Fachschaft Latein

Zitat Fachbereich Latein

Latein ist die „Basissprache Europas“, es lebt nicht nur in vielen Fremdwörtern und in den romanischen Sprachen wie Italienisch oder Französisch weiter, sondern ermöglicht auch ein tieferes Verständnis der kulturellen und geistigen Traditionen Europas.
An unserer Schule kann man Latein ab der 6. Klasse wählen (Alternative wäre Französisch) und, wenn man möchte, bis zum Abitur belegen. In den ersten drei Jahren der Lehrbuchphase werden die Grundlagen in Grammatik und Wortschatz gelegt (unser Lehrbuch heißt „Campus“); die Schülerinnen und Schüler erfahren dabei viel über das Alltagsleben der Römer, über Geschichte und Mythologie.
Auf einzelnen Tagesausflügen gibt es auch die Möglichkeit, auf den Spuren der Römer in Bayern zu wandeln. Ab der 9. Klasse übersetzen und interpretieren wir die berühmtesten Passagen aus Originaltexten von Ovid, Cäsar, Catull, Cicero oder Seneca. Dabei steht nicht das „Pauken“ von Grammatikregeln im Vordergrund, sondern Inhalt und Aussageabsicht der Texte, die seit vielen Jahrhunderten zur Weltliteratur gehören. Das Übersetzen soll zum Nachdenken anregen – z.B. bei Cäsar über die Frage, ob es einen gerechten Krieg geben kann; oder im Themenblock Philosophie (Oberstufe) wird diskutiert, was das Leben lebenswert macht und wie man mit Ängsten umgehen kann.
Latein kann Spaß machen und fördert dabei das logische Denken, die Genauigkeit und die Ausdrucksfähigkeit im Deutschen. Der kurze Film vom Deutschen Altphilologenverband im folgenden Link erklärt auf unterhaltsame Weise, warum es sich nach wie vor lohnt, Latein zu lernen.

Aktuelles aus der Fachschaft:

Latein kann auch digital!

Ob Caesar, Cicero, Ovid oder Lehrbuchtexte: oft assoziiert man mit dem Lateinunterricht völlig zu Unrecht die Arbeit mit verstaubten Büchern oder bleiwüstenartigen Arbeitsblättern.
Dass dem nicht so ist, durften in diesem Schuljahr mehrere Lateinklassen aus der Unter- und Mittelstufe erleben: Dabei kamen die Schülerinnen und Schüler neben den klassischen und ebenso wichtigen analogen Materialien wie dem Lehrbuch auch in den Genuss eines breiten, digitalen Angebots, um die eigenen Latein-Skills ganz individuell verbessern und Einblicke in die römische Kultur erhalten zu können. So wurden beispielsweise die Sehenswürdigkeiten Roms anhand eines virtuellen Stadtrundgangs durch die Straßen Roms erkundet und kennengelernt. Bei Vokabelwettrennen mit Quizlet, einem leistungsstarken Tool, bei dem in unterschiedlichen Modi die Vokabeln auf spielerische Weise erlernt werden können, stachelten sich die Schülerinnen und Schüler immer wieder gegenseitig zu neuen Bestleistungen an. Eine spielerische Aneignung neuer Grammatikphänomene wurde neben analogem Material durch Gamification-Tools wie Kahoot oder Learningapps ermöglicht. Aber auch die Methode des Flipped-Classrooms („Umgedrehter Unterricht“), einem didaktischen Konzept, bei dem die Hausaufgaben und die Stoffvermittlung insofern vertauscht werden, dass die Lerninhalte zu Hause von den Lernenden erarbeitet werden und die Anwendung im Unterricht geschieht, kam nicht zu kurz. Summa summarum lässt sich auf ein abwechslungsreiches Lateinschuljahr zurückblicken, das neben der Förderung der sprachlich-kulturellen Kernkompetenzen, der Medienkompetenz auch den Spaßfaktor nicht außer Acht ließ.


Rudern im römischen Boot

11. Juli an einem regnerischen Morgen: Ganz Dechsendorf dämmerte noch verschlafen vor sich hin. Ganz Dechsendorf? Nein, ein kleiner Trupp unbeugsamer Latein-Schüler und Latein-Schülerinnen der 7. und 10. Klasse der Peter-Vischer-Schule näherte sich mit lautem Hallo beziehungsweise „Salve! Salvete!“ dem grünlich-bläulich schimmernden Gewässer, um in das Leben eines römischen Ruderers einzutauchen. Die Philologische Fakultät I, Abteilung Alte Geschichte der Friedrich-Alexander-Universität hatte in jahrelanger Arbeit detailgetreu ein römisches Ruderboot nachgebaut, das nun darauf wartete, von den Schülern und Schülerinnen in Fahrt gesetzt zu werden. Professor Dreyer, der Initiator des Projekts, war auch anwesend und wies die Schüler in die Grundkenntnisse ein. Kaum hatten wir abgelegt, trieb er uns zum Rudern an, was leichter gesagt als getan war, weil es schwierig war, gemeinsam den Takt zu halten. Da half auch nicht das laute und engagierte Rufen des Professors. Erst ruderten die 7.-Klässler eine gute Dreiviertelstunde, dann die 10.-Klässler. An Bord galt mal kein „Primi inter pares“ für die begleitenden Lehrkräfte Frau Schlichte, Frau Zachow und Herrn Sauer, denn auch sie wurden zum Rudern eingeteilt. Wieder an Land, räumten die Schüler und Schülerinnen alle Gerätschaften wieder auf und dann ging es auch schon zurück nach Norimberga. Der Ausflug hat uns allen viel Freude gemacht, weil es echt etwas Besonderes war, die Antike so hautnah zu erleben.

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