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Zeittafel zur Geschichte des Klärwerks 1

1908

Planung einer zentralen Kläranlage für Nürnberg am Standort des heutigen Klärwerks 1 bei Doos. Das Projekt wird wegen der hohen Kosten nicht weiterverfolgt.

Lageplan Kläranlage 1908

Lageplan des Kläranlagenprojekts in Doos. Deutlich erkennbar die kleineren Absetzbecken und die größeren Becken für die (später vorgesehene) biologische Abwasserreinigung.

1917

In einer Planung für den Ausbau der Abwasserbeseitigung in Nürnberg wird erneut die Errichtung einer zentralen biologischen Kläranlage am Standort Doos vorgeschlagen.

1928

Baubeginn für die Zuleitungskanäle zur Kläranlage im Pegnitztal westlich der Nürnberger Altstadt. Begradigung der Pegnitz im Bereich der zukünftigen Kläranlage, Bau eines Hochwasserdammes.

1929

Baubeginn für die Kläranlage am Standort Doos. Sie erhält (ihrem Einzugsgebiet entsprechend) die Bezeichnung "Kläranlage Nord".

1931

Fertigstellung der Kläranlage. Sie besteht aus Rechen, 4 Absetzbecken, 8 Zellenfaulbehältern sowie 5 Schlammtrockenbeeten mit einer Fläche von 3000 Quadratmetern. Der Sandfang geht im Jahr 1932 in Betrieb.

Absetzbecken der Kläranlage Nord

Blick über die Absetzbecken der fertigen Kläranlage zu den Schlammtrockenbeeten. Im Hintergrund das Betriebsgebäude.

1945

Wegen Kriegsschäden muss die Kläranlage im April 1945 für 6 Monate außer Betrieb genommen werden.

1955

Eine erste Belebungsanlage geht in Betrieb. Wegen betrieblicher Schwierigkeiten (Schaumentwicklung durch Waschmittel-Inhaltsstoffe) wird sie mit der Inbetriebnahme der zweiten Tropfkörpergruppe (1963) wieder stillgelegt und zu Absetzbecken umgebaut.

S´chaumentwicklung in der Belebtschlammanlage

Schaumentwicklung in der ersten Belebungsanlage im Klärwerk 1, 1955.

1956

Vier Tropfkörper (Durchmesser 20 Meter) für die biologische Abwasserreinigung werden fertig gestellt. Acht Zellenfaulbehälter zur Schlammfaulung (als erster Bauabschnitt) gehen in Betrieb.

1960

Acht weitere Zellenfaulbehälter (als zweiter Bauabschnitt) gehen in Betrieb.

1962

Die "Kläranlage Nord" wird umbenannt und heißt seitdem "Klärwerk 1" (als das größere der beiden Klärwerke).

1963

Inbetriebnahme von vier weiteren Tropfkörpern (Durchmesser 30 Meter) und zwei Absetzbecken (Durchmesser 50 Meter).

1967

Fertigstellung des ersten großen Faulbehälters ("Faulei") mit
10 800 Kubikmetern Volumen.

1972

Die Schlammentwässerungsanlage geht in Betrieb. Sie war erforderlich, da die anfallenden Schlamm-Mengen nicht mehr in den Trockenbeeten bewältigt werden konnten.

Schlammentwässerungsanlage im Bau

Die Schlammentwässerungsanlage im Bau.

1975

Die zweite biologische Stufe (Belebungsanlage) mit drei Absetzbecken (Durchmesser 70 Meter) geht in Betrieb.

1977

Das zweite Faulei - baugleich mit dem ersten - wird fertig gestellt.

Der zweite Faulbehälter im Bau

Das zweite Faulei im Bau.

1978

Das dritte Faulei wird fertig gestellt. Vier weitere Tropfkörper (Durchmesser 36 Meter) und ein weiteres Absetzbecken (Durchmesser 50 Meter) gehen in Betrieb.

1984

Inbetriebnahme von vier weiteren rechteckigen Absetzbecken für den mechanischen Anlagenteil.

1989

Die Belebungsanlage wird um zwei Belebungsbecken und ein viertes Absetzbecken (70 Meter) erweitert. Das vierte und das fünfte Faulei werden fertig gestellt.

1992

Die Schlammentwässerungsanlage hat nach 20 Betriebsjahren das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und wird stillgelegt.

1993

Der neue Einlaufbereich (Hebewerk, Rechenanlage, Sandfang) geht in Betrieb.

1994

Inbetriebnahme des Abwasserfilters. Inbetriebnahme der neuen Schlammtrocknungsanlage als Nachfolge der 1992 stillgelegten Schlammentwässerungsanlage.

1995

Die Maßnahmen zur Stickstoffreduzierung (vorgeschaltete Denitrifikation in der zweiten biologischen Stufe) gehen in Betrieb.

1997

Das Verwaltungs- und Betriebsgebäude auf dem Gelände von Klärwerk 1 wird fertig gestellt.

2002

Die Hochlastbelebungsanlage (als erste biologische Reinigungsstufe) geht in Betrieb. Sie ersetzt die bisherigen Tropfkörperanlagen.

Erste biologische Stufe, Belebungsanlage

Die Oberfläche der Belebungsbecken mit den Antrieben der Kreiselbelüfter.

2003

Das Blockheizkraftwerk geht in Betrieb. Dadurch wird eine nahezu vollständige Verwertung des Klärgases ermöglicht.

2005

Das fünfte Nachklärbecken der zweiten biologischen Stufe geht in Betrieb.

2009

Baubeginn für die Schlammentwässerungsanlage (als Ersatz für die Schlammtrocknungsanlage).

2011

Die Schlammtrocknungsanlage hat nach fast 17 Jahren das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und wird stillgelegt. Von nun an findet die Schlammentwässerung in Zentrifugen statt.

2013

Die erneuerten Nachklärbecken gehen in Betrieb.

Inbetriebnahme Nachklärbecken

Inbetriebnahme eines Nachklärbeckens. Das erste Wasser tritt aus dem Mittelbauwerk aus.

2016

Bau einer Versuchsanlage zur Klärschlammverwertung mit Phosphor-Rückgewinnung. Die Versuche finden im Jahr 2017 statt

2016

Baubeginn für die Erneuerung der Schlammbehandlung (Schlammeindickung, Vorwärmung, Förderung).

Aktualisiert am 14.12.2018, 13:31 Uhr

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