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Einschränkungen bei Trauerfeiern und Beisetzungen (Stand: 14.12.2020)

Allgemeine Ausgangssperre in Bayern

Im Zentrum der Zehnten Bayer. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 08.12.2020 (10. BayIfSMV) steht für die Zeit vom 09.12.2020 bis 05.01.2021 eine Ausgangsbeschränkung im Sinne des Infektionsschutzgesetzes: Das Verlassen der eigenen Wohnung ist in Bayern tagsüber nur noch aus triftigem Grund erlaubt. Nach den Entscheidungen vom Wochenende über einen sog. harten Lockdown ist im Laufe der Woche allerdings die Elfte Bayer. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zu erwarten, so dass sich auch die Beschränkungen für Trauerfeiern und Beisetzungen von Tag zu Tag ändern können.

Begrenzung der Teilnehmerzahl auf den engsten Familienkreis (innen und außen)

Ein triftiger Grund zum Verlassen der Wohnung ist nach der 10. BayIfSMV derzeit die Begleitung Sterbender sowie die Teilnahme an Beerdigungen im engsten Familienkreis.

Die amtliche Definition des Bayer. Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege versteht darunter folgende Angehörige der oder des Verstorbenen: Ehegatte, Lebenspartner und oder Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, außerdem Geschwister, Geschwisterkinder und deren jeweilige Haushaltsangehörige. Hieraus ergibt sich die zahlenmäßige Beschränkung der zugelassenen Personen. Bestehen außergewöhnliche Familienverhältnisse, kann die Friedhofsverwaltung aus sozialen Gründen auch andere Familienmitglieder in vergleichbarer Stellung an Stelle der Genannten zulassen. Das Ministerium geht davon aus, dass der engste Familienkreis im Regelfall nicht mehr als 25 Angehörige umfassen dürfte.

Die einzelnen Teilnehmer sind vom Bestatter spätestens einen Werktag vor dem Termin durch eine Liste mit Name, Vorname und der familiären Stellung zur oder zum Verstorbenen bei der Friedhofsverwaltung anzumelden.

Ergeben sich für die Bestatter Hinweise, dass nicht zugelassene Teilnehmer zu erwarten sind, ist dies der Friedhofsverwaltung zu melden. Die Friedhofsverwaltung wird dann zusätzliche Sicherheitskräfte einsetzen. Finden sich zu einer Beerdigung mehr als die angemeldeten bzw. zugelassenen Personen ein, sind die Mitarbeitenden der Friedhofsverwaltung angewiesen, die Veranstaltung nicht beginnen zu lassen, bis nicht mehr als der zugelassene Personenkreis anwesend ist, oder diese widrigenfalls abzubrechen. In diesem Fall setzt die Friedhofsverwaltung einen neuen Termin von Amts wegen fest.

Allgemeine Anordnungen für den Infektionsschutz

Eigentlich zugelassene Angehörige, die an unspezifischen Allgemeinsymptomen und an Erkrankungen in den oberen und unteren Atemwegen, insbesondere Atemnot, leiden, oder die in den letzten vierzehn Tagen Kontakt mit einer an COVID-19 erkrankten Person hatten, ist die Teilnahme an Beerdigungen verboten.

Die Mitarbeitenden der Friedhofsverwaltung sind verpflichtet, während der Beerdigungen eine Mund- und Nasen-Bedeckung zu tragen. Dies gilt auch für das Personal der Bestatter. Anweisungen des städtischen Personals und den im Auftrag der Friedhofsverwaltung handelnden privaten Sicherheitskräften ist unbedingt Folge zu leisten.

Anordnungen für Trauerfeiern in Trauerhallen

Die zugelassenen Angehörigen haben in den Wartebereichen vor der Trauerhalle, beim Betreten, dem Aufenthalt und Verlassen der Halle eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Vor Eintritt in die Trauerhalle sind die Hände an den dort bereitgehaltenen Spendern zu desinfizieren. Gemeinsamer Gesang während der Trauerfeier ist nicht zugelassen. Mikrofone werden mit Plastikfolie umhüllt und sind nur von einer Person zu benutzen. Vor jeder Trauerfeier wird die Schutzhülle gewechselt.

In die Trauerhallen stehen den zugelassenen Angehörigen so viele Sitzplätze zur Verfügung, wie sich bei Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 m zwischen den einzelnen Sitzplätzen ergeben. Die Türen und Fenster der Gebäude sollen zur notwendigen Belüftung während der Feier geöffnet bleiben. Sind nicht alle Plätze besetzt, können sie geschlossen werden. Dafür ist zwischen den Terminen kräftig zu lüften. Diese Regelung ist mit dem Gesundheitsamt abgestimmt. Über die Öffnung und Schließung entscheidet das städtische Personal anhand der Teilnehmerzahl. Die verfügbaren Sitzplätze sind bestuhlt bzw. markiert.

Die Zahl der Sitzplätze für die zugelassenen Angehörigen in den Trauerhallen sind durch den nötigen Abstand von 1,5 m wie folgt begrenzt:

SitzplätzeFriedhofSitzplätzeFriedhof
34Boxdorf8Mögeldorf
35Fischbach9St. Peter
4Großgründlach23Reichelsdorf
4Großreuth6St. Rochus
4Höfen14St. Rochus-Kapelle
33St. Johannis35Südfriedhof
12Kornburg34Westfriedhof
12Kraftshof6Wöhrd
18Leonhard24Worzeldorf

Alle Abstands- und Platzmarkierungen sind zu beachten. In den Hallen sind keine Stehplätze zugelassen. Angehörige, die vor allem in den kleineren Hallen keinen Sitzplatz mehr finden, dürfen Stehplätze im Freien vor den Hallen belegen, wenn die Teilnehmer dabei einen Mindestabstand von 1,5 m untereinander einhalten. Die Trauerhallen am Krematorium sind wegen dringender Bauarbeiten bis auf Weiteres noch gesperrt. Für Trauerfeiern in Kirchen gelten die Festlegungen der Kirchenträger.

