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Kindertod - Wenn das Leben nicht zu(m) Leben kommt

Auf dem Leitfriedhof Nürnberg fand im Mai 2010 eine Ausstellung, die den Umgang mit dem Tod von Kindern thematisierte, statt. Die Präsentation „Kindertod – Wenn das Leben nicht zu(m) Leben kommt“.

Ein innovativer Ansatz zur Trauerhilfe für verwaiste Eltern, hervorgegangen aus einem Workshop des Gestaltungskreis Bayern mit der Gruppe 21 Baden-Württemberg. Eingebettet war das Konzept in die Gegebenheiten des Südfriedhofs, der als zeitgemäßer Begräbnisplatz auch respektierter Bereich der Ruhe, der Besinnung und Begegnung ist.

Der Grundgedanke der Präsentation richtete sich ganz auf den seelischen Zustand betroffener Eltern aus. Er basierte auf der Schaffung realer, visionärer und spiritueller Räume, die in ihrer auf das verstorbene Kind Bezug nehmenden Ausgestaltung Gelegenheit zur Trauerverarbeitung bieten sollte

Als Ort des Grabes war der begehbare Bestattungsraum durch ein Zeichen kenntlich gemacht. Der Meditationsraum zeichnete sich als Ort des Verweilens gleichsam als spiritueller Ort aus. Und schließlich ermöglichte der Ritualraum das Ablegen von Gedenkgaben und spielte damit eine wichtige Rolle in der Aufarbeitung des Verlustschmerzes.

Die Umsetzung dieses Konzeptes erfolgte unter Berücksichtigung der räumlichen Situation auf dem Nürnberger Leitfriedhof. Durch Gewebebahnen kenntlich gemachte Liniensysteme markierten die virtuellen Räume. Durch sensible Betonung schloßen sich die im Baumbestand vorgefundenen Vertikalen optisch mit den in der Natur vorgegebenen Horizontalen zu einem linearen System zusammen. Symbolische Zeichen verwiesen in Form und Gestalt auf das verstorbene Kind. Ablage- und Sitzgelegenheiten ermöglichten das Verweilen. Das Bestattungsfeld wurde somit für den sich mental öffnenden Besucher zum umfassenden Raumerlebnis.

Das Projekt wurde eigens für den Nürnberger Leitfriedhof konzipiert und ist durch seinen individuellen Zuschnitt in gleicher Form nicht auf andere Orte zu übertragen. Begleittexteund Betreuung zur Ausstellung erfolgten durch die Mitglieder der Gestaltungsgruppe. Als temporäre Ausstellung stand die Präsentation auf dem Leitfriedhof Nürnberg dem interessierten Besucher bis 12. Dezember 2010 offen.

Finanziert wurde die Ausstellung von dem Gestaltungskreis Bayern und der „Gruppe 21“ aus Baden Württemberg und dem Bundesverband Deutscher Steinmetze.

Mit der Präsentation unterschiedlichster Grabzeichen und Grabstätten in naturnaher Umgebung gilt der Leitfriedhof Nürnberg seit 1981 als beispielhaft für das Totengedenken im urbanen Umfeld. In Zusammenarbeit mit Fachleuten stellt das Kuratorium regelmäßig neue Konzepte vor, die dazu beitragen, die innerstädtische Friedhofskultur weiter zu entwickeln. Dem Besucher zeigte sich hier das ganze Spektrum anspruchsvoller Grabstättengestaltung.


Die Bildfolge nach Unten beinhaltet Momentaufnahmen aus der Eröffnungsfeier. In der weiteren Folge sind einige der ausgestellten Exponate im Einzelnen gezeigt.

Skulpturen zu Kindertod

im Gesamten, im Blick von Vorne.

Skulpturen zu Kindertod

im Gesamten, im Blick von Hinten.

Rede bei der Eröffung der Ausstellung

Günther Gebhardt -Leiter der Friedhofsverwaltung der Stadt Nürnberg- bei seiner Ansprache zur Ausstellungseröffnung.

Bei der Eröffnung

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Verschiedene Motive aus der Eröffnung der Ausstellung.

Die Exponate aus den Arbeiten des Workshop des Gestaltungskreis Bayern mit der Gruppe 21 Baden-Württemberg im Einzelnen.

eine Arbeit der Arbeitsgruppe Kindertod

Exponat 1

eine Arbeit der Arbeitsgruppe Kindertod

Exponat 2

eine Arbeit der Arbeitsgruppe Kindertod

Exponat 3

eine Arbeit der Arbeitsgruppe Kindertod

Exponat 4

eine Arbeit der Arbeitsgruppe Kindertod

Exponat 5

eine Arbeit der Arbeitsgruppe Kindertod

Exponat 6

eine Arbeit der Arbeitsgruppe Kindertod

Exponat 7

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