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Menschenrechte & Corona

Hinweis

Aufgrund des Corona-Virus können derzeit leider keine Veranstaltungen stattfinden. Auf dieser Seite informieren wir Sie aber weiterhin über relevante Menschenrechtsthemen, die jetzt im Zuge der Corona-Pandemie nicht aus dem Blick geraten dürfen oder gerade jetzt diskutiert werden müssen.

Liebe Besucher*innen unserer Website,
die weltweit grassierende Pandemie lässt auch das Menschenrechtsbüro nicht unberührt. Ohne Zweifel hat die Coronakrise eine erhebliche menschenrechtliche Dimension: Es geht um nichts weniger als den Schutz eines zentralen Menschenrechts, dem Recht auf den höchsten erreichbaren Standard körperlicher und geistiger Gesundheit. Die politisch Verantwortlichen stehen, beraten von der Wissenschaft, vor der großen Herausforderung, dieses grundlegende Menschenrecht zu sichern, ohne dabei die Gültigkeit aller anderen Menschenrechte in Frage zu stellen oder sie gar auszusetzen. Denn auch in der gegenwärtigen Situation des Notstands gilt: Die Menschenrechte sind unteilbar.
Bleiben Sie gesund und verlieren Sie ihre Mitmenschen auch bei eingeschränkten sozialen Kontakten nicht aus dem Blick!
Ihr Team der Stabsstelle Menschenrechtsbüro & Gleichstellungsstelle

Folgende Themen finden Sie auf dieser Seite:


Aktuelles


Verständnis zeigen in Zeiten von Corona

Ausnahmen für das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gelten für Personen, die an einer Behinderung, unter Asthma oder an einer Erkrankung leiden, die Ihnen das Tragen einer „Maske“ unzumutbar erschwert oder unmöglich macht. Falls dies auf eine Person zutrifft, so muss diese keinen Mund-Nasen-Schutz tragen, sollte aber möglichst eine (formlose) ärztliche Bestätigung mit sich führen, um die für sie geltende Ausnahme glaubhaft machen zu können.

Hier gilt es Verständnis zu zeigen und nicht zu diskriminieren.

Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie hier:


Unsere Preisträger*innen in Zeiten von Corona

Die derzeitige Pandemie stellt auch die Preisträger*innen des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises und ihre Heimatländer vor große Herausforderungen. Hier informieren wir Sie über deren aktuelle Situation, die Auswirkungen von Corona auf ihre Arbeit und wie Sie die Menschenrechtspreisträger*innen jetzt unterstützen können.

Amirul Haque Amin (Bangladesch)

Im Heimatland Bangladesch des Menschenrechtspreisträgers 2015, Amirul Haque Amin, sind viele Textil-Beschäftigte wegen coronabedingter Auftragsstornierungen großer Kleiderproduzenten und dadurch erfolgter Entlassungen in ihrer Existenz bedroht.
Das Menschenrechtsbüro bittet daher um Spenden als Zeichen humanitärer Solidarität mit Menschen, die in einer kaum vorstellbaren Dimension von der Pandemie betroffen sind.

Abdolfattah Soltani (Iran)

Abdolfattah Soltani wurde für sein Engagement für die Anerkennung der Menschenrechte in der Islamischen Republik Iran 2009 mit dem Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis ausgezeichnet. Die Teilnahme an der Preisverleihung wurde dem Rechtsanwalt damals verwehrt, da ihm die iranischen Behörden noch am Flughafen den Pass entzogen. Von 2011 bis 2018 war er im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran inhaftiert. Die Corona-Pandemie beschäftigt ihn nicht nur beruflich, sondern auch im Bezug auf die Situation der Gefangenen weltweit.


Aktionen, die Mut machen

Erfolgreich beendet: Solidaritätsaktion "Positive Post"

Um den Bewohner*innen in Pflegeeinrichtungen der Stadt trotz des Kontaktverbots den Alltag zu verschönern, rief das Menschenrechtsbüro in den vergangenen Wochen dazu auf, aufmunternde Briefe und Postkarten zu schicken. Die Aktion war ein großer Erfolg und ist nun beendet. Wir sagen Danke, dass so viele Nürnberger*innen in nur wenigen Wochen über 1.000 Briefe, Postkarten, Selbstgemaltes und -gebasteltes an die Bewohner*innen der Pflegeeinrichtungen geschrieben haben.

Der Weltfriedenschor mit dem Stück "I hope" - ein ergreifendes Musikstück

Der Weltfriedenschor (World Choir for Peace) hat in Zeiten der Corona-Pandemie das ergreifende Musikstück “I hope” mit Sänger*innen aus 28 Ländern in einer gemeinsamen Aktion herausgegeben. Der Song ist ein Zeichen der Zuversicht in der Corona-Krise und zeigt, dass es trotzdem möglich ist, gemeinsam zu musizieren und so ein Zeichen der Hoffnung und des Friedens in die Welt zu senden.


