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Die Menschenrechte im Stadtbild

Nürnberg hat seine Rolle in der NS-Zeit nicht geleugnet oder ignoriert, sondern sich intensiv und kontrovers damit auseinander gesetzt. Zahlreiche Initiativen der Stadt und aus der Bürgerschaft stellten sich der Frage nach den Ursachen der Verstrickung Nürnbergs in das nationalsozialistische Unrechtssystem und dem daraus resultierenden Auftrag für die Zukunft. So wurde 1985 mit der Ausstellung "Faszination und Gewalt" in der Zeppelintribüne ein erster Zugang zur Geschichte des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes und der Stadt in der NS-Zeit geschaffen. Zwischenzeitlich ist diese in der umfassenden Informationsstätte des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände aufgegangen.

1993 wurde die "Straße der Menschenrechte" in Nürnberg der Öffentlichkeit übergeben. Jede ihrer Säulen trägt die Kurzfassung eines der 30 Artikel der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" von 1948. Die von dem israelischen Künstler Dani Karavan geschaffene Installation erinnert an das dunkelste Kapitel deutscher und Nürnberger Geschichte, symbolisiert gleichzeitig aber auch den Sieg der Menschlichkeit über die Barbarei und macht Hoffnung auf eine Welt, in der alle Menschen in Würde, Frieden und Freiheit leben können.

Das 2010 eröffnete „Memorium Nürnberger Prozesse“ verweist auf Nürnberg als den Schauplatz eines Meilensteins des Völkerrechts: Am historischen Ort informiert eine Dauerausstellung über Vorgeschichte, Verlauf und Nachwirkung des internationalen Militärtribunals über führende Vertreter des NS-Regimes.

Die zentralen Rechtsprinzipien dieser Prozesse soll eine künftige Akademie Nürnberger Prinzipien unter den drei Gesichtspunkten Legitimität, Akzeptanz und Rechtmäßigkeit der strafrechtlichen Aufarbeitung völkerrechtlicher Verbrechen erforschen und weiterentwickeln.

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