Europatag der Schulstationen 2026
Jährlich am 5. Mai findet seit mittlerweile 27 Jahren der Europatag der Schulstationen statt.
Veranstaltet wird der Europatag vom Arbeitskreis Amateurfunk in der Schule e. V. (www.aatis.org), dem an Elektronik interessierte Lehrer und Diplomingenieure angehören.
Die Aktivitäten sollen dazu beitragen, dass interessierte, junge Leute Spaß an MINT-Aktivitäten wie dem Amateurfunk und der Elektrotechnik finden, indem sie von ihren Schulstationen aus unter Benutzung eines Ausbildungsrufzeichens am Funkbetrieb der Funkamateure teilnehmen.
Der Europatag bildete bei uns im Berufsbereich Energie- und Gebäudetechnik das Abschlussprojekt im Fach Kommunikationstechnik der 12. Klassen, bei dem die Grundlagen der HF-Ausbreitung, Frequenzbereiche, Antennenbauformen, digitaler und analoger Kommunikation wiederholt und praktisch erprobt werden konnten.
Ziel war es, möglichst viele Kontakte mit Stationen aus Europa, besonders Schulstationen oder Ausbildungsstationen zu erreichen. Die Verbindungen konnten in Fonie oder Digitalmodes, durchgeführt werden.
Als teilnehmende Stationen waren Schulstationen aus Deutschland, Österreich, Italien, Südtirol, Litauen, etc. gemeldet. Die Funkstation auf der Neumeyer Station in der Antarktis konnte diesmal aufgrund eines technischen Defekts nicht teilnehmen.
Unsere Schule konnte am Europatag erst ab 16:00 Uhr teilnehmen, da diesmal Unterrichtsinhalte mit hoher Priorität bei den beteiligten Schülern nicht ausfallen durften.
Am Ende des Contests standen ca. 2200 km überbrückte Funkentfernungen in der UKW-Klasse im Logbuch, die gewertet werden konnten.
Unter den Verbindungen waren eine Verbindung zur Martinus Realschule Mainz, zu Rico nach Salzgitter, zu Lisa nach Dresden, zu Nils nach Olzheim (Rheinland-Pfalz), zu Ralf nach Osnabrück, etc.
Zusätzlich hatten wir außerhalb der Europatagswertung noch zwei interessante Funkverbindungen zu Haci (TA5HAC) in das 2400 km entfernte Adana (Türkei). Haci hat eine Schwester in Nürnberg. Ebenso gelang uns eine Verbindung zu Nikhilesh (VU2EHB) einem Doktor der Medizin im Ruhestand, in das 6000 km entfernte Ahmedabad in Indien.
Herzlicher Dank ergeht an die zahlreichen Gegenstationen, die sich Zeit für uns genommen haben und natürlich an Hajo, DL9NEE und Werner, DL6NAF die uns auch heuer wieder ehrenamtlich unterstützt haben.
Wie geht es weiter und wer hat gewonnen? Die eingesandten Logfiles werden ausgewertet und danach erfolgt die Bekanntgabe der Ergebnisse.
Wir werden auf der Homepage weiter berichten…
Text: Stephan Vogl