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Religionslehre und Ethik

W-Seminar Meditation

Besuch des W-Seminars „Mediation-spiritueller Übungsweg der Religionen“ im ZEN-Zentrum Nürnberg

Die Türe geht auf. Michael begrüßt uns. Er ist einer der Leiter des Nürnberger ZEN-Zentrums in der Adam-Kraft-Straße, also nicht weit von unserer Schule. Wir nehmen uns jeder ein Sitzkissen und folgen ihm in den Meditationsraum, vorbei an einem großen, messingfarbenen Gong.
Michael erklärt uns die Grundlagen des ZEN. Während der Meditation sind Gedanken völlig normal, wir sollen ihnen aber nicht folgen so wie man gedankenverloren einem Hündchen folgt, das an der Leine zieht. Einfach den Atem wahrnehmen wie er kommt und geht. Dabei kann man jedes Ausatmen mit zählen begleiten. Von Eins bis Fünf und dann wieder von vorne.
Wir probieren es aus. Sanft und ruhig gleiten die Augenblicke dahin, die Gedanken werden weniger, dann sind sie wieder verstärkt da. Egal, nicht wichtig, nichts beurteilen, einfach da sein, in die Gegenwart lauschen, präsent sein, absichtslos, absichtsvoll. Das ist alles und doch sehr viel. Gechillt und gelassen geht es am Ende – um eine Erfahrung reicher - zurück in die Schule.

Benedikt Anzeneder

Pubertaet Meets Kreativitaet 7 Klasse Kath Reli-b

Pubertät meets Kreativität

Es ist Dienstagmorgen. 17 Kinder aus der siebten Klasse in einem Atelier-Raum. An den Wänden und an den Staffeleien hängt Malpapier. Auf einem Tisch ein Klotz Ton, auf einem anderen kleine ausrangierte Elektrogeräte zum Zerlegen. Wir, die 7abc Reli-Klasse, sind für fünf Besuchstermine bei der Kunsttherapeutin Sabine Messner. „Pubertät meets Kreativität“ heißt unser Projekttitel.

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Was verändert sich alles in der Pubertät, wie sehe ich Dinge in meinem Leben neu? Welche neuen Fragen tauchen im religiösen Bereich auf? Veränderung steht also an. Grund genug, dieser neuen Phase einen Raum zu geben, in dem sie sich ohne gleich beurteilt zu werden ausdrücken darf.
Für fünf Termine also eintauchen in neue Erfahrungen, in das, was absichtslos beim Umgang mit den drei Materialien Farbe, Ton und Elektroschrott entstehen mag. Die einzige Rahmenbedingung: Es soll etwas entstehen im Kontext der drei Lebensräume: Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft und mit jedem der drei Materialien soll einmal umgegangen werden. So malen die Mädchen nicht nur, sondern zerlegen auch einen ausrangierten PC, modellieren die Jungs mit Ton und stehen vor der Staffelei und lassen Farben und Formen entstehen.
Spannend ist es auch wegen des relativ engen Raumes; Rücksicht aufeinander nehmen und gleichzeitig sich auch „seinen Raum nehmen“.
Frau Messner gibt Tipps, geht von Kind zu Kind, wenn sie gebraucht wird, hält sich dann wieder im Hintergrund, um dann wieder „Räume“ für Neues aufzumachen. Wichtigster Grundsatz: Es wird nichts bewertet, die Kinder müssen sich keine „Kommentare“ oder Beurteilungen anhören wie das in der Schule selbstverständlich ist und auch seinen Platz hat. Alles darf sein. Linke und rechte Gehirnhälfte gehen zusammen auf die Reise, entdecken Neues, lassen sich auf ein Spiel ein: „Pubertät meets Kreativität“

Benedikt Anzeneder

Besuch 6 Kl Reli Fenster Zur Welt-b

Besuch der 6. Klasse Katholische Religion im Laden „Fenster-zur-Welt“

„Fenster zur Welt“ klingt cool und ziemlich weiträumig. Im Rahmen unseres Lehrplanthemas „Kinder dieser Welt“ gehen wir auf Spurensuche – hier im Eine-Welt-Laden der Nürnberger Stadtkirche.

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Am Eingang begrüßt uns Jens. Er macht ein Freiwilliges Soziales Jahr hier im Laden. Ein kurzer Überblick über das Warenangebot und schon kurven die Kids in Kleingruppen zwischen den Regalen. Dabei finden sie z.B. heraus, woher der Kaffee kommt und wer daran wie viel verdient, welche Bildungsprojekte unterstützt werden und ob die Kinder der Kleinbauern und Pflücker zur Schule gehen können.
Aber auch fair gehandelte und ohne Kinderarbeit genähte Fußbälle gehen von Hand zu Hand und werden von den Jungs fachmännisch geprüft. Von fein gewebten Schals über Musikinstrumente und Schmuck bis zu Lebensmitteln reicht die Palette. Schließlich stellen einander die Kleingruppen gegenseitig ihre Ergebnisse vor.
Dass wir hier in Deutschland wie in einer Oase leben, dürfen wir uns immer wieder neu bewusstmachen. Denn in vielen Ländern gehört Kinderarbeit zum Alltag. Manchmal sind die Kinder stolz zum Unterhalt der Familie beizutragen, manchmal ist es aber auch nur gruselig, wie Kinder ausgebeutet werden: Ob als Kindersklaven auf Kakao-Plantagen an der Elfenbeinküste oder in Pakistan beim Nähen von Fußbällen – und das alles für unseren billigen Konsum. Traurig aber wahr. Und genau deswegen besuchen wir den Eine- Welt-Laden in der Vorderen Sterngasse.
Vielleicht ist dieser Besuch ja ein Anstoß mit den Eltern wiederzukommen. Leckere Schokolade, Tee, Kaffee, schönen Schmuck oder einen schicken Schal kann man immer wieder gebrauchen – damit es ein klein bisschen gerechter zugeht für die Kinder dieser Welt.

