Ziel 06 – Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen
Die Stadt Nürnberg verpflichtet sich zur Sicherstellung des Zugangs zu Trinkwasser, zur Verbesserung der Wasserqualität durch die Verringerung der Verschmutzung und die Behandlung des Abwassers, zur Umsetzung einer integrierten Bewirtschaftung der Wasserressourcen und zum Schutz der wasserverbundenen Ökosysteme.
Der Indikator gibt die durchschnittliche Wasserabgabe je Einwohner*in und Tag an.
Erläuterungen des Indikators und dessen Nachhaltigkeitsbezug/-relevanz
Wasser ist (über-)lebenswichtig und zunehmend ein knappes Gut. Insofern ist es entscheidend, den Umgang der Menschen mit Wasser zu beobachten. Die Stadt Nürnberg muss bei entsprechenden Fehlentwicklungen hinsichtlich Wasserknappheit hier steuernd eingreifen.
SDG-Ziel
SDG 06 - Sauberes Wasser und Sanitärversorgung
Unterziel
Effizienter Umgang mit natürlichen Ressourcen
Erhebungsmethodik und Datenqualität
Das städtische Amt für Stadtforschung und Statistik (StA) erhält jährlich die Wasserabgabe in 1000 m³ pro Jahr von der N-ERGIE Nürnberg. Der Wert wird in Liter pro Tag umgerechnet und durch die Einwohner*innenzahl (Bevölkerung mit Hauptwohnsitz in Nürnberg insgesamt) dividiert.
Grenzen der Aussagekraft des Indikators
Die gemeldeten Wassermengen beziehen sich rein auf den postalischen Ort „Nürnberg“. Wasserabsätze für öffentliche Einrichtungen oder das verarbeitende Gewerbe werden nicht separat ausgewiesen oder abgezogen.
Für Nachhaltigkeit erforderliche Veränderungsrichtung
Senkung
Kommentar zur Veränderungsrichtung
Wasser ist die wichtigste Ressource und Grundlage allen Lebens. Um der Problematik von Wasserknappheit frühzeitig zu begegnen, sollte Wasser möglichst effizient eingesetzt werden, und der jeweilige Wasserverbrauch immer wieder hinterfragt werden.
Berechnungsformel
Wasserverbrauch in Liter im Jahr
/ (Anzahl der Einwohner*innen mit Wohnsitz
* 365 Tage)
Einheit
Liter je EW und Tag
Quelle
N-ERGIE Nürnberg
Weitere Informationen
Trinkwasser der N-ERGIE<https://www.n-ergie.de/n-ergie/unternehmen/trinkwasser/!ut/p/z1/nZFBC4JAEIV_SwevzqRp0k2jxEqkQrS9hIbphrqymv79jC4KotLcZvjezOMNEPCB5EFN46CiLA_Str8R9W5bW1waDtoOmhLq6_1ZU3aaZF4V8EYBTQEyR4-90tG4SIaMaDrSP_rupnn6EYCMr_eAjJ44riYAR50AvhkOuOiHNGXzACROWfj7qJ6HshYD4dEz4hEX37wdJ1VVlBsBBWyaRgxpHosPlgk4JEhYWYHf5aDIXNf1kVovJa1P-uIDK5ceFQ!!/dz/d5/L2dBISEvZ0FBIS9nQSEh/>
06_002Relevante Schadstoffkonzentration (LHKW-Belastungen) im Grundwasser
Trend: Nachteilige Entwicklung (stabil)
Definition
Der Indikator gibt den prozentualen Anteil an Messstellen an, die den Grenzwert der Trinkwasserverordnung für LHKW im Grundwasser einhalten.
Erläuterungen des Indikators und dessen Nachhaltigkeitsbezug/-relevanz
Bei dem Schadstoffparameter LHKW (Leichtflüchtige Halogenierte Kohlenwasserstoffe) handelt es sich um einen der Hauptschadstoffe im Grundwasser.
LHKW wurde v.a. in der Vergangenheit durch Anwendung und Handhabungsverluste der Chemikalien in Gewerbe- und Industriegebieten in das Grundwasser eingetragen. Im Rahmen der Altlastenbearbeitung werden diese saniert. Der LHKW-Parameter wird hier aus der Summe der beiden Hauptschadstoffe "Tri" und "Per" gebildet. Dieser Summenparameter hat einen gesetzlichen Grenzwert nach Trinkwasserverordnung (TrinkwV) von 10µg/l.