Zur Diskussion

Neue Züricher Zeitung: Interview mit Armin Nassehi, Soziologe

Im Interview mit der Neuen Züricher Zeitung spricht Armin Nassehi, der in der Corona-Krise die deutsche Regierung berät, über den Lockdown und die Problematik mit dem "Exit": "Wir erleben zurzeit die sehr paradoxe Situation, dass die Leute den Lockdown eigentlich sehr gut ausgehalten haben, solange man nicht über den Exit gesprochen hat. Irgendwann musste die Politik über Ausstiegsszenarien reden, weil die Massnahmen in Deutschland bis zum 19. April terminiert worden waren. Mit den ersten Lockerungsmassnahmen entstand eine Unruhe, die vorher nicht da gewesen war."

Deutscher Ethikrat: Solidarität und Verantwortung in der Corona-Krise

In seiner Ad-hoc-Empfehlung betrachtet der Deutsche Ethikrat den ethischen Kernkonflikt der derzeitigen Krise: "Ein dauerhaft hochwertiges, leistungsfähiges Gesundheitssystem muss gesichert und zugleich müssen schwerwiegende Nebenfolgen für Bevölkerung und Gesellschaft durch die Maßnahmen abgewendet oder gemildert werden. Garantiert bleiben muss ferner die Stabilität des Gesellschaftssystems."

ENNHRI: Jetzt ist die Zeit, solidarisch für die Menschenrechte einzustehen

Das European Network of National Human Rights Institutions (ENNHRI) ist das europäische Netzwerk der Nationalen Menschenrechtsinstitutionen. Es bringt über 40 nationale Menschenrechtsinstitutionen aus ganz Europa zusammen, um die Förderung und den Schutz der Menschenrechte in der Region zu verbessern. In seiner Stellungnahme zur Corona-Pandemie fordert das Netzwerk vor allem Solidarität auf allen Ebenen.

Neue Züricher Zeitung: In der Corona-Krise stellen wir die Weichen für die Zukunft

Historiker Yuval Noah Harari betrachtet in seinem Artikel unsere Gesellschaft, die wachsende Überwachung, Fakten und Vertrauen in Zeiten von Corona. "Statt jedes Land für sich selber schauen und alles horten zu lassen, was immer verfügbar ist, könnte ein koordinierter globaler Effort dafür sorgen, dass die Produktion beschleunigt und das lebensrettende Equipment faierer verteilt wird."



Veranstaltungen

Zahlreiche Seminare, Events, Vorträge und Veranstaltungen nehmen sich um und in Nürnberg dem Thema der Menschenrechte in all seinen Facetten an. Hier auf der Seite des Menschenrechtsbüros der Stadt Nürnberg informieren wir über laufende und kommende Veranstaltungen.



Feste Termine

27. Januar

Internationaler Gedenktag an die Opfer des Holocaust

Anlässlich des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus beteiligt das Menschenrechtsbüro Schulklassen am "Gedenken in junge Hände legen".

März

Nürnberger Wochen gegen Rassismus

Rund um den internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März finden in Nürnberg und auch anderen Städten die "Wochen gegen Rassismus" statt. Verschiedene Akteure bieten thematische innerhalb dieser zwei Wochen verschiedene Veranstaltungen an.

21. März

Mosaik-Jugendpreis

Jedes Jahr am internationalen Tag gegen Rassismus wird abwechselnd in den Städten Nürnberg und München der Mosaik-Jugendpreis verliehen unter dem Motto "Mit Vielfalt gegen Rassismus".

September

Internationaler Menschenrechtspreis der Stadt Nürnberg

Im Rhythmus von zwei Jahren werden in Nürnberg Menschenrechtsaktivist*innen ausgezeichnet. Der Preis soll nicht nur eine Anerkennung für die Leistung der Ausgezeichneten sein, sondern darüber hinaus auch dazu beitragen, gefährdete Verteidiger*innen der Menschenrechte zu schützen und andere zu ermutigen, sich für die Menschenrechte zu engagieren.

September

Friedenstafel

Nach der Verleihung des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises treffen sich Nürnbergerinnen und Nürnberger an einer Tafel zum gemeinsamen Mahl. Die Friedenstafel findet alle zwei Jahre statt.

September

Begleitprogramm zum Menschenrechtspreis der Stadt Nürnberg

Im Rahmen der Verleihung des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises am 22. September gibt es auch dieses Jahr wieder thematisch passende Veranstaltungen für alle Interessierten, Schulklassen und zivilgesellschaftliche Akteur*innen. Wir laden Sie herzlich dazu ein, mit uns gemeinsam über das facettenreiche und lebensnotwendige Thema "Wasser" zu diskutieren und sich zu informieren.

September

Friedensmahl

Für den/die Preisträger*in aus dem Vorjahr wird im Nachfolgejahr im Rahmen des Friedensmahl Spenden gesammelt. Damit ist das Friedensmahl ein wesentlicher Teil des nachhaltigen Konzepts des „Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises“: Nach Ehrung und Würdigung während der Preisverleihung folgt in Nürnberg die konkrete, praktische Unterstützung der Preisträger.

Dezember

Deutscher Menschenrechtsfilmpreis

Alle zwei Jahre, am ersten Samstag im Dezember wird der Deutsche Menschenrechtsfilmpreis ausgelobt in wechselnden Städten.

Häufiger Veranstaltungspartner

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