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Die neue Trauerhalle auf dem Westfriedhof wurde fertiggestellt.

Die beschränkte Platzkapazität der am 25. Juli 1880 eingeweihten und nach den Zerstörungen des 2. Weltkrieges wieder aufgebauten derzeitigen Trauerhalle und die marode Bausubstanz waren der Anlass für die Friedhofsverwaltung Nürnberg, zusammen mit dem städt. Hochbauamt, im Sommer 2008 mit den Planungen für einen Neubau zu beginnen.

Die neue Halle wurde in einer Bauzeit von nur neun Monaten auf der Grünfläche gegenüber dem alten Gebäude errichtet und wird 200 Besuchern Platz bieten (bisher: 120 Sitzplätze). Eröffnet wurde sie am Dienstag, den 30.11.2010 von dem Baureferenten der Stadt, Wolfgang Baumann und dem für das Friedhofs- und Bestattungswesen zuständigen Finanzreferenten Harald Riedel. Die ökumenische Weihe gestaltetenn die Stadtdekane der Katholischen Stadtkirche Nürnberg und des Evang.- Luth. Dekanats Nürnberg, Hubertus Foerster und Micheal Bammessel. Die erste Trauerfeier fand am 01.Dezember 2010 statt.


Viel Licht in der Halle

Der Architekt Günther Dechant hat ein Gebäude konzipiert, das sich in seiner kubischen Form eher introvertiert in das leicht abfallende Gelände hineinlegt und somit sich in der Hierarchie der bestehenden Aussegnungshalle unterordnet; der Hallenboden nimmt mit einem Gefälle von 3% die Geländesituation auf und ermöglicht dadurch für alle Trauergäste einen Blick auf den zentral aufgestellten Sarg. Die Halle bietet durch ihre Ausgestaltung den Hinterbliebenen Raum für das Totengedenken in einer beruhigenden Umgebung.

Der Blick aus dem Inneren auf das Gelände entlang der Ostseite des Gebäudes und der Blick auf den Himmel durch ein Glasoberlicht auf der gegenüberliegenden Wandseite, sollen den Lebensweg der Verstorbenen verdeutlichen. Der hellen Ausgestaltung liegt der Gedanke zu Grunde, den Übergang in eine andere Welt mit viel Licht zu symbolisieren. Ein Glasband in der Decke über dem Platz, an dem der Sarg steht, rückt diesen zusätzlich in den Fokus der Trauergäste. Über einen Beamer besteht die Möglichkeit, die Trauerfeier mit religiöser Symbolik, Sinn- oder Bibelsprüchen oder Bildeinblendungen zu begleiten.

Die verwendeten Materialien sowie die Farbgestaltung im Gebäude strahlen Wärme aus. In der Glasfassade des Eingangsbereichs spiegelt sich die bereits sanierte Sandsteinfront des Altbaus; damit wird ein spannendes Nebeneinander von Alt und Neu erreicht. Der Fassadenputz ist als sog. „Besenstrichputz“ ausgebildet und unterstreicht die Leichtigkeit des Gebäudes.


Entspannte Situation

Durch die Raumgestaltung verbessert sich die Situation bei den Trauerfeiern, weil der Zugang zur Feier vom Vorplatz aus geschieht und der Trauerzug zum Grab sich mit dem Sarg aus der Halle durch den dem Eingang gegenüberliegenden Ausgang hinausbewegen wird.
Auf dem mit einer Wasserfläche gestalteten Hallenvorplatz, der zum Verweilen und zu Gesprächen einlädt, bildet der ca. 15 m hohe, vom Gebäude abgesetzte Glockenturm (bei dem die bisherigen Glocken des Altbaus Verwendung fanden)einen weiteren Blickfang.
Die Baukosten betrugen 1,7 Mio. EUR.

Eröffnungsfeier der neuen Trauerhalle

Neue Trauerhalle auf dem Westfriedhof; eröffnet am 30.11.2010

Eingang zur Neuen Trauerhalle

Eingangsbereich der neuen Trauerhalle auf dem Westfriedhof.

Alte Trauerhalle

Die Alte Trauerhalle im Spiegel der neuen.

Finanzreferent

Eröffnungsansprache des Finanzreferenten Harald Riedel.

Baureferent

Dipl.Ing. Wolfgang Baumann.

Günther Gebhardt

Der Leiter der Friedhofsverwaltung Nürnberg, Günther Gebhardt bei seiner Ansprache.

Architekt Dechant

Architekt Günther Dechant bei der Eröffnungsfeier.

Einweihungsfeier

Die Stadtdekane der Katholischen Stadtkirche Nürnberg und des Evang.- Luth. Dekanats Nürnberg, Hubertus Foerster und Micheal Bammessel, sowie Diakon Georg Lang von der Gemeinde der Seligen Xenia von St.-Petersburg.

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