Seit 1997 konzipiert, koordiniert und realisiert das kommunale Menschenrechtsbüro viele Menschenrechtsaktivitäten der Stadt Nürnberg. Meist geschieht dies in Kooperation mit Partnerinnen und Partnern aus Politik, Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft.
Der aktuelle Tätigkeitsbericht informiert Sie über die Arbeit des Menschenrechtsbüros und der Gleichstellungsstelle aus den Jahren 2023 und 2024.
Zu den Hauptaufgaben gehören
- die Gesamtorganisation aller Veranstaltungen rund um die Verleihung des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises im Zweijahrestakt,
- die Organisation der "Friedenstafel", eines Bürgerfestes, das Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammenbringt in enger Kooperation mit dem Amt für Kultur und Freizeit (KuF),
- Beratung und Begleitung von Menschen, die eine Diskriminierungserfahrung gemacht haben.
- die Koordinierungsstelle für die Belange von Lesben, Schwulen, Bi*, Trans* und Interpersonen (LSBTI),
- die Entwicklung und Durchführung von Formaten zur Verankerung der Menschenrechtsbildung in der schulischen und außerschulischen Bildung, vor allem innerhalb der Stadtverwaltung
- die Erarbeitung von Formaten zur Demokratieförderung und zur Prävention gegen unterschiedliche Phänomenbereiche des Extremismus
- die Verleihung des MOSAIK-Jugendpreises im Gedenken an die Opfer des rechtsextremen Terros des "NSU" sowie die Verleihung des "Nürnberger Preises für diskriminierungsfreie Unternehmenskultur",
- die Geschäftsführung der "Einzelfallkommission für ausländerrechtliche Fragen" in Kooperation mit der Leitung des Bürgermeisteramtes,
- die Verwaltung der kommunalen Stiftung "Nürnberg - Stadt des Friedens und der Menschenrechte",
- die Veranstaltung von (internationalen) Menschenrechtskonferenzen,
- die Betreuung der Stipendiatinnen und Stipendiaten im Programm "writers in exile" des deutschen PEN,
- die Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen und der UNESCO,
- die Kooperation in verschiedenen Netzwerken wie der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR) dem Rainbow Cities Network, dem weltweiten Netzwerk der Menschenrechtsstädte und dem Netzwerk "Mayors for Peace",
- die Mitwirkung beim "Deutschen Menschenrechts-Filmpreis",
- Mitarbeit im Studienforum Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände,
- die Moderation des Runden Tisches "Fair Toys" sowie Mitarbeit im Vorstand der "Fair Toys Organisation",
- die Koordination des "Runden Tisches Menschenrechte" mit Kirchen, Nichtregierungsorganisationen, Organisationen und Institutionen rund um Menschenrechtsfragen.
Für den vorbildlichen Einsatz der Stadt Nürnberg für Frieden und Achtung der Menschenwürde wurde die Stadt Nürnberg mit dem UNESCO-Preis für Menschenrechtserziehung ausgezeichnet. Der bereits im Jahr 2000 verliehene Preis würdigt herausragende Leistungen bei der Verbreitung der Idee der Menschenrechte im Einklang mit der Charta der Vereinten Nationen und der UNESCO-Verfassung. In ihrer Begründung lobte die UNESCO die offensive Art und Weise, in der sich Nürnberg mit seiner Nazi-Vergangenheit auseinander setzt und hob das jahrelange, umfassende Engagement der Stadt und ihrer Bürger für Menschenrechtserziehung hervor.
Gesamtgesellschaftliche Entwicklungen, aber auch Aufträge aus der Politik, erfordern eine stetige Weiterentwicklung des Aufgabenportfolios des Menschenrechtsbüros. So nehmen die Themen Demokratieförderung und Auseinandersetzung mit menschenfeindlichen Haltungen einen immer größeren Raum ein ebenso wie die Entwicklung von Konfliktlösungsstrukturen in einer immer pluraler werdenden städtischen Gesellschaft.
Leitung
Martina Mittenhuber
Leiterin der Stabsstelle Menschenrechtsbüro & Gleichstellungsstelle
Historikerin, seit 2009 Leiterin der Stabsstelle, davor unterschiedliche Funktionen in der Arbeitsverwaltung.
Aufgabenbereiche:
Gesamtkoordination, Stiftungsleitung der kommunalen Menschenrechtsstiftung, Nürnberger Preis für diskriminierungsfreie Unternehmenskultur, Themenbereiche Flucht, Asyl, Migration, Integration, nationale und internationale Vernetzung.
