Kaiserburg Nürnberg - © Uwe Niklas

Nachhaltigkeitsmonitoring

Ziel 04 – Hochwertige Bildung

SDG 4 Icon Hochwertige Bildung © 17ziele.de

Die Stadt Nürnberg arbeitet an der Sicherstellung eines gleichberechtigten Bildungszugangs für alle Kinder. Das bedeutet Zugang zu hochwertiger und bedarfsgerechter frühkindlicher Betreuung und Bildung, Zugang zu hochwertiger und bedarfsgerechter schulischer, beruflicher und tertiärer Bildung sowie zu außerschulischer/non-formaler Bildung für alle. Die Förderung der Bildung erfolgt kinder-, behinderten- und geschlechtergerecht.

Sicherstellung einer bedarfsgerechten Kindertagesbetreuung

04_001Versorgungsquote 0 bis unter 3 Jahre

Trend: Vorteilhafte Entwicklung (steigt)

Definition

Der Indikator stellt den Anteil der Plätze in Kindertageseinrichtungen (städtische und freie Träger) + Tagespflege an allen Einwohner*innen unter 3 Jahre dar.


Erläuterungen des Indikators und dessen Nachhaltigkeitsbezug/-relevanz

Kindertageseinrichtungen und Tagespflegestellen sind Orte der Bildung, Erziehung und Betreuung, in denen Kinder miteinander lernen und spielen, Kreativität entfalten und Selbstbewusstsein entwickeln können – unabhängig von ihrer Herkunft und ihren individuellen Voraussetzungen. Gleichzeitig wird Eltern eine Erwerbstätigkeit durch adäquate Angebote der frühkindlichen Bildung überhaupt erst möglich gemacht. Die Kindertagesbetreuung hat somit im Rahmen der Nachhaltigkeit eine Schlüsselposition für die soziale Dimension (Bildung, Gleichberechtigung, Chancengleichheit, demografischer Wandel, etc.) wie auch für die ökonomische Dimension (finanzielle Situation der Eltern).

  • SDG-Ziel

    SDG 04 - Hochwertige Bildung

  • Unterziel

    Sicherstellung einer bedarfsgerechten Kindertagesbetreuung

  • Für Nachhaltigkeit erforderliche Veränderungsrichtung

    Erhöhung

  • Kommentar zur Veränderungsrichtung

    Der Zielwert basiert auf der "Fortschreibung der kleinräumigen Bedarfs- und Ausbauplanung bis 2030 (siehe Jugendhilfe-Ausschuss vom 15.12.2022). Die Ausbauquote für eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Betreuungsinfrastruktur für unter 3-Jährige wird in repräsentativen Elternumfragen zum Betreuungsbedarf, welche regelmäßig im Rahmen der kommunalen Jugendhilfeplanung durchgeführt werden, ermittelt. Im Trend der letzten Jahre sieht man hier einen starken Ausbau.

  • Berechnungsformel

    (Anzahl der Plätze für Kinder unter 3 Jahren in Kindertageseinrichtungen (städtische und freie Träger) + Tagespflege / Anzahl der Einwohner*innen mit Hauptwohnsitz im Alter bis unter 3 Jahre) * 100

  • Einheit

    %

  • Quelle

    Amt für Kinder, Jugendliche und Familien / Amt für Stadtforschung und Statistik (Abzug Einwohnermelderegister)

  • Zielwert Erläuterung

    Zielwert gemäß "Fortschreibung der kleinräumigen Bedarfs- und Ausbauplanung bis 2030" (Jugendhilfe-Ausschuss vom 15.12.2022); die Ausbauquote für eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Betreuungsinfrastruktur für unter 3-Jährige wird in repräsentativen Elternumfragen zum Betreuungsbedarf, welche regelmäßig im Rahmen der kommunalen Jugendhilfeplanung durchgeführt werden, ermittelt.

Weitere Informationen

04_002Versorgungsquote Regelförderung (ab 3 Jahre bis Einschulung)

Trend: Keine eindeutige Entwicklung

Definition

Der Indikator stellt den Anteil der Plätze für Regelförderung in Kindertageseinrichtungen (städtische und freie Träger) an allen Einwohner*innen im Alter von 3 bis 6,5 Jahren dar.


Erläuterungen des Indikators und dessen Nachhaltigkeitsbezug/-relevanz

Kindertageseinrichtungen und Tagespflegestellen sind Orte der Bildung, Erziehung und Betreuung, in denen Kinder miteinander lernen und spielen, Kreativität entfalten und Selbstbewusstsein entwickeln können – unabhängig von ihrer Herkunft und ihren individuellen Voraussetzungen. Gleichzeitig wird Eltern eine Erwerbstätigkeit durch adäquate Angebote der frühkindlichen Bildung überhaupt erst ermöglicht. Die Kindertagesbetreuung hat somit im Rahmen der Nachhaltigkeit eine Schlüsselposition für die soziale Dimension (Bildung, Gleichberechtigung, Chancengleichheit, demografischer Wandel, etc.) wie auch für die ökonomische Dimension (finanzielle Situation der Eltern).

