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BEST Module

I. Basismodule

Feedbackverfahren

In diesem Modul geht es um die Bedeutung und den Aufbau einer wirksamen Feedbackkultur im Klassenzimmer, die nach den Forschungsergebnissen von Hattie eine wesentliche Voraussetzung ist für einen gelingenden Lernprozess der Schülerinnen und Schüler. Feedbackprozesse sind hochbedeutsam für ein vertieftes, verständnisintensives Lernen (Fauser)und den Aufbau von Kompetenzen, wie sie in allen aktuellen Lehrplänen gefordert werden. Dabei geht es einerseits um eine gute Adaptivität zwischen Lern-Angebot und Nutzung durch die Schülerinnen und Schüler durch systematische Rückmeldungen an die Lehrkraft über einzelne Lernphasen. Ein systematisches Schülerfeedback ist ein wichtiger Bestandteil pädagogischer Qualitätsmanagementkonzepte wie NQS (Stadt Nürnberg) und QmbS (Bayern).
Andererseits ist auch das Lernprozessfeedback von der Lehrkraft an die Schülerinnen und Schüler laut Hattie eine der wirkungsmächtigsten Einflussgrößen auf den Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern, vor allem auch für eher schwächere Lerner/innen.

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Erfahrungsaustausch, Materialbörse

Dieser Tag ermöglicht den Austausch untereinander zu
- Tipps für die verschiedensten Unterrichtssituationen
- Tipps im Umgang mit schwierigen Klassen und Schüler/innen
- problematischen Situationen, für die Sie Lösungsmöglichkeiten suchen
- Dingen, die Ihnen in Zusammenhang mit Ihrer Lehrertätigkeit am Herzen liegen
- Erfahrungen, die Sie in Zusammenhang mit den bereits stattgefundenen Modulen sammeln konnten
Sie erhalten Unterstützung und Ideen durch die anderen Teilnehmer/innen und die Kursleiterin und anschließend Gelegenheit, im Austausch mit anderen Kursteilnehmern ein Konzept für die ersten Unterrichtstage bzw. –stunden im neuen Schuljahr zu erarbeiten.
In den bisherigen Kursen zeigte sich, dass die Materialbörse durch die hohe Kreativität der jungen Lehrkräfte für alle ein Fundus an guten Ideen ist. Die gut vorbereiteten Unterrichtseinheiten mit hervorragenden Dokumentationen wurden sehr gut präsentiert und meist digital an die Teilnehmenden weitergegeben.

Stress- und Zeitmanagement und „Schwierige Gespräche führen“

Die zwei Tage mit unserer bewährten Referentin Dr. Dagmar Rohnstock, die auch Fortbildungen für Führungskräfte hält, wurden von allen Teilnehmer/innen stets als überaus gewinnbringend beurteilt. Das erste Thema hilft in vielen Bereichen mit unumgänglichem Stresssituationen gut umzugehen, gutes Zeitmanagement ebenso. Mit Hilfe dieser sehr konkreten Maßnahmen und Vorschläge gelingt es den jungen Lehrkräften deutlich besser, den Kopf wieder für ihre vielseitige und überaus anstrengende Arbeit frei zu bekommen, gesund und belastbar zu bleiben.
Auf schwierige Gespräche mit Eltern, Schülern, Kollegen usw. sind die neu eingestellten Lehrkräfte nicht vorbereitet, daher ist diese Seminareinheit von großem Nutzen. Die großartige Referentin trägt auch durch ihre Persönlichkeit, ihre große persönliche Erfahrung mit diesen Themen zum Gelingen bei.

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II. Wahlmodule

Classroom-Management

Neue Studien zeigen, dass Classroom-Management ein Hauptmerkmal für guten Unterricht und den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler ist. Durch klare Regeln, feste Strukturen und Zeitvorgaben, anregende Unterrichtsmaterialien und schüleraktivierende Lernarrangements schafft es eine gute Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden, sorgt für ein gutes Klassenklima und hilft Unterrichtsstörungen zu reduzieren.
In diesem Modul erhalten Sie praktische Anregungen für eine effiziente, nervenschonende Klassenführung, damit Ihr Unterricht gelingt.

