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Die Theater-AGs der Peter-Vischer-Schule

PVS-Theaterabend 2018 „Nachschlag“

Die Kürze von Loriots Stücken „…erweist sich als angenehm im Vergleich mit älteren Autoren wie Shakespeare, Schiller, Goethe, Kleist, Ibsen und ähnlichen.“, so heißt es im Klappentext zu „Loriot´s [sic] Dramatische Werke“.
Diese Annehmlichkeit überzeugte auch die elf (insgesamt achtzehn) Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Theaterkurses Oberstufe, die sich Anfang Mai den Abiprüfungen unterziehen mussten. Szenen von etwa zehn Minuten Länge waren auch bis zum Aufführungstermin Mitte April in den Griff zu bekommen.
Um sich bei den verschiedenen Szenen das aufwändige Herstellen von Requisiten und Kulissen zu ersparen, erdachte man eine Rahmenhandlung, die die Not zur Tugend machte: Der Rückraum der Aula soll entrümpelt werden. Beim Wegräumen der nutzlosen Teile fallen den Arbeitern der Entrümpelungsfirma Loriot-Sketche ein, die sie ihren Kollegen vorspielen wollen. So entstand eine Inszenierung der besonderen Art, weit weg von den sattsam bekannten Fernseh-Sketchen.
Hervorgehoben sei hier das Engagement (zwei Sonntage Proben in der PVS!), die Kreativität und Spiellust aller Kursteilnehmer, die es ermöglichten, dass die Zuschauer über eine Stunde Unterhaltung pur genießen konnten.
Im zweiten Teil des Theaterabends kam es zu einer Re-Union des hauseigenen Lehrerkabaretts, das im Jahr 2015 sein 25jähriges Jubiläum im Burgtheater Nürnberg gefeiert hatte. Ein Großteil der Mitglieder sind inzwischen pensioniert oder im Rentenalter, doch für einen Ausblick auf die Zukunft der Schule kam es nochmals zu einem gemeinsamen Nachschlag der „Gerontocrats“.
Allen Teilnehmern ein herzliches Dankeschön für einen gelungenen und kurzweiligen Theaterabend.
Johannes Dorrer

Theaterprojekt „Pleitegeier“

Im Schuljahr 2017/18 fand ein gemeinsames Theaterprojekt der Peter-Vischer -Schule und der Dr. Theo Schöller Schule statt mit dem Titel „Pleitegeier“ - Eine Kampagne zur Stärkung der Teilhabe und Akzeptanz junger Nürnberg-Pass-Inhaber und deren Familien.
Am Montag trafen wir (drei Schüler der Dr-Theo-Schöller Schule und drei Schüler der Peter-Vischer-Schule) uns mit unserem „Lehrer“ Shouwn vor dem Sekretariat der Dr.-Theo-Schöller-Schule um ein Theaterstück einzustudieren und vorzuführen.
Das Stück handelt von einer alleinerziehenden Mutter mit zwei Kindern. Die Mutter kann wegen einer Krankheit nicht arbeiten. Die Familie bekommt daher Hartz IV. Probleme in der Familie, der Nachbarschaft und der Schule werden dargestellt. Wir wollten in dem Theaterstück zeigen, dass Leute, die von Hartz IV leben, Menschen sind wie du und ich.
Die Proben liefen so ab, dass Shouwn uns erst alle Rollen erklärte, sie uns dann vorführte und wir sie dann nachspielten. Am Donnerstag war dann Premierentag. Schnell wurden noch die letzten Szenen geprobt und schließlich waren wir so gut vorbereitet, dass wir mehrmals einen kompletten Durchlauf spielen konnten.
Abends um 18.00 Uhr war es endlich soweit---die Premiere. Wir alle waren so aufgeregt. Aber am Ende hat alles geklappt, genauso wie die zwei Schulauftritte am Freitag. Dazu kamen Schüler und Lehrer der Dr.-Theo-Schöller-Schule und der Peter-Vischer-Schule zusammen um sich unser Theaterstück anzusehen.
Das Publikum war begeistert – und wir auch. Danke!

