Die Stadt Nürnberg arbeitet an der Sicherstellung eines allgemeinen Zugangs zu bezahlbaren, verlässlichen und modernen Energieformen, einer Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien am Energiemix, an einer Steigerung der Energieeffizienz sowie an der Förderung von Investitionen in die stadtweite Energieinfrastruktur und sauberen, zukunftssicheren Energietechnologien.
Der Indikator gibt den Energieverbrauch (Strom, Fernwärme, Erd- und Flüssiggas, Heizöl, Holz, Kohle und Verkehr) im Stadtgebiet an.
Erläuterungen des Indikators und dessen Nachhaltigkeitsbezug/-relevanz
Beschluss des Nürnberger Stadtrates am 18.05.2022: Die Klimaneutralität der Gesamtstadt soll bis spätestens zum Jahr 2040 erreicht werden. Bis 2030 soll das Co2-Äquivalent der Treibhausgasemissionen pro Einwohner*in um 65% (Bezug auf das Jahr 1990) gesenkt werden.
Die Senkung des Energieverbrauchs in den o. g. Bereichen ist hierfür eine wichtige Grundlage.
SDG-Ziel
SDG 07 - Bezahlbare und saubere Energie
Unterziel
Reduzierung des Energieverbrauchs im Stadtgebiet
Erhebungsmethodik und Datenqualität
Berechnung entsprechend des BISKO-Standards (Bilanzierungssystematik Kommunal) mit dem Softwaretool Klimaschutzplaner.
Grenzen der Aussagekraft des Indikators
In die Berechnung fließen sehr viele bundesweit erhobene Daten ein, die seitens der Stadt Nürnberg nicht verändert werden können.
Außerdem führt eine steigende Bevölkerungszahl zwangsläufig zu einer Steigerung der Energieverbräuche.
Dennoch ist der Indikator gut geeignet, um die Entwicklung des Energieverbrauchs im Stadtgebiet abzubilden.
Für Nachhaltigkeit erforderliche Veränderungsrichtung
Senkung
Kommentar zur Veränderungsrichtung
Trotz wachsender Stadt ist der Endenergieverbrauch in den letzten Jahren leicht gesunken. Bezogen auf das Basisjahr von 1990 wurde der Endenergieverbrauch immerhin um 26,7% gesenkt.
Förderung sauberer Energietechnologien und deren Infrastruktur
07_002Installierte Leistung an Photovoltaikanlagen in Nürnberg
Trend: Vorteilhafte Entwicklung (steigt)
Definition
Der Indikator gibt die installierte Gesamtleistung aller im Stadtgebiet Nürnberg installierten Photovoltaikanlagen an.
Erläuterungen des Indikators und dessen Nachhaltigkeitsbezug/-relevanz
Die Maßeinheit kWp (Kilowatt-Peak) gibt an, welche Höchstleistung in Kilowatt (kW) eine Photovoltaikanlage bei maximaler Sonneneinstrahlung erbringen kann. Photovoltaik ist ein zentrales Element von regenerativer Energie. Um das Ziel der Klimaneutralität (Beschluss des Stadtrates vom 18.05.2022) bis 2040 im Stadtgebiet zu erreichen, ist sie essenziell.
SDG-Ziel
SDG 07 - Bezahlbare und saubere Energie
Unterziel
Förderung sauberer Energietechnologien und deren Infrastruktur
Erhebungsmethodik und Datenqualität
Im Marktstammdatenregister sind die Inbetriebnahmejahre aller Photovoltaikanlagen aufgeführt, wodurch eine genaue Zuordnung in die jeweiligen Kalenderjahre möglich ist.
Grenzen der Aussagekraft des Indikators
Die Daten der real erzeugten Strommengen liegen nicht vor. Aber anhand der installierten Leistungen können die erzeugten Strommengen anhand von Durchschnittswerten geschätzt werden.
Für Nachhaltigkeit erforderliche Veränderungsrichtung
Erhöhung
Kommentar zur Veränderungsrichtung
Im Trend wird es deutlich, dass die installierte Gesamtleistung von Photovoltaikanlagen in der Stadt Nürnberg klar zugenommen hat.
