Kinder strecken ihre Arme in die Luft

Jugendamt der Stadt Nürnberg

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Frühe Hilfen für (werdende) Eltern in Nürnberg

Hinweise und Mitteilungen zum Kinderschutz

Hotline Button Schutz für Kinder und Jugendliche © Stadt Nürnberg

Telefon-Hotline: 0911 /2 31 33 33

Bei Anzeichen von Verwahrlosung und körperlicher, seelischer oder sexualisierter Gewalt gegen Kinder oder Jugendliche oder wenn Sie sich Sorgen um ein Kind, bzw. einen Jugendlichen machen, so wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an die Telefon-Hotline Frühe Hilfen und Kinderschutz (rund um die Uhr erreichbar). Sie können dabei auch anonym bleiben. Bitte nehmen Sie unbedingt telefonisch Kontakt zu uns auf, damit wir zeitnah helfen können. Bitte sehen Sie unbedingt von einer schriftlichen Mitteilung ab.

Frühe Hilfen

Frühen Hilfen sind lokale Unterstützungsangebote für (werdende) Eltern und Familien mit Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren. Sie bieten frühzeitig, präventiv und niedrigschwellig psychosoziale und gesundheitsbezogene Beratung und Begleitung.

Frühe Hilfen zielen darauf ab, Belastungen und Unsicherheiten rund um die Geburt und erste Lebensjahre frühzeitig zu erkennen und (werdende) Eltern in ihrer elterlichen Beziehungs-, Erziehungs- und Versorgungskompetenz zu unterstützen. Ziel ist das gesunde und gefährdungsfreie Aufwachsen von Kindern von Anfang an - unabhängig von Nationalität, Bildungsstand oder Einkommen.

Die vorgehaltenen Angebote stammen aus verschiedenen Leistungssystemen, insbesondere aus der Kinder- und Jugendhilfe, dem Gesundheitswesen, der Frühförderung, der Eingliederungshilfe, der Schwangerschaftsberatung u.a., sind also multiprofessionell angelegt. Ein koordiniertes Zusammenwirken gewährleistet die Passgenauigkeit der Hilfe.

Frühe Hilfen richten sich an alle, insbesondere aber belastete Familien. Sie bieten bei Bedarf Entlastung durch praktische Unterstützung, Information und Beratung sowie längerfristige aufsuchende Begleitung. Die Hilfen umfassen zum Beispiel den Einsatz von Familienhebammen, Familienkinderkrankenschwestern und Familienpflegerinnen sowie den Einsatz von Ehrenamtlichen. Frühe Hilfen werden ressourcenorientiert und mit Zustimmung der Eltern zum Einsatz gebracht und sind in der Regel kostenfrei.

Gefördert werden die Frühen Hilfen auf gesetzlicher Grundlage über die Bundesstiftung Frühe Hilfen (BSFH). Die finanziellen Mittel werden über den Bund an das Land Bayern und von dort über einen geburtenorientierten Verteilschlüssel an die Kommunen weitergegeben. Das örtlich zuständige Jugendamt ist beauftragt, die Mittel auf Grundlage der geltenden Förderrichtlinie zur Umsetzung des Fonds Frühe Hilfen an die einzelnen Leistungserbringer im örtlichen Netzwerk weiterzugeben. Über kommunale Haushaltsmittel der Stadt Nürnberg werden zusätzliche Finanzmittel für Frühe Hilfen bereitgestellt.

Gesetzlich verankert sind Frühe Hilfen im § 16 SGB VIII und § 1 ff. KKG.

Koordinierende Kinderschutzstelle

Die Koordinierende Kinderschutzstelle (KoKi) ist die Fachstelle des Jugendamtes zu präventiven Hilfen ab der Schwangerschaft. Sie berät Schwangere und Eltern aus Nürnberg telefonisch und persönlich bei allen Unsicherheiten und Fragen rund um das Aufwachsen von Kindern. Bei psychosozialen Belastungen vermittelt sie passgenaue Unterstützungs- und Entlastungsangebote zum Beispiel den Einsatz von Familienhebammen, Familienkinderkrankenschwestern und Familienpflegerinnen. Bei Überforderung und Krisen ist sie über die Telefon-Hotline Frühe Hilfen und Kinderschutz unter der Telefonnummer 09 11 / 2 31-33 33 erreichbar.

Im Netzwerk der Frühen Hilfen übernimmt die KoKi eine zentrale Koordinations- und Lotsenfunktion. Sie navigiert passgenau zu den vielfältigen Angeboten aller Nürnberger Dienste und Beratungsstellen rund um Schwangerschaft, Geburt und erste Lebensjahre.

Mit dezentralen Sprechstunden bietet sie lebenswelt- und wohnortnahe Anlaufstellen in belasteten Quartieren und sorgt für niedrigschwellige und frühzeitige Zugänge zum Hilfesystem vor Ort.

Fachkräften anderer Dienste und Professionen steht die KoKi bei Fragen zu Frühen Hilfen und zur Gefährdungseinschätzung beratend zur Seite. Die Anfragen können anonymisiert erfolgen, eine Entbindung von der Schweigepflicht ist damit nicht erforderlich ist.

Mit ihren niedrigschwelligen, kostenfreien und frühzeitig einsetzbaren Angeboten trägt die KoKi ab der Schwangerschaft zum gefährdungsfreien Aufwachsen und Schutz von Kindern bei und leistet damit präventiven Kinderschutz.

