Welche verschiedenen Mücken gibt es bei uns?
Die „normalen“ Stechmücken sind lästig, aber vom gesundheitlichen Standpunkt aus harmlos. Problematischer ist die Asiatische Tigermücke („Aedes albopictus“), mit der die Nachbarstadt Fürth zu kämpfen hat. Im Jahr 2019 wurde das Vorkommen erstmals beschrieben. 2020 glaubte man, die Tigermücke nicht mehr ausrotten zu können, denn es gelang dieser, den Winter zu überstehen. In Städten wie auch in Fürth finden die Tigermücken insbesondere in Kleingartenanlagen und auf Friedhöfen optimale Lebensbedingungen. Seit 2021 versucht die Stadt Fürth mithilfe einer Spezialfirma, die geeignete Gifte ausbringt, die Tigermücke zu bekämpfen.
Im Jahr 2025 waren 10 Exemplare in Nürnberg-Katzwang sowie Neu-Katzwang detektiert worden und vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) spezielle Fallen aufgestellt worden, die ein strukturiertes Monitoring erlaubten.
Für Nürnberg gibt es bisher keinen Nachweis einer Tigermückenpopulation im ersten Halbjahr 2026.
Laut Mückenatlas des Leibnitz-Zentrums für Agrarlandforschung (ZALF) in Münchenberg und des Friedrich-Löfler-Instituts in Greifswald haben sich in Deutschland seit 2004 noch andere invasive Mückenarten ausgebreitet. Neben der Asiatischen Tigermücke sind dies die Asiatische Buschmücke („Aedes japonicus“), die koreanische Buschmücke („Aedes koreicus“), die Ringelmücke („Culiseta longiareolata“) und die Anopheles petragnani.