Berechnungsformel
Summe aller installierten Photovoltaikanlagen im Stadtgebiet Nürnberg
Der Indikator gibt die Anzahl der öffentlich zugänglichen Lademöglichkeiten im Stadtgebiet an.
Erläuterungen des Indikators und dessen Nachhaltigkeitsbezug/-relevanz
Öffentlich zugängliche Schnelllademöglichkeiten (DC) erleichtern den Umstieg auf elektrisch angetriebene Kraftfahrzeuge. Zudem gibt es auch noch deutlich mehr, damit oft standortnäher, aber langsamere AC-Lademöglichkeiten im Stadtgebiet. Elektromobilität führt zu einem geringeren Schadstoffausstoß in der Stadt.
SDG-Ziel
SDG 07 - Bezahlbare und saubere Energie
Unterziel
Förderung sauberer Energietechnologien und deren Infrastruktur
Erhebungsmethodik und Datenqualität
Alle öffentlich zugänglichen Lademöglichkeiten müssen der Bundesnetzagentur gemeldet werden. Es ist von einem hohen Maß an Zuverlässigkeit auszugehen.
Grenzen der Aussagekraft des Indikators
Nicht alle E-Kfz können die schnellen DC-Lademöglichkeiten nutzen. Außerdem gibt es zusätzlich zu Schnelllademöglichkeiten öffentlich zugängliche langsamere Lademöglichkeiten (AC), die ebenso den Umstieg auf Elektrofahrzeuge fördern.
Variabilität/Zäsuren/Datensprünge
Bislang wurden alle Lademöglichkeiten ohne Differenzierung nach Leistung abgefragt. Erst seit dem Jahr 2022 sind belastbare Zahlen erhältlich.
Für Nachhaltigkeit erforderliche Veränderungsrichtung
Erhöhung
Kommentar zur Veränderungsrichtung
Entsprechend der Entwicklungen in der E-Mobilität ist es derzeit noch sinnvoll, in den nächsten Jahren mehr öffentlich zugängliche Schnelllademöglichkeiten zu schaffen.
Berechnungsformel
Anzahl der öffentlich zugänglichen Lademöglichkeiten im Stadtgebiet
07_004Photovoltaikanlagen auf städtischen Liegenschaften
Trend: Vorteilhafte Entwicklung (steigt)
Definition
Der Indikator gibt die installierte maximale Leistung der Photovoltaikanlagen auf städtischen Liegenschaften an.
Erläuterungen des Indikators und dessen Nachhaltigkeitsbezug/-relevanz
Die Stromerzeugung erfolgt ohne CO2-Ausstoß und ist deshalb klimaneutral. Der für die Herstellung der Komponenten von PV-Anlagen hervorgerufene CO2-Ausstoß ist nach ein paar Jahren amortisiert.
SDG-Ziel
SDG 07 - Bezahlbare und saubere Energie
Unterziel
Förderung sauberer Energietechnologien und deren Infrastruktur
Erhebungsmethodik und Datenqualität
Die PV-Anlagen auf städtischen Liegenschaften setzten sich zusammen
- aus von Stadtwerke Nürnberg gebauten Anlagen (ca. 30% der Leistung) und
- aus von externen Betreibern errichteten PV-Anlagen, die die Dächer gemietet haben.
Der Klimaschutzeffekt durch den regenerativ erzeugten Strom ist dabei gleich relevant.
Grenzen der Aussagekraft des Indikators
Die angegebene installierte PV-Leistung entspricht dem aktuellen Kenntnisstand des städtischen Hochbauamtes und beinhaltet keine gerade im Bau befindlichen und geplanten Anlagen.
Für Nachhaltigkeit erforderliche Veränderungsrichtung
Erhöhung
Kommentar zur Veränderungsrichtung
Im Trend wird es deutlich, dass die installierte Gesamtleistung von Photovoltaikanlagen auf städtischen Liegenschaften stetig zugenommen hat.
