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3. Nürnberger Bildungskonferenz zum Thema "Schule und Bildungsgerechtigkeit"

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Auf große Resonanz stieß die dritte öffentliche Nürnberger Bildungskonferenz zum Thema Bildungsgerechtigkeit und Schule am 21. und 22. Oktober im Sigena-Gymnasium. Die zweitägige Veranstaltung, die vom Bildungsbüro der Stadt Nürnberg zusammen mit der evangelischen Akademie Tutzing durchgeführt wurde, bot nicht nur den anwesenden Schulexperten, sondern auch einer Vielzahl interessierter Bürgerinnen und Bürger einen anregenden Mix aus Fachinformation und Debatte.

Zum Auftakt der Veranstaltung bezogen OB Dr. Ulrich Maly und Kornelia Haugg vom Bundesministerium für Bildung und Forschung Stellung gegen die soziale Bedingtheit von Bildungserfolgen. Beide forderten eine gerechtere Verteilung der Bildungschancen für alle.

Einen fachlich-kritischen Akzent zum Thema „Bildungsgerechtigkeit und Schule“ setzte der emeritierte Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung Wolfgang Edelstein. Eine zu frühe Auslese sei ungerecht und Schule widerspreche häufig den Bedürfnissen der Kinder, lauteten zwei wichtige Botschaften. Am Freitagnachmittag vertieften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die inhaltliche Arbeit in sechs parallel tagenden Foren, die mit hochkarätigen Fachleuten besetzt waren. Eine Zusammenfassung der Foren steht hier.

Fortgesetzt wurde die Tagung am Samstag mit einem Vortrag zur Gemeinschaftsschule in Finnland von Prof. Jukka Sarjala, dem ehemaligen Leiter des finnischen Zentralamtes für Bildungswesen. In seinem ersten Vortrag in deutscher Sprache illustrierte der gut gelaunte Finne die Erfolgsgeheimnisse der finnischen Bildungsreform.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion lieferten sich – unter der Regie des Konferenzmoderators Klaus Hebborn - Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Peter Müller vom Bayerischen Kultusministerium, Uwe Schummer, Obmann der CDU-Fraktion im Bildungsausschuss des Bundestages und Ulrich Maly als Vorsitzender des Bayerischen Städtetages einen kontroversen und äußert informativen Schlagabtausch. Alle waren sich darin einig: Die Kooperationskultur zwischen Bund, Ländern und Gemeinden muss verbessert werden.

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