Mit dem Künstlerhaus im KunstKulturQuartier wurde für die diesjährige Bildungskonferenz am 25. November 2026 ein offenes und lebendiges Kulturzentrum im Herzen der Stadt als Veranstaltungsort gewählt. Eröffnet im Jahr 1910 blickt es auf eine bewegte Geschichte zurück, auf die auch die pinke, acht Meter hohe Skulptur „Flagge zeigen“ von Künstlerin Heidi Sill am Eingang hinweisen soll.
Heute steht das Künstlerhaus für diskursive, partizipatorische Kulturarbeit – ein Ort für alle Menschen. Das Raumangebot mit Flächen für Ausstellungen und Performances, Konzerte und Partys, mit Kinosälen, Wirtshaus, Café und Biergarten, Tagungsräumen und Kreativwerkstätten bietet dafür vielfältige Voraussetzungen. Gemeinsam mit Künstlervereinen und -initiativen, externen Veranstaltern und vielzähliger Bürgerbeteiligung durch ehrenamtliche Gruppen entsteht so ein interdisziplinäres, multikulturelles, breitgefächertes Angebot.
Von 2018 bis 2024 wurde der nördliche Bauteil des Gebäudes generalsaniert. Mit dem dritten und letzten Bauabschnitt wurden Arbeiten auf einer Fläche von 7.160 Quadratmetern durchgeführt, das Gebäude dabei technisch und im Hinblick auf Barrierefreiheit verbessert. Daneben wurde auch die Eingangssituation baulich verändert. Für die gelungene Sanierung erhielt das Künstlerhaus den Denkmalpreis 2024 des Bezirks Mittelfranken. Gelobt wurde von der Fachjury, dass die Eingriffe in die Bausubstanz nicht den Charakter und Charme des Hauses beeinflussten.
Die Zugänge zu den meisten Räumen im Künstlerhaus sind barrierefrei zugänglich. Das Hauptgebäude verfügt über eine barrierefreie Verbindung zum Kulturgarten. Mehrere Aufzüge verbinden die Stockwerke. Die barrierefreien Toiletten befinden sich im Erdgeschoss und im 1. Stock. Dort findet auch der Großteil der Nürnberger Bildungskonferenz statt.
Da Barrierefreiheit nicht nur die räumliche Gestaltung betrifft, sind bei der Bildungskonferenz verschiedene sprachliche und visuelle Unterstützungsangebote vorgesehen: Schriftsprach- und Gebärdensprachdolmetschkräfte, Dolmetschkräfte für leicht verständliche Sprache sowie eine Audiobeschreibung für das Bühnenprogramm für blinde und sehbehinderte Menschen sollen auch die inhaltliche Zugänglichkeit gewährleisten. Darüber hinaus steht den Teilnehmenden vor Ort ein Assistenzdienst zur Seite, der bei individuellen Fragen und Unterstützungsbedarfen immer ansprechbar ist.