Klassenleitung

Aufgaben der Klassenleitung (organisatorisch, pädagogisch). Im Allgemeinen bringen die neu eingestellten Lehrkräfte kaum eigene Erfahrungen mit, während der Ausbildung wird diese Thematik nur am Rande berücksichtigt. Bewährte Unterrichtsstrukturen, die ein gutes Klassenklima fördern, runden das Seminar ab. Das angestrebte Arbeiten im Lehrerteam erfordert Transparenz, regelmäßige Absprachen und wird erfolgreicher durch gemeinsames Vorgehen, z.B. geeignete Maßnahmen zur Prävention von Unterrichtsstörungen; auch hilfreich für den klassischen „Einzelkämpfer-Typ“ unter den Lehrkräften. Dieses Seminar ist für das Unterrichten an Schulen in der Großstadt Nürnberg durch die Heterogenität der Schülerschaft, einschließlich der mitunter schwierigen familiären Situationen, sowie überbehütete als auch vernachlässigte Schüler und damit verbundene Verhaltensweisen, von großer Bedeutung.

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Kompetenzorientiert Unterrichten I und II

Kompetenzorientiert unterrichten ist das gemeinsame übergeordnete Ziel aller Lehrkräfte.
In den Seminareinheiten geht es um die Vermittlung einer sinnvollen Methodik, angepasst an Thema, Fach und Klasse und eingebettet in klare Unterrichtsstrukturen, die die eigene Lehrerpersönlichkeit, die äußeren Rahmenbedingungen und den zur Verfügung stehenden zeitlichen Rahmen berücksichtigt. Ziel ist, die neu eingestellten Lehrkräfte dabei zu unterstützen, von Anfang an ihren Unterricht so zu organisieren, dass schüleraktives, kompetenzorientiertes Lernen im Mittelpunkt ihrer Unterrichtsplanungen steht. Eine erhöhte Schülerselbsttätigkeit ermöglicht eine stärkere Individualisierung und Differenzierung des Lernens, was besonders in Klassen mit heterogener Schülerschaft erforderlich ist.
Am ersten Tag werden zunächst einfache, schnell umsetzbare Methoden eingeübt, mit dem Ziel, sie möglichst häufig und im Wechsel in den eigenen Unterricht zu integrieren, wie z.B. verschiedene Formen der Partnerarbeit, Thesenrallye, Dissonanzmethode. Hier gewinnen die Kolleg/innen schnell an Sicherheit. Die bisherigen Teilnehmer/innen waren sehr dankbar für diese Tage, da die Methoden mit einem überschaubaren Vorbereitungsaufwand verbunden sind und bereits beim Einüben klar erkennbar wird, dass sie auch in großen leistungsheterogenen Klassen eingesetzt werden können und so die Schüler mit gut formulierten Arbeitsaufträgen selbstständig und erfolgreich arbeiten können. Die Umsetzung der vorgestellten und eingeübten Methoden wird von den Teilnehmer/innen verbindlich eingefordert und die Präsentation mit Reflexion der gemachten Erfahrungen bildet den Einstieg in den zweiten Tag, der einige Wochen später stattfindet.
Am zweiten Tag stehen komplexere Unterrichtsarrangements auf dem Programm, wie arbeitsteilige Gruppenarbeit, Stationenlernen und Lernzirkel. Das sind Methoden, die einen längeren zeitlichen Rahmen einnehmen und daher einer anderen Organisation bedürfen. Auch werden verschiedene Präsentationstechniken durchgespielt. Ein Tag, der beste Feedbackbewertungen brachte. Es lernen diejenigen Kolleg/innen viel, die über wenig Kenntnisse zum schüleraktiven Unterricht verfügen, weil in der Seminarschule der Frontalunterricht dominierte, und auch diejenigen, die bereits einen gewissen Erfahrungsschatz mitbringen, weil sie ihr Repertoire erweitern können. Alle IPSN-Moderator/innen, die im Bereich der Unterrichtsentwicklung eingesetzt werden, sind hervorragend ausgebildet und bilden sich weiterhin dazu fort (Dr. Klippert, Prof. Dr. Wahl, Prof. Leisen u.v.m.).