Berechnungsformel
Installierte maximale Leistung der Photovoltaikanlagen auf städtischen Liegenschaften
Reduzierung des Energieverbrauchs bei städtischen Liegenschaften
07_005Stromverbrauch der städtischen Liegenschaften
Trend: Keine eindeutige Entwicklung
Definition
Der Indikator gibt den Stromverbrauch der städtischen Liegenschaften (inklusive der Straßenbeleuchtung) an.
Erläuterungen des Indikators und dessen Nachhaltigkeitsbezug/-relevanz
Der Stromverbrauch wirkt sich direkt auf den CO2-Ausstoß aus und ist dabei abhängig von den variablen Bezugsquellen der N-ERGIE (Kernenergie, Kohle, Erdgas, Erneuerbare Energien).
SDG-Ziel
SDG 07 - Bezahlbare und saubere Energie
Unterziel
Reduzierung des Energieverbrauchs bei städtischen Liegenschaften
Erhebungsmethodik und Datenqualität
Verbräuche sind inkl. der städtischen Eigenbetriebe (z.B. NürnbergBad, Stadtentwässerung; ca. 1.800 Stromverträge)
Grenzen der Aussagekraft des Indikators
Der Abrechnungszeitraum der N-ERGIE-Rechnungen entspricht überwiegend nicht dem Kalenderjahr.
Verbräuche gehen oft beispielsweise von Juni 2021 bis Mai 2022 und werden dann 2022 zugewiesen.
Für Nachhaltigkeit erforderliche Veränderungsrichtung
Senkung
Kommentar zur Veränderungsrichtung
Die Werte zeigen im Jahr 2020 (Corona-Jahr) einen verminderten Stromverbrauch, aber auch im Jahr 2022 ist der Stromverbrauch zurückgegangen. Allerdings kann man aufgrund der Datenlage noch nicht von einem entsprechenden Trend sprechen.
Berechnungsformel
Stromverbrauch der städtischen Liegenschaften (inklusive der Straßenbeleuchtung)
Einheit
GWh/a (Gigawattstunden pro Jahr)
Quelle
Rechnungsdaten der N-ERGIE, die digital an das Hochbauamt übermittelt werden
07_006Wärmeverbrauch der städtischen Liegenschaften
Trend: Nachteilige Entwicklung (stabil)
Definition
Der Indikator gibt den Wärmeverbrauch der städtischen Liegenschaften an.
Erläuterungen des Indikators und dessen Nachhaltigkeitsbezug/-relevanz
Der Wärmeverbrauch wirkt sich direkt auf den CO2-Ausstoß aus, da die Wärme überwiegend mit Gasheizungen und Fernwärme erfolgt. Die Fernwärme wird zu 72% aus Erdgas erzeugt (Stand 2021).
SDG-Ziel
SDG 07 - Bezahlbare und saubere Energie
Unterziel
Reduzierung des Energieverbrauchs bei städtischen Liegenschaften
Erhebungsmethodik und Datenqualität
Der Verbrauch ist inkl. Eigenbetriebe (wie z.B. NürnbergBad, Stadtentwässerung; ca. 500 Gas- und Fernwärmeverträge) und nicht witterungsbereinigt. Der Heizölverbrauch ist irrelevant gering.
Grenzen der Aussagekraft des Indikators
Der Abrechnungszeitraum der N-ERGIE-Rechnungen entspricht überwiegend nicht dem Kalenderjahr.
Verbräuche gehen oft beispielsweise von Juni 2021 bis Mai 2022 und werden 2022 zugewiesen.
Für Nachhaltigkeit erforderliche Veränderungsrichtung
Senkung
Kommentar zur Veränderungsrichtung
Aufgrund der vorliegenden Zeitreihe der letzten 10 Jahre ist noch kein eindeutiger Trend zu sehen. Hierbei ist auch zu berücksichtigen, dass die Daten nicht witterungsbereinigt sind.
Berechnungsformel
Wärmeverbrauch der städtischen Liegenschaften
Einheit
GWh/a (Gigawattstunden pro Jahr)
Quelle
Rechnungsdaten der N-ERGIE, die digital an das städtische Hochbauamt übermittelt werden