Heterogenität nimmt zu
Wie Elisabeth Ries, Referentin für Jugend, Familie, Senioren und Soziales ausführte, unterscheiden sich insbesondere bei Kindern im Kindergartenalter, d.h. im frühkindlichen Bereich, die Lebenslagen zusehend. Die soziale Herkunft und insbesondere die familiäre Armutssituation haben weiterhin einen erheblichen Einfluss auf Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern. Daraus ergibt sich die zentrale Frage, wie armutssensibel Bildungseinrichtungen gestaltet sind und wie gut es gelingt, Kinder und Familien in unterschiedlichen Lebenslagen zu erreichen. Es sei wichtig, Familien möglichst frühzeitig über Angebote der Familienbildung und Frühförderung zu adressieren und zu gewinnen. Gerade im Sinne präventiver Bildungsarbeit sei es notwendig, diese Zugänge weiter zu stärken.
Im anschließenden Austausch diskutierten die Mitglieder des Bildungsbeirats die vorgestellten Ergebnisse und ordneten sie aus der Perspektive ihrer jeweiligen Bildungsbereiche ein. Einigkeit bestand darüber, dass die Bildungsberichterstattung eine wichtige Grundlage für datenbasierte Entscheidungen bildet und dazu beiträgt, die Bildungslandschaft in Nürnberg bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.