  • SDG-Ziel

    SDG 04 - Hochwertige Bildung

  • Unterziel

    Sicherstellung einer bedarfsgerechten Kindertagesbetreuung

  • Für Nachhaltigkeit erforderliche Veränderungsrichtung

    Erhöhung

  • Kommentar zur Veränderungsrichtung

    Gemäß "Fortschreibung der kleinräumigen Bedarfs- und Ausbauplanung bis 2030" (siehe Jugendhilfe-Ausschuss vom 15.12.2022): Bislang galt hier eine Quote von 95% als bedarfsdeckend. Langfristig wird eine bis zu 102%-ige Versorgungsquote angestrebt, um auf wachsende Förderbedarfe, temporäre Platzreduktionen bei Sanierungen, schrittweise Belegungen bei Neubauten sowie unterjährige Fluktuation flexibel reagieren zu können. Im Trend sieht man hier ein stabiles Niveau.

  • Berechnungsformel

    (Anzahl der Plätze für Regelförderung in Kindertageseinrichtungen (städtische und freie Träger) / Anzahl der Einwohner*innen mit Hauptwohnsitz im Alter 3 bis 6,5 Jahre) *100

  • Einheit

    %

  • Quelle

    Amt für Kinder, Jugendliche und Familien / Amt für Stadtforschung und Statistik (Abzug Einwohnermelderegister)

  • Zielwert Erläuterung

    Gemäß "Fortschreibung der kleinräumigen Bedarfs- und Ausbauplanung bis 2030" (siehe Jugendhilfe-Ausschuss vom 15.12.2022): Bislang galt hier eine Quote von 95% als bedarfsdeckend. Langfristig wird eine bis zu 102%-ige Versorgungsquote angestrebt, um auf wachsende Förderbedarfe, temporäre Platzreduktionen bei Sanierungen, schrittweise Belegungen bei Neubauten sowie unterjährige Fluktuation flexibel reagieren zu können.

Weitere Informationen

04_003Versorgungsquote Grundschulkinder (an öffentlichen Grundschulen)

Trend: Vorteilhafte Entwicklung (steigt)

Definition

Der Indikator stellt den Anteil der Plätze für die Betreuung von Kindern im Grundschulalter (ohne Förderhortplätze und Betreuungsplätze an Privatschulen) an allen Schüler*innen an öffentlichen Grundschulen dar.


Erläuterungen des Indikators und dessen Nachhaltigkeitsbezug/-relevanz

Kindertageseinrichtungen, Angebote der Mittagsbetreuung und schulische Ganztagsangebote sind Orte der Bildung, Erziehung und Betreuung, in denen Kinder miteinander lernen und spielen, Kreativität entfalten und Selbstbewusstsein entwickeln können – unabhängig von ihrer Herkunft und ihren individuellen Voraussetzungen. Gleichzeitig wird Eltern eine Erwerbstätigkeit durch adäquate Angebote überhaupt erst möglich gemacht. Betreuungsangebote haben somit im Rahmen der Nachhaltigkeit eine Schlüsselposition für die soziale Dimension (Bildung, Gleichberechtigung, Chancengleichheit, demografischer Wandel, etc.) wie auch für die ökonomische Dimension (finanzielle Situation der Eltern).

  • SDG-Ziel

    SDG 04 - Hochwertige Bildung

  • Unterziel

    Sicherstellung einer bedarfsgerechten Kindertagesbetreuung

  • Erhebungsmethodik und Datenqualität

    Da sich im Vergleich zu den Vorjahren die Bezugszahlen geändert haben, sind Vergleiche mit den Vorjahren nicht sinnvoll möglich. Die Zahlenreihe beginnt somit mit dem Berichtsjahr 2022 neu und wird dann sukzessive fortgeschrieben.

  • Für Nachhaltigkeit erforderliche Veränderungsrichtung

    Erhöhung

  • Kommentar zur Veränderungsrichtung

    Gemäß "Masterplan zur Bedarfs- und Ausbauplanung für ganztägige Bildung, Betreuung und Erziehung durch Unterricht und Betreuung für Grundschulkinder in Nürnberg" (Jugendhilfe-Ausschuss/ Schulausschuss vom 29.06.2023); Zielwerterreichung gemäß Einführung des neuen Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für alle Kinder im Grundschulalter (GaFög) jahrgangsweise ab dem Jahr 2026 bis 2029. Hier erfolgt ein entsprechender Ausbau der Betreuungsangebote.

