Die Stadt Nürnberg setzt ihr Engagement für eine vielfältige und inklusive Stadtgesellschaft fort: Im Laufe des Jahres 2025 wurde der Queere Aktionsplan der Stadt Nürnberg mit der Nürnberger Community und Vertreter*innen der Stadtgesellschaft, von Wohlfahrtsverbänden, des Polizeipräsidiums Mittelfranken und Vertreter*innen aus der Politik fortgeschrieben. Aufbauend auf den Erfahrungen aus dem ersten Aktionsplan werden gelungene Maßnahmen beibehalten und für Felder, wo noch Lücken bestehen, wie z.B. bei den Themen Gesundheitsversorgung oder das Thema Sicherheit, neue Maßnahmen dazu kommen. Der zweite Aktionsplan Queeres Nürnberg - Stark durch Vielfalt, wurde im März 2026 vom Stadtrat mit großer Mehrheit verabschiedet.
Beteiligung der Community beim zweiten Aktionsplan
Um sicherzustellen, dass die Bedarfe der queeren Community umfassend berücksichtigt werden wurde erneut ein Beteiligungsprozess durchgeführt. Zwischen Frühjahr und Sommer 2025 wurden Gespräche mit Vertreter*innen der Community, aus Verbänden und der Wissenschaft geführt. Ein zentrales Element war die 1. Nürnberger Regenbogenkonferenz am 28. Juni 2025, bei der die städtischen Referate gemeinsam mit queeren Menschen aus der Stadt, Bedarfe und Forderungen herausarbeiteten.
Ab April
Veröffentlichung eines digitalen Fragebogens, über den Bedarfe und Vorschläge eingereicht werden konnten.
17.05.25
Am IDAHOBIT waren wir mit einem Infostand vor Ort. Wir informierten und sammelten Vorschläge und bewarben die Onlinebeteilgungsmöglichkeit. !
28.06.25
Die Regenbogenkonferenz war die zentrale Beteiligungsveranstaltung für die Community und engagierte Menschen aus unterschiedlichen Bereichen aus der Region. Hier könnt ihr gemeinsam mit den verschiedenen Referaten der Stadt Nürnberg Ideen für den nächsten Maßnahmenkatalog entwickeln.
08.08.2025
Infostand beim Christopher Street Day
Auch hier haben wir breit zum Aktionsplan informiert und Ideen für die Fortführung aufgenommen.
Wer ist für die Umsetzung des Aktionsplans Queeres Nürnberg verantwortlich?
Der Aktionsplan beinhaltet Maßnahmen aus unterschiedlichen Referaten. Mit dabei ist der Bereich Kultur und Freizeit, Schule und Sport, Gesundheit und Umwelt, Jugend, Familie, Senior*innen und Soziales und der Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters. Vertreter*innen der Referate bilden die sogenannte Koordinierungsgruppe, die verantwortlich für den Umsetzungsprozess ist. Die Geschäftsführung der Koordinierungsgruppe liegt bei Christine Burmann aus dem Menschenrechtsbüro.
Die Koordinierungsgruppe trifft sich zweimal pro Jahr, einmal als verwaltungsinternes Gremium, einmal mit Vertreter*innen der Community.
Zusammenfassung des bisherigen Aktionsplans „Queeres Nürnberg“
Der erste queere Aktionsplan Nürnbergs wurde 2022 verabschiedet und machte die Stadt zur ersten Kommune Bayerns mit einer umfassenden Strategie zur Förderung der Belange von LSBTIQ*-Personen. Er wurde in einem breit angelegten Beteiligungsprozess unter Corona-Bedingungen mit der Community, Vereinen, Wissenschaft und Verwaltung erarbeitet.
Schwerpunkte und Maßnahmen
Der Maßnahmenkatalog umfasste neun zentrale Handlungsfelder:
Kindheit, Jugend und Familie
Sensibilisierung von pädagogischen Fachkräften, stärkere Sichtbarkeit queerer Lebensrealitäten in Bildungsinstitutionen, Unterstützung von Regenbogenfamilien.
Alter und Pflege
Förderung queerer Senior*innen durch diskriminierungsfreie Pflegeeinrichtungen, Aufbau von Netzwerken und Unterstützungsstrukturen.
Leben mit Behinderung
Verbesserung der Barrierefreiheit in queeren Angeboten, stärkere Berücksichtigung von LSBTIQ* mit Behinderung in Selbsthilfestrukturen.
Gesundheit
Sensibilisierung von Ärztinnen, Hebammen und Pflegekräften, Ausbau der Gesundheitsberatung für LSBTIQ, Unterstützung von trans* und inter* Personen.
Bildung und Geschichte
Verankerung queerer Themen im Bildungsbereich, Erinnerungskultur für LSBTIQ*-Geschichte.
Kultur und Freizeit
Förderung queerer Kulturprojekte, Sichtbarmachung queerer Themen in der Stadtgesellschaft.
Migration und Integration
Verbesserung der Unterstützung für queere Geflüchtete, Schaffung sicherer Unterbringungsmöglichkeiten.
Diskriminierungsschutz und Zusammenhalt
Stärkung von Antidiskriminierungsmaßnahmen, Aufbau von Schutzstrukturen für queere Menschen.
Die Stadt als Arbeitgeberin
Förderung von Vielfalt in der Verwaltung, Sensibilisierung für LSBTIQ*-Themen am Arbeitsplatz.
Der Plan sah neben der Umsetzung von Maßnahmen auch eine kontinuierliche Überprüfung und Anpassung vor. Eine erste Evaluation fand 2025 statt, um die Fortschritte zu bewerten und neue Herausforderungen zu identifizieren.
Nachdem die neuen Maßnahmen im Frühjahr 2026 dem Stadtrat vorgelegt wurden, sollen die Maßnahmen realisiert werden. Für die Umsetzung wurde ein Begleitgremium eingerichtet, die sogenannte Koordinierungsgruppe zum Aktionsplan Queeres Nürnberg. Die Koordinierungsgruppe trifft sich zweimal jährlich und begleitet die Umsetzung der Maßnahmen.
In der Koordinierungsgruppe sind vertreten:
Geschäftsführung: Stabsstelle Menschenrechtsbüro
Der Bereich 2. Bürgermeisterin: Kultur und Freizeit
Referat III: Umwelt und Gesundheit
Referat IV: Schule und Sport
Referat V: Familie, Jugend und Soziales