SDG-Ziel
SDG 06 - Sauberes Wasser und Sanitärversorgung
Unterziel
Verbesserung der Wasserqualität im Stadtgebiet
Erhebungsmethodik und Datenqualität
Die jeweilig für Brunnen und Messstellen vorliegenden Analysedaten werden für einen 6-Jahreszeitraum gemittelt (sofern mehr als ein Wert vorliegt).
Bei der Betrachtung der zeitlichen Entwicklung werden die Mittelwerte von 5-6-jährigen Zeiträumen verglichen.
Für jeden Zeitraum liegt für unterschiedlich viele Messstellen ggf. auch eine unterschiedliche Anzahl an Analysewerten vor.
Eine direkte Vergleichbarkeit ist daher nicht gegeben. Da jedoch immer auf eine regelmäßige Verteilung der Messstellen im Stadtgebiet geachtet wird/gegeben ist, wird eine prozentuale Auswertung vorgenommen.
Es werden jeweils die Prozentanteile von jenen Brunnen/Messstellen mittgeteilt, für die jeweils Messwerte vorlagen und die den Grenzwert unterschreiten, d.h. den Grenzwert der Trinkwasserverordnung einhalten.
Grenzen der Aussagekraft des Indikators
Eine direkte Vergleichbarkeit zwischen den Zeiträumen ist nicht gegeben, da z.T. unterschiedliche Messstellen herangezogen werden müssen. Vereinzelt sind z.B. auch hochbelastete Brunnen inzwischen zurückgebaut, so dass Werte dann im Weiteren fehlen. Aus den Zeitreihen kann nur eine grobe Tendenz abgelesen werden.
Für Nachhaltigkeit erforderliche Veränderungsrichtung
Erhöhung
Kommentar zur Veränderungsrichtung
Nachweisbare Verbesserungen der Grundwasserqualität durch Sanierungsmaßnahmen und Vorkehrungen in der Landwirtschaft sind nur über einen längeren Zeitraum von bis zu 20 Jahren zu erwarten. Ein Monitoring ist für diesen Nachhaltigkeits-Indikator daher im 6-Jahres-Rhythmus sinnvoll.
Es sind in den letzten Jahren keine großen Sprünge hin zu einer Verbesserung zu erkennen. Im Detail sind bereichsweise Verbesserungen der Grundwasserqualität, in anderen Bereichen ein Stagnieren oder in Einzelfällen eine Verschlechterung festzustellen.
Berechnungsformel
Angegebener Wert entspricht dem prozentualen Anteil von Messstellen mit Einhaltung des Grenzwertes (gemittelt für 5-6 Jahreszeitraum, z.B. 1995-1999)
Einheit
%
Quelle
Analysedaten v.a. von Betriebs- und Notwasserbrunnen, die alle 2 bis 5 Jahre durchgeführt werden; vereinzelt auch von Beregnungsbrunnen und ebenfalls vereinzelt aus Garten- oder Trinkwasserbrunnen oder sonstigen Grundwassermessstellen (z.B. aus Sonderuntersuchungsprogrammen des Grundwassermonitoringprogrammes der Stadt Nürnberg). Die Daten werden beim Umweltamt der Stadt Nürnberg in eine Datenbank eingepflegt und ausgewertet. Entspricht dem Grundwasserqualitätsmessnetz des Grundwassermonitorings der Stadt Nürnberg.
Zielwert Erläuterung
Es sollten grundsätzlich die Schadstoffkonzentrationen der Parameter möglichst in jedem Brunnen unterhalb des Grenzwertes nach Trinkwasserverordnung liegen.
Grenzwert Erläuterung
Anteil an Brunnen/Messstellen, die den Grenzwert nach TrinkwV (2023) einhalten;
06_003Relevante Schadstoffkonzentration (Nitratbelastung) im Grundwasser
Trend: Nachteilige Entwicklung (stabil)
Definition
Der Indikator gibt den prozentualen Anteil an Messstellen an, die den Grenzwert der Trinkwasserverordnung für Nitrat im Grundwasser einhalten.
Erläuterungen des Indikators und dessen Nachhaltigkeitsbezug/-relevanz
Bei dem Schadstoffparameter Nitrat handelt es sich um einen der Hauptschadstoffe im Grundwasser.
Nitrateinträge in das Grundwasser erfolgen vor allem durch Düngung im landwirtschaftlichen Bereich. Insbesondere das Sonderkulturanbaugebiet Knoblauchsland ist davon betroffen. Der Grenzwert nach Trinkwasserverordnung ist 50mg/l. Durch Vorschriften der Düngeverordnung und verschiedene Maßnahmen der Landwirtschaft sollen Einträge vermieden werden. Verschiedentlich gibt es noch andere Eintragspfade, die im Stadtbereich allgegenwärtig aufgrund Abgasemissionen eingetragen werden können.
