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Gartenbrunnen

Gartenbrunnen

Außerhalb von Wasserschutzgebieten ist es möglich, Grundwasser für die Gartenbewässerung zu nutzen. Für das Knoblauchsland gilt dies nur eingeschränkt.
Eine geplante Bohrung muss vorher beim Umweltamt über ein Anzeigeverfahren zugelassen werden.

Wie funktioniert das Anzeigeverfahren für die Bohrung eines Gartenbrunnens?

Die Bürgerinnen und Bürger, die einen Gartenbrunnen errichten wollen, füllen ein entsprechendes Anzeigeformular aus und reichen dies zusammen mit einem Lageplan, auf dem der geplante Brunnenstandort verzeichnet ist, beim Umweltamt, Abteilung Technischer Umweltschutz, ein.
Das Formular ist im Internet (siehe Seitenende) erhältlich, kann aber auf Wunsch auch postalisch verschickt werden.
Nach Erhalt des ausgefüllten Formulars - inklusive Lageplan - erfolgt die fachliche Prüfung des Brunnenstandortes durch die fachkundige Stelle im Umweltamt.

Was genau wird durch die Behörde geprüft? Welche Gründe könnten zur Ablehnung führen?

Die fachliche Einschätzung erfolgt nach § 46 Abs. 1 Wasserhaushaltsgesetz (WHG). Demnach ist eine erlaubnisfreie Förderung von Grundwasser möglich, wenn dadurch keine signifikanten nachteiligen Auswirkungen auf den Wasserhaushalt zu erwarten sind. Die Einschätzung, ob dies der Fall ist, hängt immer vom jeweiligen Einzelfall ab.
Zudem ist eine erlaubnisfreie Grundwasserförderung nur für bestimmte Zwecke möglich (§ 46 Abs. 1 Nrn. 1 und 2 WHG; Art. 29 Bayerisches Wassergesetz (BayWG)). Hierunter fällt unter anderem der Gartenbau.

Folgende Aspekte sind jedoch zu beachten:

  • In Wasserschutzgebieten dürfen keine Gartenbrunnen errichtet werden.
  • Im Knoblauchsland dürfen Gartenbrunnen lediglich 10 m tief gebohrt werden, um die Belange des Grundwasserschutzes zu berücksichtigen.
  • Sollten dem Umweltamt Kenntnisse über Boden- oder Grundwasserverunreinigungen vorliegen, so werden die Bürgerinnen und Bürger entsprechend darauf hingewiesen.

Gibt es Mengenbeschränkungen für die Entnahme?

Grundwasser darf erlaubnisfrei nur in geringen Mengen gefördert werden.
Was als geringe Menge einzustufen ist, hängt von den jeweiligen Umständen des Einzelfalls ab. In den Unterpunkten von Punkt 2.5.1 der Verwaltungsvorschrift zum Vollzug des Wasserrechts (VVWas) ist erläutert unter welchen Umständen eine erlaubnisfreie Grundwassernutzung möglich ist.
Die meisten Anzeigen, die im Umweltamt eingehen, betreffen Brunnen in Gärten von Einfamilienhäusern. Hier geht das Umweltamt grundsätzlich davon aus, dass Grundwasser nur in geringen Mengen im Sinne des Gesetzes entnommen wird.

Gibt es einen Unterschied ob der Brunnen als Trinkwasserbrunnen oder zur reinen Gartenbewässerung genutzt wird?

Ob ein Brunnen auch als Trinkwasserbrunnen genutzt werden kann bzw. soll, ist aus wasserrechtlicher Sicht irrelevant, da das Wasserrecht allgemein dem Schutz von Gewässern dient.
Da im Stadtgebiet Nürnberg ein grundsätzlicher Anschluss- und Benutzungszwang bezüglich der öffentlichen Wasserversorgung besteht, kommt die Nutzung eines Brunnens als Trinkwasserbrunnen eigentlich nur in Betracht, wenn an dem jeweiligen Standort keine Anschlussmöglichkeit vorhanden ist und gleichzeitig ein Bedarf an Trinkwasser besteht. Diese Konstellation stellt aber einen absoluten Ausnahmefall dar.
Das Wasser muss dann den Bestimmungen der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) entsprechen, was durch entsprechende Beprobungen dem Gesundheitsamt nachzuweisen ist.

Was kostet die Prüfung?

Wenn es aus wasserwirtschaftlicher Sicht keine Einwände gegen die Errichtung des Brunnens gibt, versendet das Umweltamt eine Anzeigebestätigung mit eventuell relevanten Hinweisen z. B. zu Bodenverunreinigungen o.ä., soweit bekannt. Sollten Einwände bestehen, wird ein Schreiben mit der entsprechenden Begründung übermittelt.

Üblicherweise stellt das Umweltamt für die Prüfung einen Stundensatz (momentan 60,-- €) in Rechnung (KVz Tarif-Nr. 8.IV.0/1.6).

Kann man in Zahlen benennen, wie viele private Brunnen es in Nürnberg gibt?

In einer Datenbank hat das Umweltamt momentan 1.657 private Gartenbrunnen erfasst. (Stand 12.2014)


Formulare

Anzeigeformular

Anzeigeformular Gartenbrunnen

Technischer Umweltschutz


Gudrun Mohr

Telefon: 09 11 / 2 31-41 10

Telefax: 09 11 / 2 31-25 83


Ferdinand Ruf

Telefon: 09 11 / 2 31-38 71


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