Die Nürnberger KoKi ist im Jugendamt im Bereich "Soziale Dienste und erzieherische Hilfen" verortet und stellt neben dem Allgemeinen Sozialdienst, dem Kinder- und Jugendnotdienst und dem Kinder- und Jugendhilfezentrum eine personell und organisatorisch eigenständige Organisationseinheit dar.

Gefördert wird die KoKi vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.

Die Aufgaben im Einzelnen:

  • Beratung zu und Vermittlung von Frühen Hilfen, also freiwilligen, präventiven und niedrigschwelligen Angeboten ab der Schwangerschaft und – je nach Maßnahme – bis zum ersten, dritten oder sechsten Lebensjahr des Kindes. Mit der Vermittlung in passgenaue Angebote nimmt die KoKi eine Lotsenfunktion im Netzwerk der Frühen Hilfen wahr.
  • Einsatzsteuerung und fallbezogene Begleitung von Gesundheitsfachkräften (Familienhebammen und Familienkinderkrankenschwestern) im Rahmen der Bundesstiftung Frühe Hilfen (BSFH). Einzelheiten der Zusammenarbeit regeln die Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern, die Fördervorgaben des Landes Bayern und die Zuwendungsbescheide der Stadt Nürnberg mit den Leistungserbringern.
  • Bedienung der Telefon-Hotline "Frühe Hilfen und Kinderschutz" wochentags von 8 bis 16 Uhr. An der rund um die Uhr erreichbaren Telefon-Hotline werden alle eingehenden Anrufe entgegengenommen und bearbeitet oder an die zuständige Stelle weitergeleitet. Damit ist die KoKi zentrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger sowie für Fachkräfte. Die Beratung erfolgt auf Wunsch hin anonym und unabhängig von persönlichen, örtlichen oder zeitlichen Zuständigkeiten. Die Beratungen reichen von kurzen Nachfragen über ausführliche Beratungen zu allen Fragen rund um das Leben mit Kindern bis hin zur Entgegennahme von Mitteilungen zu gefährdeten Kindern.
  • Interdisziplinäre Beratung von Fachkräften zu Frühen und anderen Hilfen sowie zur Unterstützung bei der Gefährdungseinschätzung aus Sicht der Jugendhilfe einschließlich Fachberatung durch eine "Insoweit erfahrene Kinderschutzfachkraft" nach § 8b SGB VIII und § 4 KKG.
  • Koordination und Vernetzung, bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Angebote Frühe Hilfen sowie der systematische Ausbau des Nürnberger Netzwerkes. In diesem Rahmen erfolgt auch die Sachbearbeitung rund um Fördermittel und Budgetplanung sowie das Schnittstellen- und Wissensmanagement rund um Frühe Hilfen.
  • Die Öffentlichkeitsarbeit beinhaltet die Bekanntmachung und Bewerbung der Frühen Hilfen, der Angebotes des Netzwerkes und der KoKi. Sie umfasst verschiedene digitale und analoge Produkte.

Telefon-Hotline „Frühe Hilfen und Kinderschutz“

0911 / 2 31-33 33

Die Telefon-Hotline „Frühe Hilfen und Kinderschutz“ ist ein niedrigschwellig erreichbarer telefonischer Zugang zur Nürnberger Jugendhilfe. (Werdende) Eltern, Kinder, Jugendliche, Bürgerinnen und Bürger sowie Fachkräfte können rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0911 / 2 31-33 33 zu familienbezogenen Fragen und Anliegen Kontakt aufnehmen.

Fachkräfte anderer Dienste und Professionen können über die Telefon-Hotline Beratungen durch eine insoweit erfahrene Kinderschutzfachkraft nach § 8b SGB VIII und § 4 KKG vereinbaren.

Hinweise auf mögliche Kindeswohlgefährdungen werden rund um die Uhr entgegengenommen. Wichtig ist dabei, dass diese Mitteilungen unbedingt telefonisch übermittelt werden, nur so kann eine zeitnahe Kontaktaufnahme und Einschätzung der Gefährdungssituation sichergestellt werden. Auf Wunsch hin werden die Anrufe anonym behandelt.

Kontakt & Onlineberatung

Onlineberatung Button / Teaser Jugendamt © Stadt Nürnberg

Onlineberatung

Die Stadt Nürnberg bietet Onlineberatung für einige Bereiche des Sozialreferates an - ab sofort ist auch die KoKi über diesen Weg erreichbar: Anonym, kostenlos, zeit- und ortsunabhängig, online und individuell.

Hotline für (werdende) Eltern, Kinder, Jugendliche und Fachkräfte

Koordinierende Kinderschutzstelle (KoKi)

Reutersbrunnenstraße 3490429 Nürnberg
Öffentliche Verkehrsmittel<https://www.vgn.de/verbindungen/?place_destination=N%C3%BCrnberg&name_destination=Reutersbrunnenstra%C3%9Fe+34&type_destination=any&anyObjFilter_destination=12&execInst=verifyOnly&sessionID=0>
0911 / 2 31-33 33<tel:09112313333>Kontaktformular</global/ajax_kontaktformular.html?cfid=69297>Hotline für (werdende) Eltern, Kinder, Jugendliche und Fachkräfte<https://www.koki.nuernberg.de>
Öffnungszeiten:

Die Telefonnummer ist rund um die Uhr erreichbar. Termine nach Vereinbarung.