SDG-Ziel
SDG 06 - Sauberes Wasser und Sanitärversorgung
Unterziel
Verbesserung der Wasserqualität im Stadtgebiet
Erhebungsmethodik und Datenqualität
Die jeweilig für Brunnen und Messstellen vorliegenden Analysedaten werden für einen 6-Jahreszeitraum gemittelt (sofern mehr als ein Wert vorliegt).
Bei der Betrachtung der zeitlichen Entwicklung werden die Mittelwerte von 5-6-jährigen Zeiträumen verglichen.
Für jeden Zeitraum liegt für unterschiedlich viele Messstellen ggf. auch eine unterschiedliche Anzahl an Analysewerten vor.
Eine direkte Vergleichbarkeit ist daher nicht gegeben. Da jedoch immer auf eine regelmäßige Verteilung der Messstellen im Stadtgebiet geachtet wird, wird eine prozentuale Auswertung vorgenommen.
Es werden jeweils die Prozentanteile von jenen Brunnen/Messstellen mittgeteilt, für die jeweils Messwerte vorlagen und die den Grenzwert der Trinkwasserverordnung einhalten.
Grenzen der Aussagekraft des Indikators
Eine direkte Vergleichbarkeit zwischen den Zeiträumen ist nicht gegeben, da z.T. unterschiedliche Messstellen herangezogen werden müssen. Vereinzelt sind z.B. auch hochbelastete Brunnen inzwischen zurückgebaut, so dass Werte dann im Weiteren fehlen. Aus den Zeitreihen kann nur eine grobe Tendenz abgelesen werden.
Für Nachhaltigkeit erforderliche Veränderungsrichtung
Erhöhung
Kommentar zur Veränderungsrichtung
Nachweisbare Verbesserungen der Grundwasserqualität durch Sanierungsmaßnahmen und Vorkehrungen in der Landwirtschaft sind nur über einen längeren Zeitraum von bis zu 20 Jahren zu erwarten. Ein Monitoring ist für diesen Nachhaltigkeits-Indikator daher im 6-Jahres-Rhythmus sinnvoll.
Es sind in den letzten Jahren keine großen Sprünge hin zu einer Verbesserung zu erkennen. Im Detail sind bereichsweise Verbesserungen der Grundwasserqualität, in anderen Bereichen ein Stagnieren oder in Einzelfällen eine Verschlechterung festzustellen.
Berechnungsformel
Angegebener Wert entspricht dem prozentualen Anteil von Messstellen mit Einhaltung des Grenzwertes der Trinkwasserverordnung (gemittelt für 5-6 Jahreszeitraum, z.B. 1995-1999)
Einheit
%
Quelle
Analysedaten v.a. von Betriebs- und Notwasserbrunnen, die alle 2 bis 5 Jahre durchgeführt werden; bei Nitrat auch verstärkt) auch von Beregnungsbrunnen und ebenfalls vereinzelt aus Garten- oder Trinkwasserbrunnen oder sonstigen Grundwassermessstellen (z.B. aus Sonderuntersuchungsprogrammen des Grundwassermonitoringprogrammes der Stadt Nürnberg). Die Daten werden beim Umweltamt der Stadt Nürnberg in eine Datenbank eingepflegt und ausgewertet. Entspricht dem Grundwasserqualitätsmessnetz des Grundwassermonitorings der Stadt Nürnberg.
Zielwert Erläuterung
Erreichung eines guten chemischen Zustandes des Grundwassers für Nitrat nach EG-Wasserrahmenrichtlinie. Zudem sollten grundsätzlich die Schadstoffkonzentrationen der Parameter möglichst in jedem Brunnen unterhalb des Grenzwertes nach Trinkwasserverordnung liegen.
Grenzwert Erläuterung
Anteil an Brunnen/Messstellen, die den Grenzwert nach TrinkwV (2023) einhalten
Der Indikator stellt die Reinigungsleistung für die Nährstoffparameter CSB (Chemischer Sauerstoffbedarf), P ges (Gesamt-Phosphor) und GesN (Gesamt-Stickstoff) dar.
Erläuterungen des Indikators und dessen Nachhaltigkeitsbezug/-relevanz
Ziel ist die Reduktion des Anteils unbehandelten Abwassers. Die Indikatoren erlauben einen Vergleich mit anderen Klärwerken und mit Vorjahren. Zur Vermeidung von Umweltschäden und gesundheitlichen Folgeschäden der Bürger*innen ist die gründliche Klärung des Abwassers vor Wiedereinleitung in den Wasserkreislauf essenziell.
