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Nürnberger Preis für diskriminierungsfreie Unternehmenskultur

Die Träger des Unternehmenspreises 2014

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Die Preisträger 2014: Tekin Battal, Firma Panalpina, und Dr. Siegfried Grillmeyer, Caritas-Pirckheimer-Haus mit Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly.

Seit vielen Jahren unternimmt die Stadt Nürnberg zusammen mit ihren Bürgerinnen und Bürgern große Anstrengungen zur Verwirklichung der Menschenrechte auch auf lokaler Ebene und erfüllt damit ihre Selbstverpflichtung als Stadt des Friedens und der Menschenrechte. Ein besonderes Augenmerk gilt hierbei dem Eintreten gegen Rassismus und Diskriminierung in allen Lebens- und Arbeitsbereichen.

Gerade Unternehmen können in vielfältiger Weise zu einer Kultur der Menschenrechte beitragen: Dies reicht von der Beschäftigung von Menschen mit Migrationshintergrund und Gleichbehandlungsstrategien am Arbeitsplatz über die Sicherung der betrieblichen Mitbestimmung bis zur Beachtung von Arbeitsnormen wie zum Beispiel der Ablehnung von Zwangs- oder Kinderarbeit bei ausländischen Zulieferbetrieben.

Um der hohen Bedeutung der Unternehmen Ausdruck zu verleihen und deren Vorbildcharakter zu betonen, vergibt die Stadt Nürnberg im zweijährigen Turnus und erstmals im Jahre 2010 die Auszeichnung „Nürnberger Preis für diskriminierungsfreie Unternehmenskultur“. Damit würdigt sie ortsansässige Firmen, die sich über die gesetzlichen Normierungen hinaus in vorbildlicher Weise engagieren, die Würde und Rechte aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen und die Stadt bei ihren Aktivitäten gegen Rassismus und Diskriminierung zu unterstützen.

Die Verleihung des Preises erfolgt in zeitlicher Verbindung mit dem Nürnberger Friedensmahl. Der Preis besteht aus einer Preisskulptur und einer Urkunde.

Preisverleihung 2016: Auszeichnung geht an glore

Oberbürgermeister mit Preisträger auf der Preisverleihung für

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In der Ehrenhalle des Nürnberger Rathauses überreicht Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly die Auszeichnung an Bernd Hausmann, Inhaber der Firma glore.

Die Jury des „Nürnberger Preises für diskriminierungsfreie Unternehmenskultur“ hatte in ihrer Sitzung am 16. Juni 2016 einstimmig beschlossen, das Nürnberger Unternehmen glore Handels GmbH auszuzeichnen. Die Auszeichnung wurde am 24. September 2016 im Rahmen des Friedensmahls in der Ehrenhalle des Rathauses verliehen.

Begründung der Jury

Es gibt zwischenzeitlich viele Alternativen zur so genannten „fast fashion“, das heißt billig und schnell produzierter Massenware im Bekleidungssektor. Doch nur wenige Unternehmen in der Region führen ausschließlich und konsequent Marken, die fair produzierte und ökologisch nachhaltige Mode mit ethischem Anspruch bieten.

glore steht für globally responsible fashion und verkauft hochwertige Produkte, die im Einklang mit Mensch und Natur hergestellt werden. Darunter versteht die Geschäftsführung sowohl den Respekt vor den Menschen, die sie produzieren als auch die Rücksicht auf die Natur, welche die Rohstoffe liefert. Dieser Grundsatz wird in der gesamten Wertschöpfungskette vom Anbau der Rohstoffe bis zur Weiter- und Endverarbeitung eingehalten. Grüne und nachhaltig produzierte Mode ist für glore keine PR- oder Marketingstrategie, sondern ein transparentes Gesamtkonzept.

Um diesen Standard zu sichern, achtet glore bei der Auswahl der Produkte und Marken auf die Zertifizierung durch das internationale Siegel GOTS (Global Organic Textile Standard), das den ökologischen Anbau der Rohstoffe sowie eine umweltschonende und schadstofffreie Weiterverarbeitung der Textilien kontrolliert. Zudem garantieren Siegel wie das der Fair Wear Foundation und Fairtrade hohe Sozialstandards in der Produktion und gewährleisten Transparenz für die Kundinnen und Kunden.

Dass dieses Konzept tragfähig ist und sich im Wettbewerb behaupten kann, beweist die Eröffnung weiterer „glore“-Läden in sechs Großstädten seit dem start-up in Nürnberg im Jahr 2006.

Vergangene Preisverleihungen

2014 erhielt die Auszeichnung die Nürnberger Firma Panalpina Welttransport, die als Logistikunternehmen ethische Verantwortung in vielen Bereichen zeigt. Ebenso ehrte die Jury das Caritas-Pirckheimer-Haus mit einer Anerkennungsurkunde.

Im Jahr 2012 ging die Auszeichnung an die Firma Schmitt + Sohn. Die Jury würdigte besonders das Engagement des Unternehmens für seine Auszubildenden sowie die Errichtung einer Kindertagesstätte. Auch die Firma wpunkt Messebau GmbH wurde geehrt.

Zum ersten Mal wurde der „Nürnberger Preis für diskriminierungsfreie Unternehmenskultur“ im Jahr 2010 verliehen. Die Auszeichnung erhielt die Firma Staedler. Je eine Anerkennungsurkunde bekamen das Berufsförderwerk Nürnberg und die Firma Wahler Partyservice.

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