  • Berechnungsformel

    (Anzahl der Plätze (Horte, + Mittagsbetreuung + offener und gebundener Ganztag) für Betreuung von Kindern im Grundschulalter, ohne Förderhortplätze und Betreuungsplätzen an Privatschulen / Anzahl der Schüler*innen an öffentlichen Grundschulen) * 100

  • Einheit

    %

  • Quelle

    Amt für Kinder, Jugendliche und Familien

  • Zielwert Erläuterung

    Gemäß "Masterplan zur Bedarfs- und Ausbauplanung für ganztägige Bildung, Betreuung und Erziehung durch Unterricht und Betreuung für Grundschulkinder in Nürnberg" (Jugendhilfe-Ausschuss/ Schulausschuss vom 29.06.2023); Zielwerterreichung gemäß Einführung des neuen Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für alle Kinder im Grundschulalter (GaFög) jahrgangsweise ab dem Jahr 2026 bis 2029.

Weitere Informationen

04_004Betreuung von Integrationskindern bis zur Einschulung

Trend: Vorteilhafte Entwicklung (steigt)

Definition

Der Indikator gibt die Anzahl der in Kindertageseinrichtungen (städtische und freie Träger) betreuten Integrationskinder bis zu deren Einschulung an.


Erläuterungen des Indikators und dessen Nachhaltigkeitsbezug/-relevanz

Für Kinder mit einer Behinderung oder von Behinderung bedrohte Kinder gibt es in Nürnberg zwei Möglichkeiten der Betreuung: sie können in integrativen Kitas unterkommen oder sie werden im Rahmen einer Einzelintegration in Regeleinrichtungen betreut. Bei der Personalbemessung wird diese Situation besonders berücksichtigt. Voraussetzung für einen integrativen Platz ist ein Antrag auf Eingliederungshilfe.

  • SDG-Ziel

    SDG 04 - Hochwertige Bildung

  • Unterziel

    Sicherstellung einer bedarfsgerechten Kindertagesbetreuung

  • Für Nachhaltigkeit erforderliche Veränderungsrichtung

    Erhöhung

  • Kommentar zur Veränderungsrichtung

    Es liegt ein steigender Betreuungsbedarf vor.

  • Berechnungsformel

    Anzahl der in Kindertageseinrichtungen (städtische und freie Träger) betreuten Integrationskinder bis zu deren Einschulung

  • Einheit

    Anzahl

  • Quelle

    Amt für Kinder, Jugendliche und Familien

Weitere Informationen

04_005Integrative Einrichtungen und Einrichtungen mit Einzelintegrationen

Trend: Vorteilhafte Entwicklung (steigt)

Definition

Der Indikator gibt die Anzahl der integrativen Einrichtungen und Einrichtungen mit Einzelintegrationen an.


Erläuterungen des Indikators und dessen Nachhaltigkeitsbezug/-relevanz

Für Kinder mit einer Behinderung oder von Behinderung bedrohte Kinder gibt es in Nürnberg zwei Möglichkeiten der Betreuung: sie können in Integrativen Kitas unterkommen oder aber sie werden im Rahmen einer Einzelintegration in Regeleinrichtungen betreut. Bei der Personalbemessung wird diese Situation besonders berücksichtigt. Voraussetzung für einen integrativen Platz ist ein Antrag auf Eingliederungshilfe.

  • SDG-Ziel

    SDG 04 - Hochwertige Bildung

  • Unterziel

    Sicherstellung einer bedarfsgerechten Kindertagesbetreuung

  • Für Nachhaltigkeit erforderliche Veränderungsrichtung

    Erhöhung

  • Kommentar zur Veränderungsrichtung

    Es liegt ein steigender Betreuungsbedarf vor.

  • Berechnungsformel

    Anzahl der integrativen Einrichtungen und Einrichtungen mit Einzelintegrationen

  • Einheit

    Anzahl

  • Quelle

    Amt für Kinder, Jugendliche und Familien

Weitere Informationen

Reduzierung der Schulabgänger*innen ohne Abschluss

04_006Schulabgänger*innen ohne Schulabschluss

Trend: Keine eindeutige Entwicklung

Definition

Der Indikator stellt den Anteil der Schulabgänger*innen ohne Mittel-/Hauptschulabschluss an allen Schulabgänger*innen dar. Darin berücksichtigt sind allgemeinbildende Schulen und berufliche Schulen, die primär zu einem allgemeinbildenden Abschluss führen (Wirtschaftsschulen, Berufsoberschulen, Fachoberschulen); weiterhin sind auch Abgänger*innen von Förderschulen mit dem Schwerpunkt „Lernen“ und „Geistige Entwicklung“ mitgezählt. In diesen Förderrichtungen ist das Erreichen eines Regelabschlusses nicht vorgesehen. Für diesen Indikator beschreibt die Zeitangabe jeweils das Berichtsjahr und nicht das Schuljahr. Das heißt, die für diesen Indikator ausgewiesenen Daten beziehen sich nicht auf das genannte Jahr, sondern auf das jeweils vorangegangene abgelaufene Schuljahr.