Benedikt Anzeneder

Die Wahrheit lügt: Fake-News und ihre Folgen

In den Medien, aber auch im privaten Alltag werden wir oft sowohl mit Fake-News als auch mit Gerüchten konfrontiert. Um diese erkennen zu können und Wahres vom Falschen zu unterscheiden, nahmen unsere Lehrkräfte am 03.Juli 2017 die Kurse der 11. Klasse in evangelischer und katholischer Religionslehre und Ethik auf eine Exkursion nach Erlangen mit. Dort besuchten wir in der Bildungseinrichtung „Bildung Evangelische“ (be) eine Ausstellung, die Studierende der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) zusammengestellt hatten. Eine Woche später kam Prof. Dr. Luibl von be zu uns in unseren evangelischen Religionsunterricht, um näher auf die massiv schnelle Verbreitung von Gerüchten einzugehen und gab uns Tipps, wie wir diese früher erkennen können. Außerdem beschäftigten wir uns mit der Fragestellung, ob Jesu Auferstehung einer der vielen Fake-News ist.

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Doch was sind Fake-News? Von Fake-News ist die Rede, wenn Falschinformationen absichtlich in Umlauf geraten. Vor allem wird dabei auf eine möglichst schnelle Verbreitung Wert gelegt, welche nur schwer aufzuhalten ist und gut- bzw. leichtgläubige Personen als Überträger missbraucht.
Doch Fake-News müssen nicht zwingend nur Falschmeldungen sein, sondern können auch durch eine spezielle Auswahl von Nachrichten eine Meinung erzeugen, welche von der Realität abweicht.
In Erlangen durften wir in kleinen Gruppen mehrere Stationen besuchen und haben mit Fachleuten verschiedene Situationen bezüglich Fake-News und Gerüchten beobachtet und besprochen. Dabei haben wir zum Beispiel durch Kurzfilme, Bilder und Zeitungsausschnitte darüber entschieden, ab wann es ein Fake ist, wie wir Gerüchte identifizieren können und ob Ironie auch schon als Fake-News zählt. Dabei stellten wir fest, wie enorm die Anzahl an Fake-News im Umlauf ist, wie sehr sie manipulieren und schaden können. Bevor wir nach Erlangen kamen, hatten wir uns nicht einmal vorstellen können, wie groß das Ausmaß an falschen und gefälschten Nachrichten ist. Wir haben gelernt, dass der Kern der Geschichten meistens wahr ist, diese aber falsch interpretiert, umgeschrieben oder absichtlich manipuliert und verändert wurden. Schließlich bleibt eine spektakuläre, Emotionen weckende Nachricht nachhaltiger im Gedächtnis als eine nüchterne, sachliche – auch dann, wenn sich herausgestellt hat, dass diese Nachricht ein Fake war.
Weshalb gibt es Fake-News oder Gerüchte? Meist dienen sie einem politischen oder sozialen Ziel. Sie haben einen gewissen Unterhaltungswert, erzeugen Aufmerksamkeit oder sollen einer Person/Zielgruppe schaden. Oftmals will der Verursacher sich dabei als besser hervorheben. Wichtig zu erwähnen sind die Funktionen von Verschwörungstheorien. Dabei gibt es zum einen die Sündenbockthesen, welche hauptsächlich dazu dienen, einer Person oder Gruppe einen speziellen Vorfall anzuhängen oder sich für eine Anti-Einstellung zu rechtfertigen. Unter anderem gibt es noch die Schock-Thesen, welche emotional berührende Ereignisse aufgreift und diese verkompliziert, mit dem Ziel komplexere und kompliziertere Erklärungsmodelle anzufertigen. Als letztes folgen die Mysterien-Thesen. Hierbei werden unaufgeklärte Phänomene oder Ereignisse mit Vermutungen, Theorien oder Mysterien gefüllt.
Schon Sokrates hat festgestellt, dass Gerüchte oder Fake-News es gar nicht wert sind verbreitet zu werden, wenn sie nicht drei Kriterien, die sogenannten „drei Siebe“, erfüllen. Wir müssen uns die Fragen stellen ob es gut, wahr und notwendig ist, wenn wir etwas Gehörtes weitererzählen wollen. Sind diese Kriterien nicht erfüllt, so stellt es nur eine Belastung für die Gesellschaft beziehungsweise die betroffene Person/Zielgruppe dar. Mithilfe all dieser Eindrücke stellten wir fest, dass wir nicht alles sofort leichtsinnig glauben, sondern überprüfen sollten, ob eine Aussage der Wahrheit entspricht.

Christina Marsing, Anastasia Martishov

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