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Umbau Plärrer

Der Plärrer ist einer der größten Verkehrsknoten innerhalb des Nürnberger Stadtgebiets und für den ÖPNV (Bus, Straßenbahn und U-Bahn) ein wichtiges Drehkreuz. Er liegt innerhalb des Stadterneuerungsgebietes Weststadt und im Betrachtungsraum des 2012 beschlossenen Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts (INSEK) Weststadt. Hier ist die Aufwertung des Plärrers in der Funktion einer Nahtstelle zur Weststadt als Entwicklungsleitlinie verankert. Im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchungen zur Erweiterung des Sanierungsgebiets aus dem Jahre 2015, wurde für den Bereich Plärrer als Sanierungsziel eine Aufwertung und Neugestaltung festgelegt.

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Neben den 2015 beschlossenen allgemeinen Sanierungszielen muss die U-Bahn-Haltestelle Plärrer wegen undichter Oberflächen und maroder Betonelemente zeitnah saniert werden. Diese notwendigen Baumaßnahmen möchte die Stadt Nürnberg für eine Umgestaltung des Plärrers nutzen. Die Anordnung der Gleise und der Haltestellen von Straßenbahnen und Bussen sollen neu geordnet und gestaltet werden. Neue Fahrgastunterstände sollen Schutz vor Witterungseinflüssen bieten. Durch die U-Bahn-Sanierung und die verkehrstechnische Neukonzipierung eröffnet sich jetzt die große Chance, dem Platz durch gestalterische und funktionale Aufwertung ein neues, qualitätsvolles und zeitgemäßes Image im Sinne der Entwicklungsziele aus INSEK und Stadterneuerung zu geben sowie die Sanierungsziele umzusetzen.


Der Plärrer wird grün!

Vom Stadtplanungsamt wurde ein Wettbewerb ausgelobt und vier Planungsteams aus den Bereichen Verkehrsplanung, Freiraumplanung und Stadtplanung beauftragt, Vorschläge zu erarbeiten den Plärrer neu zu ordnen und zu gestalten. Zu berücksichtigen waren hierbei auch die mehr als 250 Vorschläge und Ideen aus der Bürgerbeteiligung.
Das Preisgericht beschloss einstimmig, den Entwurf des Münchner Büros realgrün mit Brenner Ingenieure (Aalen) dem Stadtrat zur weiteren Beauftragung vorzuschlagen. Dieser sieht unter anderem die Pflanzung von über 100 zusätzlichen Bäumen vor sowie als dominierendes gestalterisches Element eine ringförmige grüne Wand an der Stelle des ehemaligen Brunnens.

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Der Siegerentwurf orientiert sich hinsichtlich der Verkehrsbeziehungen weitgehend an einer moderarten Reduktion des Bestands, entwickelt diesen aber in intelligenter und vorsichtiger Weise weiter. Die Ränder der Insel werden durch großzügige Baumpflanzungen akzentuiert und aufgewertet, welche sowohl klimatisch als auch stadträumlich wirksam werden sollen. Der Plärrer soll grüner werden, über 100 zusätzliche Bäume werden vorgeschlagen. Als dominierendes gestalterisches Element ist eine ringförmige grüne Wand an der Stelle des ehemaligen Brunnens angedacht. Dieser grüne Ring, ein Möglichkeitsraum mit dem Arbeitstitel „Plärrerpuck“ ist im Fußgängerbereich durchlässig. Ein kleines Café soll den Raum darunter beleben. Als zusätzliche Elemente sollen Spiel- und Wasserflächen die Fläche aufwerten.Durch die U-Bahn-Sanierung und die verkehrstechnische Neukonzipierung eröffnet sich jetzt die große Chance, dem Platz durch gestalterische und funktionale Aufwertung ein neues, qualitätsvolles und zeitgemäßes Image im Sinne der Entwicklungsziele aus INSEK und Stadterneuerung zu geben sowie die Sanierungsziele umzusetzen.

„Wichtig ist mir, dass der nun beschlossene Entwurf neben einem maximal grünen auch einen sehr fußgängerfreundlichen ÖPNV-Knoten Plärrer erlaubt, zudem können die vielen Lücken im Radwegenetz mit dem Konzept vollständig geschlossen werden“, so Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich.
Über das Ergebnis des Workshops wird der Stadtplanungsausschuss am 24. September 2020 informiert. Das Büro realgrün soll mit der Weiterentwicklung ihres Entwurfs beauftragt werden und wird das Ergebnis, voraussichtlich im Herbst 2020, dem Stadtrat, den Fachleuten und der Öffentlichkeit vorstellen. Die Umsetzung der Planung soll zeitnah erfolgen, da statische und Abdichtungsprobleme der UBahnüberdeckung einen Aufschub nicht erlauben.

„Für Nürnberg ist das Ergebnis dieses Wettbewerbs ein großer Schritt – ein wesentlicher Verkehrsknoten wird begrünt, der Durchgangsort Plärrer wird angenehmer für die Menschen, bleibt dabei aber weiterhin für den Autoverkehr nutzbar“, so Oberbürgermeister Marcus König.


Historische Fotos und Kunst "Am Plärrer"

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