Erläuterungen des Indikators und dessen Nachhaltigkeitsbezug/-relevanz

Bildung gewährleistet Zugang zum Arbeitsmarkt und zur gesellschaftlichen und sozialen Teilhabe. Auf Ebene des Individuums hat der Schulabschluss Bedeutung für den Zugang zu beruflicher Bildung und den weiteren Verlauf des Berufswegs und damit verbundener Lebenschancen. Gesellschaftliche Bedeutung besteht u. a. aufgrund des zunehmenden Bedarfs an qualifiziertem Personal. Alle jungen Menschen in Nürnberg sollen nach dem Besuch der allgemeinbildenden Schule möglichst unmittelbar den Anschluss in eine berufliche oder schulische Ausbildung finden, um in ihre persönliche Zukunft zu investieren und umfassend an der Gesellschaft teilzuhaben. Die Stadt Nürnberg ist, gemeinsam mit einer Vielzahl von Partnern/-innen, seit vielen Jahren bemüht, allen Nürnberger Jugendlichen den Eintritt in eine berufliche Ausbildung zu ermöglichen. 2011 beschloss der Stadtrat das „Nürnberger Modell: Übergangsmanagement Schule-Berufliche Ausbildung", in dem die zentralen anschlussorientierten Maßnahmen systematisiert sind.

  • SDG-Ziel

    SDG 04 - Hochwertige Bildung

  • Unterziel

    Reduzierung der Schulabgänger*innen ohne Abschluss

  • Erhebungsmethodik und Datenqualität

    In der Schulstatistik werden jährlich im Herbst Angaben über Schulen und Schüler*innen im begonnenen Schuljahr sowie Abschlüsse und Schulabgänger*innen des vergangenen Schuljahres erhoben. Erfasst werden jeweils alle öffentlichen und fast alle privaten Schulen des bayerischen Schulwesens. Die Daten werden an den Schulen durch die dort eingesetzten Schulverwaltungsprogramme erzeugt.

  • Grenzen der Aussagekraft des Indikators

    Der Indikator macht keine Aussage über die Gründe des Schulabbruchs und ob zu einem späteren Zeitpunkt ein Schulabschluss, z.B. über den zweiten Bildungsweg, nachgeholt wird. Zeitreiheninterpretation aufgrund verschiedener Systemumstellungen sind aktuell schwierig.

  • Variabilität/Zäsuren/Datensprünge

    Aufgrund verschiedener Systemumstellungen (Gymnasien und Realschulen im Schuljahr 2013/14; Mittelschulen im Schuljahr 2015/16 und Förderschulen im Schuljahr 2019/20) sind die Zeitreihendaten nur mit Vorsicht zu interpretieren; Bei den Schuldaten Schularten Gymnasium, Realschule sind die Daten der Abgänger*innen- und der Absolvent*innen des Schuljahres 2014/15 aufgrund der Systemumstellung nicht gesichert genug und werden hier nicht dargestellt.

  • Für Nachhaltigkeit erforderliche Veränderungsrichtung

    Senkung

  • Kommentar zur Veränderungsrichtung

    Sowohl hinsichtlich des Individuums (persönliche Lebenschancen) als auch hinsichtlich der Gesellschaft (z.B. Bedarf an Fachkräften) sollte die Anzahl der Schulabgänger*innen ohne Schulabschluss reduziert werden.

  • Berechnungsformel

    (Anzahl der Schulabgänger*innen ohne Schulabschluss nach erfüllter Vollzeitschulpflicht / Anzahl der Schulabgänger*innen insgesamt) * 100

  • Einheit

    %

  • Quelle

    Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth, Schulstatistik

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Verringerung des Anteils der jungen Menschen, die keine Berufsausbildung haben

04_007Unversorgte Bewerber*innen

Trend: Nachteilige Entwicklung (steigt)

Definition

Der Indikator gibt die Anzahl an unversorgten Bewerber*innen an. Unversorgte Bewerber*innen zum 30.09. sind Bewerber*innen, für die weder die Einmündung in eine Berufsausbildung, noch ein weiterer Schulbesuch, eine Teilnahme an einer Fördermaßnahme oder eine andere Alternative zum 30.09. bekannt ist und für die Vermittlungsbemühungen laufen.