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Einstieg in die Krisenintervention

Gravierenden Krisen in Schulen begegnen - Einführung in die Krisenintervention in Schulen Gravierende Krisen (Bedrohung, Tod, schwere Unfälle, Suizid, Katastrophen, Missbrauch ...) machen vor der Schultür nicht Halt. Oftmals gerät dann das ganze System Schule ins Chaos. Weil das für die Betroffenen und alle Beteiligten wenig hilfreich ist, sollten alle Lehrkräfte die Grundlagen der Krisenintervention kennen. Themen sind u.a.:
Psychologische Grundlagen der Krisenintervention (Krisenmanagement, Psychische erste Hilfe, Informationen zu Folgen von Traumatisierungen wie zum Umgang mit Trauer) Was kommt im Falle einer Krise auf die Schule zu? Wie kann die Schule auf die Herausforderungen sinnvoll reagieren? Welche Strukturen für die Krisenintervention gibt es an der jeweiligen Schule?
Welche Unterstützer/innen stehen zur Verfügung?
Wie führe ich ein Krisengespräch mit einem einzelnen Schüler / der Schülerin bzw. mit einer Klasse?

Kommunikationstraining im Klassenzimmer

In vielen Klassen fehlen den Schüler/innen die nötigen kommunikativen Kompetenzen, als dass sie erfolgreich in schüleraktiven, eigenverantwortlichen Unterrichtsarrangements Arbeiten und Lernen könnten. Aktives Zuhören, sich wertschätzend mitteilen und andere Kompetenzen müssen im Unterricht bewusst angebahnt und in kleinen Schritten eingeübt werden, um mit kooperativen Unterrichtsformen kompetenzorientiert unterrichten zu können.

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Interkulturelle Kommunikation

Die kulturelle Heterogenität der Schülerschaft in Nürnberg ist ein Potenzial, dass nur mit bestimmten Kenntnissen genutzt werden kann. Durch hinderliche Einstellungen und nicht ausgebildete interkulturelle Kompetenzen der Lehrkräfte kann jedoch diese Heterogenität zu einem Problem werden. Dieses Modul schafft eine Grundsensibilisierung der Teilnehmenden im Hinblick auf die Kommunikation im interkulturellen Kontext, schafft Raum für die gemeinsame Lösungssuche bei häufig auftretenden Missverständnissen. Neben den Grundinformationen zu Migration und Integration, bietet das Modul Übungen zur Entwicklung von interkulturellen Kompetenzen bei Schülerinnen und Schülern mit und ohne Migrationshintergrund. Außerdem greift das Modul auch Themen wie Menschenrechte, Rassismus und Diskriminierung in der Schule auf.

Teamentwicklung im Klassenzimmer

Moderner, erfolgreicher Unterricht, der das aktive Lernen der Schüler/innen in den Mittelpunkt stellt, erfordert ständig, dass sie sich austauschen, diskutieren, eigene Standpunkte vertreten, gemeinsam zu Ergebnissen kommen und bereit sind, die Verantwortung für den eigenen Lernfortschritt zu übernehmen und andere beim Lernen zu unterstützen. Die notwendigen sozialen Kompetenzen, die ein Arbeiten in Gruppen erfordert und auch die Schritte, die notwendig sind, aus einer Gruppe ein Team zu machen, müssen heute in vielen Fällen erst antrainiert werden.

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