Anordnungen für den Ablauf einer Erdbestattung

Auf dem Weg von der Trauerhalle zum Grab, am Grab und für die Dauer der gesamten Beisetzung ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Die Angehörigen haben, soweit sie nicht demselben Hausstand angehören, einen Mindestabstand von 1,5 m zueinander einzuhalten.

Nach dem Ablassen des Sarges im Grab steht am vorläufig abgedeckten Grab angemessene Zeit für die Aussegnung und den Abschied zur Verfügung. Blumengebinde zum Abschied können auf der Abdeckung niedergelegt werden, sie werden dem Grab später beigegeben, wenn es geschlossen wird. Der Blumenwurf zum Abschied ist gestattet. Schaufeln für den Erdwurf und Weihwassergaben sind ausschließlich Geistlichen vorbehalten. Die Schaufeln werden vor jeder Beisetzung ausgetauscht und desinfiziert. Bei Erdbestattungen, für die eine Trauerfeier bereits außerhalb des Friedhofs, z. B. in einer Kirche oder privaten Trauerhalle, stattgefunden hat, sind zu Beginn des Trauerzuges nur eine kurze Begrüßung, ein Gebet und ein Votum des Pfarrers oder Trauerredners möglich. Es wird gebeten, auf nachfolgende Bestattungen Rücksicht zu nehmen.

Anordnungen und Hinweise für Urnenbeisetzungen (ohne Trauerfeier)

Die o. g. Anordnungen für den Weg zum Grab, am Grab und die Beisetzung gelten auch für Urnenbeisetzungen, die nicht mit einer Trauerfeier in einer Halle verbunden sind.

Sollen Trauerfeier und Urnenbeisetzung gemeinsam stattfinden, bietet die Friedhofsverwaltung dafür kombinierte Urnentrauerfeiern zu eigenen Terminen an. Wie bei einer Erdbestattung findet die Urnentrauerfeier in einer Halle statt, nach der Feier wird die Urne auf dem Friedhof beigesetzt. Es gelten die o. g. Regeln für Trauerhallen.

Ansonsten ist nach einer Feuerbestattung die Übergabe der Urne in die Erde der schlichte Beisetzungsakt, dem bereits eine Aussegnungs- oder Trauerfeier in einer Halle oder Kirche vorausgegangen sein soll. Die von der Friedhofsverwaltung angebotene Urnenbeisetzung bietet jedenfalls nicht den zeitlichen Rahmen wie eine Trauerfeier und kann diese nicht ersetzen. Dies gilt auch, wenn nochmals ein Pfarrer oder Trauerredner teilnimmt. Je nach der Entfernung zum Grab ist für den Weg zum Grab und die Beisetzung der Urne eine Dauer von zwanzig bis dreißig Minuten eingeplant. Es wird deshalb um Verständnis gebeten, dass nach dem Ablassen oder Einstellen der Urne nur Zeit für einen kurzen Abschied oder ein Gebet am offenen Grab vorgesehen ist, dann ist das Grab zu schließen. Erst anschließend steht ohne Personal noch Zeit für ausführlichere Ansprachen oder Nachrufe zur Verfügung.

Abschiednahmen für nicht infektiöse Verstorbene

Bei einer Abschiednahme am geschlossenen Sarg oder an einer Urne sowie bei Aufbahrungen am offenen Sarg sind ebenfalls nur Angehörige des engsten Familienkreises zugelassen. Die einzelnen Teilnehmer sind vom Bestatter spätestens einen Werktag vor dem Termin durch eine Liste mit Name, Vorname und der familiären Stellung zur oder zum Verstorbenen bei der Friedhofsverwaltung anzumelden.

Gleichzeitig können sich höchstens drei Angehörige im Gebäude aufhalten. Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist während der Dauer des gesamten Aufenthalts sowie beim Warten vor dem Gebäude zu tragen. Ein Abstand von 1,5 m ist einzuhalten, soweit die Anwesenden nicht demselben Hausstand angehören.

Bis zu einer Gesamtdauer von dreißig Minuten werden die angemeldeten Angehörigen abwechselnd bzw. nacheinander in das Gebäude eingelassen.

Für an oder mit COVID Verstorbene ist eine Abschiednahme nicht zugelassen.

Grabvergaben und Parteiverkehr in den Dienstleistungsbüros Süd und West

Die Dienstleistungsbüros des Süd- und Westfriedhofs sind für Grabvergaben und die Klärung anderer Grabangelegenheiten nur noch für Angelegenheiten geöffnet, die zwingend eine persönliche Vorsprache erfordern z. B. die Auswahl und Vergabe von neuen Gräbern. Telefonische Anmeldung und Terminvereinbarung sind erforderlich. Ein Betreten der Dienstleistungsbüros oder eine Grabzuweisung (Auswahl) kann nur mit Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung stattfinden.

Termine für den Grabverkauf für den Bereich Südfriedhof erhalten Sie unter (0911) 231-2406, Termine für den Bereich Westfriedhof unter (0911) 231-2405.

Termine für alle anderen Grabangelegenheiten können unter (0911) 231-3179 oder (0911) 231-7582 vereinbart werden.

Wir danken für Ihr Verständnis

Alle einschränkenden Maßnahmen sind unangenehm, aber leider aufgrund aktuellen Entwicklung zum Schutz von Familienangehörigen und Mitarbeitenden vor Infektionsrisiken unumgänglich.

Wir bitten Sie, aktiv am Schutz für sich selbst und andere mitzuwirken.

Vielen Dank.

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