Auf zwei Bildschirmen sind Statistiken zu Bildung zu sehen, von hinten ist eine Person mit halblangen Haaren zu sehen, sie sitzt vor den Bildschirmen.

Bildungsbüro


Nürnberg forscht 2 - Citizen Science im Stadtteil

„Nürnberg forscht 2“ knüpft an die Erfahrungen des Projekts „Nürnberg forscht“ an und bringt den Citizen-Science-Ansatz in ausgewählte Nürnberger Stadtteile. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen ihr direktes Lebensumfeld erleben – und wie ihre Perspektiven aktiv in die Entwicklung ihrer Quartiere einfließen können. Erfahrungen aus vielen Städten zeigen, dass ein lebendiges Zusammenspiel von sozialen Netzwerken, Bildungsorten und unterstützenden Strukturen Teilhabe, Zusammenhalt und Lebensqualität nachhaltig stärkt.

Gemeinsam Wissen schaffen – gemeinsam Stadt gestalten

Viele Menschen prägen das Leben in Nürnbergs Stadtteilen, doch nicht alle Stimmen finden in klassischen Beteiligungsformaten gleichermaßen Gehör. Besonders Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sind häufig unterrepräsentiert, obwohl sie wertvolle Erfahrungen und Sichtweisen einbringen.

Hier setzt das Projekt an: Bewohnerinnen und Bewohner werden eingeladen, selbst zu Forschenden zu werden und ihr Wissen über den Stadtteil einzubringen. Mit Methoden wie Community Mapping, Stadtteilspaziergängen, Fokusgruppen und Interviews entsteht ein vielschichtiges Bild des Alltags – direkt aus der Perspektive derjenigen, die ihn gestalten.

Was ist Citizen Science?

Teilhabe stärken – Barrieren abbauen

Ein zentrales Ziel ist es, Beteiligung für alle zugänglich zu machen. Das Projekt schafft Räume, in denen Menschen ihre Erfahrungen teilen können – unabhängig von Herkunft, Sprache oder sozialem Hintergrund. Und damit entstehen Erkenntnisse, die nicht nur wissenschaftlich wertvoll sind, sondern auch konkrete Impulse für eine diversitätssensible Stadtteilentwicklung liefern.

Von bestehenden Quartieren bis nach Lichtenreuth

Aufbauend auf den Erfahrungen aus zwei ausgewählten Quartieren bezieht das Projekt im weiteren Verlauf auch das neue Stadtquartier Lichtenreuth ein, das bis 2030 rund 6.000 Menschen ein Zuhause bieten wird. Vielfalt soll hier von Beginn an sichtbar werden: Interkulturelle Netzwerke, Beteiligungsstrukturen und gemeinschaftliche Orte sollen frühzeitig wachsen können.

So verbindet das Projekt innovative Ansätze der Stadtteil- und Quartiersentwicklung mit den integrationspolitischen Leitlinien der Stadt Nürnberg.

Gefördert wird „Nürnberg forscht 2“ vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) aus Mitteln des Asyl- und Migrationsfonds (AMIF). Die Laufzeit beträgt drei Jahre (Januar 2026 bis Dezember 2028).

Weitere Informationen

finden sich in Kürze auf der Projekt-Homepage „Nürnberg forscht 2 – Citizen Science im Stadtteil“ und auf Instagram.