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Prüfung

Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Das Bestehen des schriftlichen Teils ist Voraussetzung für die weitere Prüfungsteilnahme. Ansonsten wird die Prüfung abgebrochen und Ihnen die beantragte Erlaubnis versagt.

Die schriftliche Prüfung, zu der Sie spätestens zwei Wochen vor Termin geladen werden, umfasst 28 Fragen im Antwort-Wahl-Verfahren (multiple-choice). Als Bearbeitungszeit stehen Ihnen 55 Minuten zur Verfügung. Von den 28 gestellten Fragen müssen Sie 21 Fragen richtig beantworten, damit Sie die schriftliche Prüfung erfolgreich absolvieren.

Die mündliche Prüfung, die frühestens zwei Wochen danach stattfindet, dauert zwischen 20 und 30 Minuten. Die Prüfung wird unter Vorsitz eines Arztes oder einer Ärztin des Gesundheitsamtes durchgeführt. An ihr wirken in der Regel eine Ärztin mit der Berechtigung zur Führung der Zusatzbezeichnung „Psychotherapie“ und ein Diplom-Psychologe mit einer auf das Gebiet der heilkundlichen Psychotherapie eingeschränkten Heilpraktiker-Erlaubnis als Beisitzende gutachtlich mit. Direkt im Anschluss an die Prüfung erfahren Sie Ihr Gesamtergebnis. Im Falle des Nichtbestehens der Prüfung können Sie auf ausdrücklichen Wunsch auch die maßgeblichen Entscheidungsgründe erfahren.

Prüfungsinhalte

Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 21. Januar 1993 (Neue Juristische Wochenschrift 1993, S. 2395) wird sich die Überprüfung nicht auf "allgemeine heilkundliche Grundkenntnisse einschließlich der Kenntnisse im Bereich der Anatomie, Physiologie, Pathologie und Arzneimittelkunde" erstrecken.

Die Antragstellenden müssen vielmehr, "um nicht die Volksgesundheit zu gefährden, ausreichende Kenntnisse über die Abgrenzung heilkundlicher Tätigkeit, insbesondere im psychotherapeutischen Bereich, gegenüber der den Ärzten und den allgemein als Heilpraktiker tätigen Personen vorbehaltenen heilkundlichen Behandlungen" sowie "auch ausreichende diagnostische Fähigkeiten in Bezug auf das einschlägige Krankheitsbild" nachweisen "und die Befähigung haben, Patienten entsprechend der Diagnose psychotherapeutisch zu behandeln."

In der Überprüfung haben die Antragstellenden darzutun, ob sie insbesondere in der Lage sind, seelische Krankheiten und Leiden einschließlich Anzeichen, die auf eine Selbsttötungsgefahr hindeuten, als solche zu erkennen und von körperlichen Krankheiten und Psychosen, deren Primärbehandlung in die Hände entsprechend befugter Therapeuten gehört, zu unterscheiden sowie therapeutisch auf den Befund so zu reagieren, dass Patienten durch die konkrete Behandlung keinen gesundheitlichen Schaden erleiden. In diesem Zusammenhang sind auch Grundkenntnisse im öffentlichen Unterbringungsrecht sowie im Betreuungsrecht erforderlich.

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