Erläuterungen des Indikators und dessen Nachhaltigkeitsbezug/-relevanz

Bildung gewährleistet Zugang zum Arbeitsmarkt und zur gesellschaftlichen und sozialen Teilhabe. Auf Ebene des Individuums hat der Schulabschluss Bedeutung für den Zugang zu beruflicher Bildung und den weiteren Verlauf des Berufswegs und damit verbundener Lebenschancen. Gesellschaftliche Bedeutung besteht u.a. aufgrund des zunehmenden Bedarfs an qualifiziertem Personal.

  • SDG-Ziel

    SDG 04 - Hochwertige Bildung

  • Unterziel

    Verringerung des Anteils der jungen Menschen, die keine Berufsausbildung haben

  • Erhebungsmethodik und Datenqualität

    Statistik der Bundesagentur für Arbeit; jährliche Erhebung.

  • Grenzen der Aussagekraft des Indikators

    Bezugsgröße sind die bei der Bundesagentur für Arbeit als ausbildungssuchend gemeldeten Bewerber*innen. Neben den in der Statistik der Bundesagentur für Arbeit als "unversorgt" geltenden Bewerber*innen müssen faktisch auch diejenigen Bewerber*innen einbezogen werden, die zum 30.09. über eine "Alternative" zur beruflichen Ausbildung verfügten, aber weiter eine Ausbildung suchen.

  • Variabilität/Zäsuren/Datensprünge

    Im Vergleich zum Berichtsjahr 2013/14 war die Anzahl der unversorgten Bewerber*innen in den drei vorherigen Berichtsjahren deutlich niedriger (mögliche Gründe hierfür sind eine Entspannung der Lage auf dem Ausbildungsmarkt nach der globalen Wirtschaftskrise sowie ein gestiegener Anteil an Bewerber*innen mit Hoch- bzw. Fachhochschulreife im Berichtsjahr 2010/11 in Folge der Sonderregelung für G9-Abiturient*innen). Der starke Anstieg der unversorgten Bewerber*innen ab 2013/14 könnte unter anderem eine Auswirkung der Griechenland-Krise sein.

  • Für Nachhaltigkeit erforderliche Veränderungsrichtung

    Senkung

  • Kommentar zur Veränderungsrichtung

    Sowohl hinsichtlich des Individuums (persönliche Lebenschancen) als auch hinsichtlich der Gesellschaft (z.B. Bedarf an Fachkräften) sollte die Anzahl der unversorgten Bewerber*innen reduziert werden.

  • Berechnungsformel

    Anzahl der unversorgten Bewerber*innen

  • Einheit

    Anzahl

  • Quelle

    Bundesagentur für Arbeit; Berufsausbildungsstellen und Bewerber*innen für Berufsausbildungsstellen.

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Sicherstellung von hochwertigen Bildungsmöglichkeiten am Standort Nürnberg

04_008Studierende an Hochschulen in Nürnberg

Trend: Nachteilige Entwicklung (stabil)

Definition

Der Indikator gibt die Anzahl der Studierenden, die an staatlichen und privaten Hochschulen am Standort Nürnberg eingeschrieben sind, an.


Erläuterungen des Indikators und dessen Nachhaltigkeitsbezug/-relevanz

Die Anzahl der Studierenden in Nürnberg gibt Aufschluss über die Anzahl der Personen mit Zugang zu hochwertiger Bildung in Nürnberg. Anhand einer Zeitreihe lässt sich sehen, ob mehr Personen Zugang zu hochwertiger Bildung haben und ob genug hochwertige Bildungsmöglichkeiten am Standort Nürnberg existieren.

  • SDG-Ziel

    SDG 04 - Hochwertige Bildung

  • Unterziel

    Sicherstellung von hochwertigen Bildungsmöglichkeiten am Standort Nürnberg

  • Erhebungsmethodik und Datenqualität

    Die Daten gewinnen die Hochschulen aus Verwaltungsunterlagen. Die gesetzliche Grundlage für die Hochschulstatistik ist das Hochschulstatistikgesetz (HStatG) in der jeweils aktuellsten Fassung. Es sind nicht alle Hochschulen in der amtlichen Statistik erfasst. Summiert werden die Studierenden aller Fachhochschulen, Kunsthochschulen und der Uni Erlangen-Nürnberg (nur Nürnberger Standorte).

  • Grenzen der Aussagekraft des Indikators

    Aus der reinen Anzahl an Studierenden an Nürnberger Hochschulen kann keine Aussage darüber getroffen werden, wie viele der Studierenden aus Nürnberg stammen.

