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Nürnberg goes queer - was bedeutet das?

Erster kommunaler Aktionsplan in Bayern

Die Stadt Nürnberg hat als erste bayerische Kommune einen Aktionsplan rund um die Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Interpersonen erstellen. Die Stadt Nürnberg hat den Anspruch, die Menschen in den Vordergrund ihrer Politik zu stellen, das heißt, wir möchten als Verwaltung Angebote gleichermaßen für alle Bürger*innen anbieten. Dafür ist es wichtig, die Belange aller zu kennen.

Wir haben festgestellt, es gibt noch zu wenig Berücksichtigung der Perspektiven von Lesben, Schwule, Bi-, Trans* und Interpersonen. Das wollten wir ändern. Wir haben neun Themenfelder näher betrachtet, die alle Lebensphasen abdecken. In einenhalb Jahren haben wir in verschiedenen Workshops mit der Community, anderen Kommunen, Aktiven in Vereinen und Verbänden gesprochen.

Aus den von Ihnen genannten Wünschen und Ideen, wurde ein Maßnahmenplan erstellt. Dies ist sozusagen unser Arbeitsplan für die nächsten fünf Jahre. 2025 werden alle Maßnahmen geprüft und ggf. fortgeschrieben.

LSBTI-Parade

So funktioniert der Aktionsplan!

Wann werden die Maßnahmen umgesetzt?

Die Umsetzung läuft ab jetzt bis bis 2025. Für die Umsetzung wurde ein Begleitgremium eingerichtet, die sogenannte Koordinierungsgruppe zum Aktionsplan Queeres Nürnberg. Die Koordinierungsgruppe trifft sich zweimal jährlich und begleitet die Umsetzung der Maßnahmen.

In der Koordinierungsgruppe sind vertreten:
Geschäftsführung: Stabsstelle Menschenrechtsbüro

Der Bereich 2. Bürgermeisterin: Kultur und Freizeit
Referat III: Umwelt und Gesundheit
Referat IV: Schule und Sport
Referat V: Familie, Jugend und Soziales

Ab Herbst 2022 wird die Koordinierungsgruppe erweitert mit Personen aus der Community

Hintergrund und Auftrag zum Aktionsplan

Drei Stadtratsfraktionen haben jeweils einen Antrag für die Verbesserung der Situation von LSBTI in Nürnberg gestellt. Im Masterplan werden diese drei Anträge zusammengefasst und gemeinsam bearbeitet. Was steht in den Anträgen, das kann hier eingesehen werden.

- SPD-Stadtratsfraktion: Masterplan „Queeres Nürnberg“ vom Mai 2020
- Bündnis 90/Die Grünen: Leitlinien Queere Jugendarbeit vom Mai 2019
- DIE LINKE: Ergänzungsantrag zum Masterplan „Queeres Nürnberg“ vom Juni 2020

Es werden Maßnahmen, Projekt und Aktivitäten in folgenden Feldern umgesetzt:

Kinder und Familie | Jugend | Senior*innen | Vielfalt in der Pflege|Leben mit Behinderungen | Gesundheit | Bildung und Aufklärungsarbeit | Kultur, Freizeit und Tourismus | Migration und Integration | Diskriminierung | Öffentlichkeitsarbeit, Dialog und Sichtbarkeit fördern|

Diese Angebote gibt es bereits:

Kinder und Familie

Regelmäßige Berichte mit Regenbogenfamilien im Blog des Bündnis für Familie | Veranstaltungen zu queeren Themen, beispielsweise Lesungen | Veranstaltungen für Regenbogenfamilien zu Adoption & Pflegeelternschaft | LSBTI-Leben im Familienbericht des Bündnis für Familie | Fortbildung für pädagogische Fachkräfte

Jugend

Arbeitskreise der Mädchen* und Jugend*arbeit | Gemeinsame Aktionen für Vielfalt | Fachtage zu LSBTI-Themen für Fachkräfte der Jugendarbeit | Geschlechtssensible Pädagogik in Kinder- und Jugendeinrichtungen | Unterstützung bei der Entwicklung eigener Lebens- und Beziehungsentwürfe

Senior*innen / Vielfalt in der Pflege

Vernetzung von Nürnberg Stift mit der regionalen LSBTI-Community | LSBTI-offene Kommuniaktion im Leitbild und Broschüren von Nürnberg Stift | Finanzielle Förderung von quartierbezogenen Initativen und Aktiväten | Planung eines Fachtags zu LSBTI und Alter für Frühling 2022

Gesundheit

Vernetzung mit Kliniken und Therapeut*innen zu Trans* Gesundheit | Fachstelle Sexuelle Gesundheit im Gesundheitsamt /Fachberatung | Sichtbarkeit der Fachstelle beim CSD | Aufklärungsprojekte an Schulen | Finanzielle Unterstützung regionaler Akteure in der Gesundheitsarbeit

Bildung

regelmäßige Fachtage und Fortbildungen zu LSBTI für Lehrkräfte | Arbeitskreis LSBTI am Institut für Pädagogik und Schulpsychologie | Plakataktion an Schulen: DU kommst raus - wir stehen an deiner Seite | Vernetzung zwischen Schulen und regionalen LSBTI-Vereinen/Netzwerken | Finanzielle Unterstützung regionaler Aufklärungsprojekte

Kultur, Freizeit und Tourismus

Aktionen der Stadtbibliothek rund um den IDAHOBIT am 17. Mai 2021 | Vielfaltssensible Koffer für Kindergarten und Schulen | Unterstützung und gemeinsame Aktionen der Community mit Stadtteilzentren | Unterstützung und Beteiligung am CSD/Dykemarch und weiterer Aktionen | Angebote für die LSBTI-Community, Stadtführungen, Lesungen und Vorträge

Migration und Integration

Eigene Schutzunterkünfte für LSBTI-Geflüchtete | Arbeitskreis zu LSBTI und Flucht | Beratung und Unterstützung von Einzelfällen | Förderung und Unterstützung von LSBTI und Integrationsprojekten | Partnerstadtarbeit und Austausch zu LSBTI-Themen

Diskriminierung

Beratungsarbeit und Unterstützung von Einzelpersonen | Aufklärungsarbeit, Workshops an Schulen, Universitäten, in Vereinen etc. | AK SOGI der Community, Stadt Erlangen und Nürnberg, Hochschulen und Firmen | Überarbeitung des städtischen Angebots und der Formulare zu Diversität | Städtisches Mitarbeiter*innennetzwerk "Queer durch die Verwaltung"

Öffentlichkeitsarbeit

- Dialog und Sichtbarkeit fördern

Beflaggung des Rathaus zum CSD und IDAHOBIT, Rathausempfang zum CSD | Beitritt und Mitarbeit im Rainbow Cities Network | Ausstellungen, Informationsmaterialien und Kampagnen | Mitarbeit im bundesweiten LSBTI-Netzwerk | Mitgestaltung der Gedenkorte Nürnbergs, Erinnerungsarbeit


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Christine Burmann

Beauftragte für Diskriminierungsfragen

Telefon 09 11 / 2 31- 10312

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