SDG-Ziel
SDG 06 - Sauberes Wasser und Sanitärversorgung
Unterziel
Verbesserung der Wasserqualität im Stadtgebiet
Erhebungsmethodik und Datenqualität
Erhebung durch eigenes, akkreditiertes Labor
Grenzen der Aussagekraft des Indikators
Die Reinigungsleistung hat keine Aussagekraft über die ins Gewässer abgegebenen Nährstoffkonzentrationen (z.B. durch Landwirtschaft). Diese werden durch gesetzliche Vorgaben sichergestellt, welche zuverlässig eingehalten und überwacht werden.
Für Nachhaltigkeit erforderliche Veränderungsrichtung
Langfristige Stabilität
Kommentar zur Veränderungsrichtung
Alle gesetzlichen Auflagen und vorgeschriebenen Ablaufwerte werden zuverlässig eingehalten.
Die Reinigungsleistung für die Parameter CSB und P ges ist als hervorragend einzustufen. Die als gut einzustufende Reinigungsleistung für GesN wird sich nach Abschluss der Strukturplanung Klärwerk 1 verbessern (Vergrößerung Beckenvolumina).
Technische Neuerungen und Optimierungsprozesse sowie erhöhte gesetzliche Anforderungen wirken sich auf die Indikatoren aus.
Die Indikatoren sind abhängig von der Nährstoffkonzentration im Zulauf und können punktuell durch Regenereignisse stark beeinflusst werden; diese beiden Faktoren sind durch SUN (Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg) nicht beeinflussbar.
Berechnungsformel
Reinigungsleistung der Nährstoffparameter CSB, P ges und GesN (Klärwerk 1)
Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen zum Thema Trinkwasser
06_004Öffentliche Trinkwasserbrunnen
Trend: Vorteilhafte Entwicklung (steigt)
Definition
Der Indikator gibt die Anzahl der öffentlichen Trinkwasserbrunnen im Stadtgebiet an.
Erläuterungen des Indikators und dessen Nachhaltigkeitsbezug/-relevanz
Im Rahmen von Klimaanpassungsmaßnahmen ist es wichtig, der Bevölkerung öffentliche Trinkwasserbrunnen zur Verfügung zu stellen, um bei besonders heißen Tagen auch in versiegelten Stadtgebieten auf Trinkwasser zurückgreifen zu können. Die öffentlichen Trinkwasserbrunnen sind jeweils von Mai bis September zugänglich.
SDG-Ziel
SDG 06 - Sauberes Wasser und Sanitärversorgung
Unterziel
Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen zum Thema Trinkwasser
Erhebungsmethodik und Datenqualität
Bisher baut die N-Ergie die Trinkwasserbrunnen im Stadtgebiet und hat somit den Überblick über die erstellten Brunnenanlagen.
Grenzen der Aussagekraft des Indikators
Über die tatsächlichen Nutzerzahlen kann der Indikator keine Aussage treffen.
Für Nachhaltigkeit erforderliche Veränderungsrichtung
Erhöhung
Kommentar zur Veränderungsrichtung
Im Rahmen des Hitzeaktionsplans der Stadt Nürnberg nehmen die Trinkwasserbrunnen eine wichtige Rolle ein. Insofern ist es Ziel der Stadt Nürnberg, die entsprechende Anzahl der Trinkwasserbrunnen zu erhöhen.
Berechnungsformel
Anzahl der öffentlichen Trinkwasserbrunnen im Stadtgebiet
Einheit
Anzahl
Quelle
N-Ergie
Zielwert Erläuterung
Als Zielmarke wurde gesteckt, zwei Brunnen pro Jahr zu schaffen. Dieses Ziel wurde für die Darstellung im Diagramm auf das fiktive Zieljahr 2030 hochgerechnet.
N-ERGIE: der Weg des Nürnberger Trinkwassers<https://www.n-ergie.de/n-ergie/unternehmen/trinkwasser/weg-des-wassers/!ut/p/z1/nZHdCoJAEIWfxltnWlOX7jRKLEwrRNub0DBd8A-1fP2ECAxileZuhu-cw8wAgxBYGT15GnW8KqN86C9Muzr2Ghemi46LFkFD3x6puqHEO-gQiACLqsDm6PGrDDRPxFQQLZf8ox87zdMLACa2D4CJIqyzOgHslxOAq00A9BMhuuLUHjtgaV7F75cbZazQFFiT3JMmaeRHM4yzrqvblYQS9n0vx7xM5VtVSPhLkFVtB-GYg7rwfT9EbnOvCGhrvAAr07Vs/dz/d5/L2dBISEvZ0FBIS9nQSEh/>