Lukas (6. Klasse)

Weihnachtsspiel der Theater-AG

Im Fernsehen gibt es in der Vorweihnachtszeit Sendungen, wie Japaner, Äthiopier oder Brasilianer das Fest begehen. Aber wie feiern eigentlich Lehrerinnen und Lehrer Weihnachten?
Dazu befragte die Theater-AG, 13 Mädchen und 2 Jungen aus der sechsten bis achten Jahrgangsstufe, mehr als eine Fußballmannschaft, ihre Lehrerinnen, Lehrer und die Schulleiterin. Feiern Sie mit Ihrer Familie? Was essen Sie? Wann gibt es die Geschenke? Und so weiter. Aus den Interviews fertigten die Schülerinnen und Schüler ein Script, in dem man auch ohne Namensnennung die eine Lehrerin oder den anderen Lehrer ganz gut wiedererkennen konnte. Die Kinder nahmen sich aber auch die – künstlerische – Freiheit der Überspitzung und Verfremdung, indem sie beispielsweise in einer Szene eine Lehrerin in englischer Sprache darstellten, in einer anderen wiederum Klavier spielten oder Gesangs- und Tanzeinlagen brachten. Die Art und Weise, wie die Lehrkräfte dargestellt wurden, war trotzdem sehr genau und blieb nett und liebenswürdig.

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Der Schauspielgruppe machte das Ganze offensichtlich sehr viel Spaß. Es gab immer wieder extra Beifall und das zu Recht. Witz, Improvisation, sehr viel Charme und das Selbstbewusstsein der jungen Schülerinnen und Schüler ließen über wenige Holprigkeiten hinwegsehen. Als Zuschauer war man gespannt, wie es weitergeht und was der Truppe da noch einfällt.
Leider war der Saal dieses Schuljahr nicht brechend voll, sondern mit ca. vier Fünftel nur ordentlich gefüllt. Das ist wirklich schade, denn viele Eltern wissen gar nicht, was ihnen da an vorweihnachtlicher Einstimmung und an schulischen Erfahrungen ihrer Kinder entgangen ist.
Die Theater-AG der Unterstufe überrascht seit vielen Jahren jedes Mal neu mit ihrer Vorweihnachtsaufführung. Einmal ist es ein eher klassisches Stück in der Art von Dickens, ein anderes Mal etwas Humorvolles mit einem überforderten Nikolaus oder etwas richtig Fantasymäßiges, dann wieder etwas Märchenhaftes und dieses Jahr etwas völlig Eigenes.
Liebe Eltern, Schülerinnen und Schüler, es gibt keine Wiederholung, es gibt nur eine Premiere und die sich anzusehen lohnt sich jedes Jahr.
Udo Bittermann

Projekt Hans Litten

Projekt Hans Litten

Projekt über Hans Litten

Patricia Litten und Lehrer und Schüler/innen der 11. Klasse der Peter-Vischer-Schule bereiten in englischer Sprache ein Projekt über Hans Litten und den Bezug zu heute vor.
Das Ergebnis wurde am 29. April 2017, dem Tag der Befreiung des KZ Dachau, in der Blue Box des Staatstheaters Nürnberg aufgeführt.
Diese Projektarbeit entstand in enger Zusammenarbeit mit der Theaterpädagogik des Staatstheaters.

PVS Engelchen Weihnachtsspiel 2010

Das Weihnachtsspiel der Theater-AG Unterstufe

Die jungen Darstellerinnen und Darsteller trugen ihr Stück enthusiastisch mit viel Empathie vor und fesselten ihr Publikum, das sie immer wieder mit einbezogen. Gesangseinlagen an den richtigen Stellen lockerten die Vorführung auf. So war es ein gelungener Theaterabend, der einen in fröhlicher Art und Weise auf ein besinnliches Weihnachtsfest einstimmte und das galt nicht nur für die Kinder im Publikum.
Udo Bittermann

2017-04-26 BandTheater-8

Originalbild unter: http://art-ist-in.fotograf.de/photo/59011562-a2e4-477b-a8f8-3e510ac640de