  • Für Nachhaltigkeit erforderliche Veränderungsrichtung

    Erhöhung

  • Kommentar zur Veränderungsrichtung

    Für die Stadt Nürnberg und den Wirtschaftsstandort ist es wichtig, dass sie Heimat für eine große Anzahl Studierender über alle Fachrichtungen hinweg ist und gleichzeitig gute Chancen für verschiedenste Ausbildungsberufe bietet.

  • Berechnungsformel

    Anzahl der Studierenden an staatlichen und privaten Hochschulen in Nürnberg

  • Einheit

    Anzahl

  • Quelle

    Bayerisches Landesamt für Statistik; Hochschulstatistik

Weitere Informationen

Gleichberechtigte Teilnahme an außerschulischen Angeboten

04_009Reichweite des Bildungszentrums

Trend: Nachteilige Entwicklung (sinkt)

Definition

Der Indikator gibt die Anzahl aller Teilnahmen an den Angeboten des Bildungszentrums Nürnberg (BZ) an. Die Kennzahl wird zur pädagogischen und wirtschaftlichen Steuerung des Gesamtangebots des Bildungszentrums verwendet.


Erläuterungen des Indikators und dessen Nachhaltigkeitsbezug/-relevanz

Der Indikator "Reichweite des Bildungszentrums" gibt an, wie groß die Teilnahme der Nürnberger Bürger*innen an kommunalen Weiterbildungs- und Erwachsenenbildungsangeboten ist. Lebenslanges Lernen stellt ein wesentliches Merkmal zur Erfüllung von hochwertiger Bildung aller Altersgruppen der Gesellschaft dar.

  • SDG-Ziel

    SDG 04 - Hochwertige Bildung

  • Unterziel

    Gleichberechtigte Teilnahme an außerschulischen Angeboten

  • Erhebungsmethodik und Datenqualität

    Auswertungstool von ORBIS bzw. Kennzahlen-Cockpit des BZ. Die Teilnehmenden melden sich online oder vor Ort an und werden in der Verwaltungssoftware ORBIS registriert. Die anschließende Auswertung wird über Excel in das Kennzahlen-Cockpit überführt. Die Kennzahlen sind daher als Indikator verlässlich.

  • Grenzen der Aussagekraft des Indikators

    Die Anzahl der Teilnehmenden muss nicht deckungsgleich mit der Anzahl der Teilnahmen sein, so kann z.B. ein*e Bürger*in fünf verschiedene Kurse belegen, die auch fünffach in der Statistik gezählt werden würden.

  • Variabilität/Zäsuren/Datensprünge

    2020-2022 sieht man deutlich den Einfluss der Corona-Einschränkungen.

  • Für Nachhaltigkeit erforderliche Veränderungsrichtung

    Erhöhung

  • Kommentar zur Veränderungsrichtung

    Sowohl für das Individuum ("Lebenslanges Lernen") als auch für die Stadtgesellschaft ist es positiv zu werten, wenn außerschulische Bildungsangebote angenommen werden.

  • Berechnungsformel

    Anzahl der Teilnahmen an den Angeboten des Bildungszentrums Nürnbergs (BZ)

  • Einheit

    Anzahl

  • Quelle

    ORBIS-Datenbank (Veranstaltungssoftware des Bildungszentrums)

Weitere Informationen

04_010Nutzung des musischen Angebots bei kulturellen Höhepunktveranstaltungen

Trend: Keine eindeutige Entwicklung

Definition

Der Indikator gibt die Anzahl aller Teilnahmen an den Formaten des Projektbüros, wie z.B. Bardentreffen, Klassik Open Air, an.


Erläuterungen des Indikators und dessen Nachhaltigkeitsbezug/-relevanz

Die Stadt Nürnberg bietet kulturelle Höhepunktveranstaltungen bei freiem Eintritt. Durch einen Veranstaltungsbesuch können hochwertige musische Angebote im außerschulischen Bereich ohne die Barriere einer finanziellen Hürde genutzt werden.

  • SDG-Ziel

    SDG 04 - Hochwertige Bildung

  • Unterziel

    Gleichberechtigte Teilnahme an außerschulischen Angeboten

  • Erhebungsmethodik und Datenqualität

    Näherungswert nach Schätzungen in Zusammenarbeit mit der Polizei. Verschiedene Methoden als Grundlage, z.B. Zählen von Personen/qm. Die Zahl ergibt sich aus der Summe der Veranstaltungen mit musischem Bezug (insbesondere Bardentreffen und Klassik Open Air, aber auch weitere Formate).

