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Zero Waste Nürnberg

Mach mit - sei ein Beuteltier

Der ein oder andere verwendet ihn: den guten alten Einkaufsbeutel. Doch was packen wir in ihn hinein?

Obst, Gemüse, Backwaren oder aber auch Käse und Wurst werden heute fast immer in eine Plastik- oder Papiertüte eingepackt. Die Lebensdauer dieser Tüten beträgt oft nur wenige Minuten, denn Zuhause angekommen, befreien wir unsere erstandene Ware und werfen die Tüten in den Abfall. Doch auch sie wurden mit viel Aufwand hergestellt und wertvolle Ressourcen landen in der Tonne.

Während Plastiktüten von vielen inzwischen als problematisch wahrgenommen werden, genießt Papier ein eher gutes Image. Beim Bäcker werden Brot, Brötchen und Gebäck meist in Papiertüten verkauft. Manches Obst und Gemüse kommt ebenso in Papier verpackt daher. Doch auch die Papiertüte verbraucht wertvolle Ressourcen. Für die Herstellung wird pro Tonne so viel Energie wie für die Stahlproduktion benötigt!

Hinzu kommt die hohe Belastung von Luft und Wasser durch Stickoxide, Schwefeldioxide
und andere Chemikalien, mit denen die Zellstofffasern behandelt werden müssen. Die Ökobilanz der Papiertüten hängt auch stark vom verwendeten Rohstoff (Altpapier, Recyclingkunststoff) und der Art der Entsorgung ab. Dabei müsste es gar nicht sein, bei jedem Einkauf neue Tüten zu verbrauchen.

Schade, finden wir! Und weil Einwegtüten einfach unnötig sind, möchten wir sie durch Mehrwegbeutel ersetzen!

Müll vermeiden als Gewohnheit

Wie schaffen wir es Müll zu vermeiden? Oft ist es leichter als gedacht: Müll muss gar nicht erst entstehen!

Zum Beispiel durch das Verwenden von Stoffbeuteln beim Einkaufen. Obst und Gemüse können wir in Stoffbeutel oder -netze packen. Backwaren können ebenso wie Wurst- und Käse über die Theke gereicht werden und landen so auch im Beutel bzw. der Dose.

Jetzt muss es nur noch zur Gewohnheit werden ein paar Stoffbeutel und eine Dose in die Einkaufstasche zu stecken - und für den Spontaneinkauf in die Handtasche oder den Rucksack.

Wer will, schreibt sich eine Erinnerungsnotiz ins Handy oder hängt einen Zettel an Kühlschrank oder Haustür. Nach ein paar Mal müllfrei(er)em Einkaufen funktioniert der Griff zu Tasche und Beuteln ganz automatisch. Genauso wie bei Geldbörse und Schlüssel.

Geld, Zeit und Müll sparen

Doch die Stoffbeutel können noch mehr als ein gutes Gewissen der Umwelt zuliebe!

Lebensmittel, die in den Beuteln aufbewahrt werden, halten länger frisch als in Plastik- und Papiertüten. Und Zeit wird auch gespart: Kein Auspacken, kein Umfüllen, kein Müll wegbringen.

Dabei spart nicht nur der Verbraucher: Denn die Verkäufer wissen, wie teuer die Unmengen an Plastik- und Papiertüten sind, die täglich über die Ladentheken gehen.

Beuteltier

Die Pilotaktion, bei der wir Stoffbeutel für Backwaren verteilen und dabei das Mehrweg-Eintüten erklären, ist in der Europäischen Woche der Abfallvermeidung vom 18.-26. November 2017 gestartet.

Unter den folgenden Links gibt es weitere Infos über die Beuteltier-Aktionen #SeieinBeuteltier und zu #ZeroWasteNUE. Gemeinsam bereiten wir den Weg für ein müllfreies Franken.

Die Alternative für Kaffee-unterwegs-Genießer

Auch wenn Kaffee kein typischen to-go-Produkt ist, nimmt die Anzahl der Kaffee-Angebote zum Mitnehmen zu. Unglaubliche 6.560.000.000 Pappbecher verbrauchen wir in Deutschland jährlich auf diese Weise. Auch hier gibt es Alternativen. Unser wiederverwendbarer Aktionsbecher für Kaffeeunterwegsgenießer soll daran erinnern, wie einfach das geht. Auch hier bracht es nur ein wenig Achtsamkeit, ehe wir das Haus verlassen.

Damit unsere Welt sauberer wird, müssen wir bei uns selbst anfangen!
Deshalb: Sei ein Beuteltier - spar dir die Tüte und den Becher!

Bluepingu e.V.

c/o Caritas-Pirckheimer-Haus

Königstraße 64

5. Stock

90402 Nürnberg


Michael Steffen

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