Kompetenzorientiert Unterrichten I und II
Kompetenzorientiert unterrichten ist das gemeinsame übergeordnete Ziel aller Lehrkräfte.
In den Seminareinheiten geht es um die Vermittlung einer sinnvollen Methodik, angepasst an Thema, Fach und Klasse und eingebettet in klare Unterrichtsstrukturen, die die eigene Lehrerpersönlichkeit, die äußeren Rahmenbedingungen und den zur Verfügung stehenden zeitlichen Rahmen berücksichtigt. Ziel ist, die neu eingestellten Lehrkräfte dabei zu unterstützen, von Anfang an ihren Unterricht so zu organisieren, dass schüleraktives, kompetenzorientiertes Lernen im Mittelpunkt ihrer Unterrichtsplanungen steht. Eine erhöhte Schülerselbsttätigkeit ermöglicht eine stärkere Individualisierung und Differenzierung des Lernens, was besonders in Klassen mit heterogener Schülerschaft erforderlich ist.
Am ersten Tag werden zunächst einfache, schnell umsetzbare Methoden eingeübt, mit dem Ziel, sie möglichst häufig und im Wechsel in den eigenen Unterricht zu integrieren, wie z.B. verschiedene Formen der Partnerarbeit, Thesenrallye, Dissonanzmethode. Hier gewinnen die Kolleg/innen schnell an Sicherheit. Die bisherigen Teilnehmer/innen waren sehr dankbar für diese Tage, da die Methoden mit einem überschaubaren Vorbereitungsaufwand verbunden sind und bereits beim Einüben klar erkennbar wird, dass sie auch in großen leistungsheterogenen Klassen eingesetzt werden können und so die Schüler mit gut formulierten Arbeitsaufträgen selbstständig und erfolgreich arbeiten können. Die Umsetzung der vorgestellten und eingeübten Methoden wird von den Teilnehmer/innen verbindlich eingefordert und die Präsentation mit Reflexion der gemachten Erfahrungen bildet den Einstieg in den zweiten Tag, der einige Wochen später stattfindet.
Am zweiten Tag stehen komplexere Unterrichtsarrangements auf dem Programm, wie arbeitsteilige Gruppenarbeit, Stationenlernen und Lernzirkel. Das sind Methoden, die einen längeren zeitlichen Rahmen einnehmen und daher einer anderen Organisation bedürfen. Auch werden verschiedene Präsentationstechniken durchgespielt. Ein Tag, der beste Feedbackbewertungen brachte. Es lernen diejenigen Kolleg/innen viel, die über wenig Kenntnisse zum schüleraktiven Unterricht verfügen, weil in der Seminarschule der Frontalunterricht dominierte, und auch diejenigen, die bereits einen gewissen Erfahrungsschatz mitbringen, weil sie ihr Repertoire erweitern können. Alle IPSN-Moderator/innen, die im Bereich der Unterrichtsentwicklung eingesetzt werden, sind hervorragend ausgebildet und bilden sich weiterhin dazu fort (Dr. Klippert, Prof. Dr. Wahl, Prof. Leisen u.v.m.).