  • Grenzen der Aussagekraft des Indikators

    Die Zahl beinhaltet die Projekte des Projektbüros, die vorrangig musikalische Inhalte hatten. Diese sind: Bardentreffen (jährlich, außer 2020 und 2021), Klassik Open Air (jährlich, außer 2020 und 2021), Stars im Luitpoldhain (2015, 2017, 2019, 2022), Nürnberg spielt Wagner (2013), Silvestival (2013, 2015, 2017, 2019), Back to Live (2020) und anteilig Muse im Museum (2021). Nicht betrachtet werden hierbei Veranstaltungen wie "Die Blaue Nacht" oder die Stadt(ver)führungen, die in kleinen Teilen ebenfalls ein musikalisches Programm bieten. Da das musische Angebot bei diesen genannten Veranstaltungen einen kleineren Anteil einnimmt, wurden sie in der Betrachtung außen vor gelassen. Nicht unterschieden wird hier zudem zwischen erwachsenen Nutzer*innen sowie Kindern und Jugendlichen.

  • Variabilität/Zäsuren/Datensprünge

    2020 und 2021 macht sich der Einfluss der Corona-Einschränkungen deutlich bemerkbar.

  • Für Nachhaltigkeit erforderliche Veränderungsrichtung

    Erhöhung

  • Kommentar zur Veränderungsrichtung

    Sowohl für das Individuum als auch für die Stadtgesellschaft ist es positiv zu werten, wenn niedrigschwellige, außerschulische Bildungsangebote angenommen werden.

  • Berechnungsformel

    Anzahl der Teilnahmen an den musischen Angeboten der Formate des Projektbüros

  • Einheit

    Anzahl

  • Quelle

    Geschäftsbereich Kultur der Stadt Nürnberg, Projektbüro in Zusammenarbeit mit der Polizei

Weitere Informationen

04_011Nutzung des musischen Angebots der Musikschule und des KinderKunstRaums

Trend: Keine eindeutige Entwicklung

Definition

Der Indikator gibt die Anzahl aller Teilnahmen an den musischen Angeboten der Musikschule und des KinderKunstRaums an.


Erläuterungen des Indikators und dessen Nachhaltigkeitsbezug/-relevanz

Im KinderKunstRaum können alle Kinder unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund kreativ werden, da die Teilnahme im Klassen- bzw. Einrichtungsverbund stattfindet oder im Freizeitprogramm mit einem niedrigschwelligen Zugang. Gearbeitet wird oft mit sog. Abfallmaterial ("Upcycling"). Die Musikschule für Alle möchte Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit mit einer großen Vielfalt an musikpädagogischen Programmen den Zugang zu musikalischem Tun ermöglichen, sie darin kompetent begleiten und unterstützen. Mit dem Programm MUBIKIN erhalten Kinder in ihrem Schulsprengel eine kostenlose Ausbildung durch musikpädagogisches Fachpersonal.

  • SDG-Ziel

    SDG 04 - Hochwertige Bildung

  • Unterziel

    Gleichberechtigte Teilnahme an außerschulischen Angeboten

  • Erhebungsmethodik und Datenqualität

    Erhebung des Geschäftsbereichs Kultur der Stadt Nürnberg

  • Grenzen der Aussagekraft des Indikators

    Durch die Zusammenfassung von drei sehr unterschiedlichen Teilbereichen und der heterogenen Zahlenbasis (Anzahl von Schüler*innen, Teilnehmenden an Angeboten des KinderKunstRaums und Besuche von Veranstaltungen der Musikschule außerhalb des Unterrichts) ist der Indikator nur eingeschränkt aussagekräftig.

  • Variabilität/Zäsuren/Datensprünge

    Die Anzahl der Besuche bei der Musikschule (außerhalb des Unterrichts) ist erst ab 2016 erfasst, deshalb der große Sprung von 2015 auf 2016. Der Rückgang 2020 und 2021 ist den coronabedingten Einschränkungen geschuldet.

  • Für Nachhaltigkeit erforderliche Veränderungsrichtung

    Erhöhung

  • Kommentar zur Veränderungsrichtung

    Die auf quantitative Veränderung ausgelegte Betrachtungsweise ist allerdings nur ein Teilaspekt. Die qualitative Bewertung (beispielsweise kleinere Gruppen, dann aber rückläufige Teilnehmendenzahlen), fließt damit nicht in die Betrachtungsweise ein. Hier besteht ein gewisser Konflikt.

  • Berechnungsformel

    Anzahl der Teilnahmen an den musischen Angeboten der Musikschule und des KinderKunstRaums

  • Einheit

    Anzahl

  • Quelle

    Musikschulsoftware Amadee, SAP, Aufschreibungen Lehrkräfte, Listen über Teilnahme, Schätzungen bei Großveranstaltungen

Weitere Informationen

04_012Bildungszentrum-Kursangebot "Barrierefreies Lernen"

Trend: Nachteilige Entwicklung (stabil)

Definition

Der Indikator gibt die Anzahl aller Teilnahmen an dem Bildungszentrum (BZ)-Kursangebot "barrierefrei Lernen" an.


