Patient, Gesundheitsamt und des behandelnden Arztes von entscheidender Bedeutung für den Therapieerfolg.

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