Die Asiatische Tigermücke - nicht nur in der Nachbarstadt Fürth
Die Asiatische Tigermücke ('Aedes albopictus') hat sich in den vergangenen Jahren in einer Reihe von Bundesländern in Form von dauerhaften Populationen etabliert, wobei Baden-Württemberg das weiterhin am stärksten betroffene Bundesland ist. Auch Rheinland-Pfalz und das Rhein-Main-Gebiet in Hessen sind weitere Schwerpunktgebiete.
Bayern hat in den letzten Jahren deutlich nachgezogen und hat etablierte Populationen in Fürth, München, Würzburg sowie den Landkreisen Forchheim und Wunsiedel.
Im Jahr 2019 wurde in Fürth das punktuelle Vorkommen der Tigermücke erstmals beschrieben. Seit 2021 bekämpft die Stadt Fürth die Tigermücke mit Unterstützung einer Spezialfirma.
Im Rahmen eines durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) durchgeführten Monitorings sowie durch Einsendungen aus der Bevölkerung gab es 2025 in Nürnberg mehrere Nachweise der Asiatischen Tigermücke in Nürnberg-Katzwang sowie Neu-Katzwang. Zur Überprüfung wird in diesem Jahr ein Monitoring durchgeführt.
Laut Mückenatlas des Leibnitz-Zentrums für Agrarlandforschung (ZALF) in Münchenberg und des Friedrich-Löfler-Instituts in Greifswald haben sich in Deutschland seit 2004 noch andere invasive Mückenarten ausgebreitet. Neben der Asiatischen Tigermücke sind dies die Asiatische Buschmücke („Aedes japonicus“), die koreanische Buschmücke („Aedes koreicus“), die heimische Ringelmücke („Culiseta annulata“) und die Anopheles petragnani.
