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Was ist Asbest?

Asbest

Asbest ist ein natürlich vorkommendes, faserförmiges Material. Aufgrund seiner Langlebigkeit, seiner Beständigkeit gegen Hitze und Korrosion und seiner Isolierfähigkeit war Asbest früher ein beliebter Einsatzstoff und fand seit etwa 1930 in einer Vielzahl von Produkten Verwendung. Seit 1993 ist die Herstellung, das Inverkehrbringen und die (Wieder)Verwendung von Asbest in Deutschland wegen des hohen Gesundheitsgefährdungspotenzials vollständig verboten. Produkte, die nach 1993 hergestellt wurden, sind asbestfrei. Viele der äußerst langlebigen Asbestprodukte, die vor dem Verbot hergestellt wurden, sind aber nach wie vor verbaut.
Ob ein Produkt Asbest enthält, kann grundsätzlich bei dem Produkthersteller erfragt bzw. durch eine Untersuchung festgestellt werden.

Man unterscheidet zwei verschiedene Asbestprodukte:

  • Schwach gebundener Asbest (Spritzasbest, Weichasbest)
    enthält einen Asbestanteil von 25-40 % und nur einen geringen Anteil an Bindemitteln. Daher sind die Asbestfasern nicht ausreichend fest gebunden. Bereits durch leichtes Anstoßen oder durch Erschütterung können Asbestfasern freigesetzt werden. Beispiele sind:
    - Spritzasbest als Brandschutzisolierung von Stahlträgern und Betondecken/ -wänden
    - Asbesthaltige Leichtbauplatten
    - Asbesthaltige Wärmedämmmaterialien aus Nachtspeicheröfen
    - Brandschutzklappen und Füllungen in Brandschutztüren
    - Asbesthaltige Bodenbeläge: „Cushion-Vinyl-Beläge“
  • Fest gebundener Asbest (Asbestzement)
    enthält einen vergleichsweise hohen Anteil an Bindemitteln bei einem Asbestanteil von 10-15 %. Die Asbestfasern sind relativ fest gebunden. Beispiele sind:
    - Welldachplatten („Eternitplatten“)
    - Asbesthaltige Fassadenplatten
    - Asbesthaltige Bodenbeläge: „Vinyl-Asbest-Fliesen“, „Floor-Flex-Platten“
    - Asbesthaltige Lüftungsrohre und Abgaskamine
    - Asbesthaltige Pflanzengefäße
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