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Wissenswertes zum Projekt

Kurzdarstellung des Projekts "Gesundheit für ALLE"

Der Name "Gesundheit für alle im Stadtteil" ist Programm: Gesundheitsförderung und Prävention sollen dort angesiedelt sein, wo die Menschen spielen, lernen und wohnen, also in ihrer unmittelbaren Lebenswelt, in ihrem Stadtteil.
Das Projekt ist am Gesundheitsamt der Stadt Nürnberg angesiedelt und wird durch die AOK Bayern gefördert.
Insgesamt sechs Gesundheitskoordinator*Innen sind vor Ort eingesetzt, um die individuellen Bedarfe zu ermitteln und nachhaltige Strategien und Angebote zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation zu entwickeln.


Projektziel

Ziel des Projekts ist es, die gesundheitliche Lebensqualität in vier Projektgebieten (Langwasser, Gostenhof/Bärenschanze/Muggenhof & Eberhardshof, Röthenbach und St. Leonhard/Schweinau) zu verbessern und zu stärken und insbesondere sozial benachteiligte Zielgruppen, die mit bisherigen Angeboten kaum erreicht wurden, mit kommunalen Gesundheitsförderungsmaßnahmen direkt im Stadtteil zu erreichen.


Projektförderung

Im Rahmen des § 20a SGB V wird dieses Projekt durch die AOK Bayern für eine Laufzeit von 4 Jahren (01.05.2017 - 30.04.2021) gefördert;
aufgrund der Pandemiesituation wurde die Laufzeit jedoch bis 30.06.2022 verlängert.

Projektstruktur

Der Name „Gesundheit für alle im Stadtteil“ ist Programm: Gesundheitsförderung und Prävention sollen dort angesiedelt sein, wo die Menschen spielen, lernen und wohnen, also in ihrer unmittelbaren Lebenswelt. In Zusammenarbeit mit Einrichtungen, Initiativen und Vereinen werden im Projekt nachhaltige Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention initiiert, intensiviert und abgesichert. Damit wird das Ziel verfolgt, Kooperationen zu stärken und Aktivitäten so zu gestalten, dass sie in besonderer Weise zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation von Menschen in sozial schwierigen Lebenslagen beitragen.
Die konkreten Maßnahmen zielen vorrangig auf die Förderung der individuellen Gesundheit in den Bereichen Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung und Entspannung sowie Suchtprävention (Verhaltensprävention). Gleichzeitig geht es auch um die Veränderung der Lebensverhältnisse vor Ort, zum Beispiel durch die Erschließung oder (Um-) Nutzung öffentlicher Grünflächen oder die Entwicklung von Mobilitätskonzepten (Verhältnisprävention).

Bedarfserhebung

Neben einer kleinräumigen Datenanalyse der sozialstrukturellen Gegebenheiten vor Ort, ist ein wichtiger Baustein des Projekts die konkrete Bedarfserhebung vor Ort. Der Bedarf in den jeweiligen Stadtteilen wird u.a. durch Experteninterviews erhoben. Diese Experteninterviews dienen dazu, gesundheitsbezogene Bedarfe sowie Ressourcen und vorhandene Strukturen zu erheben.

Im Sinne eines „partizipativen Ansatzes“ sollen möglichst viele Bürger-/innen der verschiedenen Altersgruppen im jeweiligen Stadtteil möglichst frühzeitig miteingebunden werden. Dabei sollen sie sich bei der Erhebung und Planung des Bedarfs einbringen können. Somit können Kompetenzen im Sinne des „Empowerment“-Ansatzes gestärkt und Beteiligungsmöglichkeiten gefördert werden.

Weiteres Vorgehen

Die Ergebnisse der Bedarfserhebung wurden in die Stadtteilgremien rückgekoppelt und flossen in die gemeinsame Maßnahmeplanung ein. Auf dieser Basis werden in den vier Stadtteilen fortlaufend konkrete Angebote entwickelt und umgesetzt.
Zentrale Handlungsfelder im Bereich der Verhaltensprävention waren dabei Ernährung, Bewegung und Entspannung/Stressbewältigung. In diesen Feldern wurden verschiedene Angebote in Kooperation mit Einrichtungen und Vereinen vor Ort umgesetzt. Teilweise können diese Angebote auch über die Projektlaufzeit durch andere Möglichkeiten der Finanzierung, aber auch durch den Einsatz von Ehrenamtlichen weitergeführt werden.


Evaluation

Alle Angebote wurden anhand von Dokumentationsbögen und Feedbackbögen erfasst. Im Zeitraum von Juli 2020 bis Oktober 2021 wurde das Projekt durch die evangelische Hochschule unter der Leitung von Prof. Dr. John multiperspektivisch evaluiert. Das Evaluationsteam führte eine quantitative Sekundärdatenanalyse sowie eine Onlinebefragung unter den AkteurInnen und KursleiterInnen durch und erfasste außerdem Ergebnisse aus dem Projekt anhand von qualitativen Fokusgruppen mit den AkteurInnen in den Stadtteilen.

Zur Evaluation weiterlesen

Die Evaluation bewertet die Erfolge des Projektes positiv und kommt zu dem Schluss, dass langfristig AkteurInnen sensibilisiert wurden und Angebotskonzepte nachhaltig verankert werden konnten. Zielgruppen, von denen aufgrund der städtischen Statistik ausgegangen wird, dass sie besonders von gesundheitlicher Ungleichheit betroffen sind, konnten teils gut erreicht werden. So zeigen die Ergebnisse, dass vor allem Menschen mit Migrationshintergrund und Senior*innen gut durch die Angebote erreicht werden konnten. Die gleichzeitig sehr hohe Zufriedenheit mit den Angeboten und die gute Bewertung der Umsetzbarkeit des Wissens im Alltag zeigen die Chancen einer lebensweltbezogenen Gesundheitsförderung in Bezug auf benachteiligte Zielgruppen auf.


Bild: Unterlagen

Publikationen zum Projekt

Hier finden Sie Publikationen zum Thema "Gesundheit für alle im Stadtteil":


Das Projekt in der Presse

Veröffentlichte Artikel über das Projekt:


Lernwerkstatt Nürnberg

Im Juni 2020 veranstaltete die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit in Kooperation mit dem Projekt „Gesundheit für alle im Stadtteil“ der Stadt Nürnberg eine Lernwerkstatt Good-Practice. Zwei von zwölf Kriterien standen im Fokus: „Multiplikatorenkonzept“ und „Nachhaltigkeit“. Diese waren für Teilnehmer aus dem Berufsfeld der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung von besonderer Bedeutung.

Impressionen vergangener Projektangebote


Gesundheitskoordination im Gesundheitsamt

Gleißbühlstraße 2

90402 Nürnberg


Dr. Katharina Seebaß

Projektleitung


Telefon 0911/231-10304

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Johanna Maintz

Organisation und Verwaltung


Telefon 09 11 / 2 31-17117

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