Gedenken an die Opfer des "NSU", Organisation der Nürnberger Friedenstafel, Federführung „Demokratie leben“! und Mediatorin.
Kontakt
09 11 / 2 31-5006<tel:09112315006>Kontaktformular</global/ajax_kontaktformular.html?cfid=22284>Team Menschenrechtsbüro
Dr. Andreja Budde
Verwaltung und Information
Telefon: 09 11 / 2 31-5029
Fax: 09 11 / 2 31-3040
2. Stock, Zimmer 211
Christine Burmann
Beauftragte für Diskriminierungsfragen
Politikwissenschaftlerin mit den Schwerpunkten Menschenrechte und Diversität
Aufgabenbereiche:
Beauftragte für Diskriminierungsfragen und für die Belange von Lesben, Schwulen, Bi*, Trans* und Inter*personen (LSBTI).
Sprecherin des bundesweiten Netzwerks kommunaler Antidiskriminierungsstellen.
Außerdem zuständig für die Europäische Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR) und das Rainbow Cities Network (RCN); Inputs und Workshops zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, zu Diskriminierung, LSBTI und zur UN-Behindertenrechtskonvention.
Valerie Laubenheimer
Allparteiliches Konfliktmanagement KoMit (Vom Konflikt zum Miteinander) und Koordinierungsstelle Gemeinwesen-Mediation
Mediatorin,
M.A. Theaterwissenschaft/Philosophie/Pädagogik
Aufgabenbereiche:
Aufbau eines allparteilichen Konfliktmanagementsystems mit Schwerpunkt öffentlicher Raum, Vernetzung der Akteur*innen, Konzepterstellung und Umsetzung
Vermittlung von ehrenamtlichen Mediator*innen aus dem Netzwerk Gemeinwesen-Mediation bei Konflikten in der Nachbarschaft, im Stadtteil und in interkulturellen Zusammenhängen
Rainer Neußer
Projektkoordination Nürnberger Präventionsnetzwerk gegen religiös bedingte Radikalisierung
Islamwissenschaft und Wirtschaftswissenschaften, M.A.
Aufgabenbereiche:
Ansprechpartner bei Fragen zu religiös bedingter Radikalisierung; Netzwerkarbeit; Koordinierung der „Wie wollen wir leben?“ Workshops im Großraum Nürnberg; Vermittlung von pädagogischen Angeboten im Themenfeld Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus; Beratung sowie Expert*innenvermittlung in der Einzelfallarbeit; Entwicklung und Bereitstellung von Informations- und Fortbildungsangeboten
Helga Riedl
Menschenrechtsbildung
Politikwissenschaftlerin, Dipl. Sozialpädagogin (FH), Verwaltungsfachwirtin
Aufgabenbereiche:
Menschenrechtsbildung, historisch-politische Bildung und zielgruppenspezifische Bildungsarbeit, Betreuung der Expertenjury zum Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis, Mitglied im Veranstalterkreis zum Deutschen Menschenrechtsfilmpreis, Mitglied beim Nürnberger Bündnis Fair Toys und Vorstandsmitglied in der Fair Toys Organisation

Franz Walser
Allparteiliches Konfliktmanagement KoMit (Vom Konflikt zum Miteinander)
Soziologe, B.A. Political and Social Studies, B.A. Design
Aufgabenbereiche:
Management von Nutzungskonflikten im öffentlichen Raum; Fokus auf Konzeption, Vernetzung und Praxisarbeit vor Ort
Wiebke Winter
Internationaler Nürnberger Menschenrechtspreis
Kunstgeschichte, Theater - und Medienwissenschaft (B.A.); Kunstgeschichte & Filmwissenschaft (M.A.)
Aufgabenbereiche:
Verleihung Internationaler Nürnberger Menschenrechtspreis und Begleitprogramm, Nürnberger Friedensmahl, Mosaik-Jugendpreis; Koordination Öffentlichkeitsarbeit Nürnberger Wochen gegen Rassismus; weitere Themenfelder: Rechtsextremismus, Rassismus, Gedenken an die Opfer des "NSU" in Nürnberg
Informationen für die Presse
Informationen für die Medien, Pressekonferenzen sowie die Akkreditierung bei der Verleihung des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises organisiert das Presse- und Informationsamt der Stadt Nürnberg.