Erläuterungen des Indikators und dessen Nachhaltigkeitsbezug/-relevanz

Das Bildungszentrum-Programm „barrierefrei Lernen“ versucht, mit seinen Angeboten die Bedürfnisse von Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungen und deren individuellen Lebensbedingungen zu berücksichtigen (z.B. Biografie, Ausmaß der Einschränkungen, Wohn- und Arbeitssituation). Die durchgeführten Maßnahmen haben das Ziel, einen Beitrag zur Autonomie und Selbstständigkeit zu leisten und tragen somit zur Überwindung von Isolation und Benachteiligung sowie zur gesellschaftlichen Teilhabe, Integration und Inklusion bei.

  • SDG-Ziel

    SDG 04 - Hochwertige Bildung

  • Unterziel

    Gleichberechtigte Teilnahme an außerschulischen Angeboten

  • Erhebungsmethodik und Datenqualität

    Es handelt sich um alle (fakturierten und summarischen) Teilnahmen an den Erwachsenenbildungsangeboten im Rahmen der BZ-Kursnummernbereiche 25000 bis 27999 (BZ – barrierefrei Lernen), die innerhalb des jeweiligen Kalenderjahres beginnen. Differenzierte Aussagen und Daten zum Anteil der (fakturierten) Teilnahmen von Menschen mit Schwerbehindertenausweis werden in den Bildungsberichten ausgewiesen.

  • Grenzen der Aussagekraft des Indikators

    Die Anzahl der Teilnehmenden muss nicht deckungsgleich mit der Anzahl der Teilnahmen sein, so kann z. B. ein*e Bürger*in fünf verschiedene Kurse belegen, die dann auch fünffach in der Statistik gezählt werden würden.

  • Variabilität/Zäsuren/Datensprünge

    2015: Ursächlich für höhere Zahlen waren Teilnahmen an einer Ausstellung, die hohe Zahl an Vorstellungen des "Theater Dreamteam" und die Möglichkeit, durch Zuschüsse finanzierte politische Bildungsreisen nach Berlin und München durchzuführen. Pandemiebedingt wurden 2020 bis 2022 viele Kurse unterbrochen und abgesagt.

  • Für Nachhaltigkeit erforderliche Veränderungsrichtung

    Erhöhung

  • Kommentar zur Veränderungsrichtung

    Sowohl für das Individuum als auch für die Stadtgesellschaft ist es positiv zu werten, wenn niedrigschwellige außerschulische Bildungsangebote umfassend angenommen werden.

  • Berechnungsformel

    Anzahl der Teilnahmen an dem BZ-Kursangebot "barrierefrei Lernen"

  • Einheit

    Anzahl

  • Quelle

    Jährliche statistische Erhebung der Teilnahmen

Weitere Informationen

04_013Reichweite der Schülerkulturkarte

Trend: Keine eindeutige Entwicklung

Definition

Der Indikator stellt den Anteil der Schüler*innen, welche eine Kulturkarte haben, an allen Schüler*innen dar.


Erläuterungen des Indikators und dessen Nachhaltigkeitsbezug/-relevanz

Die Schülerkulturkarte ermöglicht es jungen Menschen, niedrigschwellig kulturelle Angebote wahrzunehmen. Außerschulische Bildung ist ein elementarer Baustein für die Lebensqualität und für die Entwicklung von jungen Menschen.

  • SDG-Ziel

    SDG 04 - Hochwertige Bildung

  • Unterziel

    Gleichberechtigte Teilnahme an außerschulischen Angeboten

  • Erhebungsmethodik und Datenqualität

    Die Schüler*innen melden sich an, und die Daten werden in Listen übernommen.

  • Grenzen der Aussagekraft des Indikators

    Wie häufig eine Schülerkulturkarte zum Einsatz kommt, wird nicht erfasst.

  • Variabilität/Zäsuren/Datensprünge

    2021: Nachfrage coronabedingt gering.

  • Für Nachhaltigkeit erforderliche Veränderungsrichtung

    Erhöhung

  • Kommentar zur Veränderungsrichtung

    Sowohl für das Individuum als auch für die Stadtgesellschaft ist es positiv zu werten, wenn niedrigschwellige außerschulische Bildungsangebote umfassend angenommen werden.

  • Berechnungsformel

    (Anzahl der Schüler*innen, welche eine Kulturkarte haben / Anzahl der Schüler*innen insgesamt) * 100

  • Einheit

    %

  • Quelle

    Eigene Erhebung durch die Kultur-Information

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