Die Theater-AG Oberstufe

PVS-Theaterabend Kino, Konzert, Kabarett 2017

Groovende Filmmusik, Slapstick, Sologesang, multifunktionale Lehrer, Vokalensemble und Kabarett: eine krass-gelungener Theaterabend an der PVS
Film und Kino war das Thema, bei dem, wie schon einmal vor etlichen Jahren, die Schulband „The Vishermen“ und der Theaterkurs der Oberstufe zusammenarbeiteten. Den Ausgangspunkt für die Auswahl der Szenen und Sketche bildete der Komiker, Kabarettist und Autor Karl Valentin, der – und das ist sicher weniger bekannt – auch zu den Filmpionieren der Stummfilmzeit gehört. Seine 1923 entstandenen surrealen „Mysterien eines Friseursalons“ (Regie: Bert Brecht) zählt zu den wichtigsten deutschen Filmen dieser Zeit.

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Surreal und absurd-komisch sind viele der Dialoge Valentins. Gemäß dem cineastischen Motto des Abends wurden einige von ihnen bearbeitet. So wurde aus dem „Streit mit schönen Worten“ ein Bollywood-Verschnitt: Während sich das Liebespaar im Vordergrund (Julia, Luisa) Nettigkeiten an den Kopf wirft, agieren Tänzer in stilisiert-kitschigen Posen. Wie so oft bei Valentin passt der Subtext (Streit) nicht zu den Worten (Liebesbeteuerungen) und entlarvt so Heuchelei und familiäre Spannungen.
Der Sketch “Wahre Freundschaft“ wurde gar ins Englische übertragen und kommt als skurriler, in sich kreisender Nachruf von zwei Cowboys auf ihren Kumpel daher (Julian, Albara).
„Anschauen können wir den schon, aber ob er davon wieder geht?“ – die absurde Logik der Handwerker (Xenia, Julian) erntete mit ihrer drolligen Slapstick-Nummer viele Lacher vom Publikum. Der Humor in „Der kaputte Scheinwerfer, äh, Beamer“ ist wohl zeitlos.
Erfrischend souverän gespielt war auch der „Kinobesuch“: Bea und Irina arbeiteten ihre Rollen gut heraus und lieferten sich als Ehepaar, das mit den Vorbereitungen zu einem Kinobesuch kämpft, einen spritzigen Schlagabtausch.
Valentins „Familiensorgen“ mutiert zur antiken Tragödie à la „Quo Vadis“: gespickt mit lateinischen Sprichwörtern brodelt es unter der glatten Oberfläche und man zankt sich um Nichtigkeiten und Gerüchte.
Eine schöne Inszenierungsidee von spiritus rector Johannes Dorrer versetzt das Publikum im „Hunderl“ in die Stummfilmzeit: Während die Schauspieler stumm agieren, wird der Dialog an der Rampe von zwei Sprechern synchron vorgetragen.
Zwischen den Szenen präsentierten die Vishermen in gut aufgestellter Besetzung klassische Filmmelodien: Mit elegantem Groove erklangen die Mancini-Titel „Peter Gunn Theme“ und „The Pink Panther“, kompakt im Sound und rhythmisch mitreißend das Thema der Muppet-Show. Passend zur Bollywood-Schmonzette (Streit mit schönen Worten) erklang vom Vokalensemble (Leitung: Michaela Schliederer) im schön arrangierten mehrstimmigen Satz „As time goes by“.
Michaela Schliederer verstärkte die Band zusätzlich am Saxophon und Dr. Markus Wollin leitete die jungen Musiker teilweise auch von der Posaune und dem Piano aus. Auch Oberstufenbetreuerin Kathrin Ruf-Oesterreicher wirkte mit, an Querflöte (schönes Solo in „Girl from Ipanema“) und Klavier.
Und last but by no means least muss in dem kurzweiligen und abwechslungsreichen Programm die Gesangsolistin erwähnt werden: souverän, äußerst wandlungsfähig in Stimme, Ausdruck und Performance präsentierte Irem so unterschiedliche Nummern wie „Girl from Ipanema“, „Shake your tail-feather“ und „Everybody“.
Ein facettenreicher, vergnüglicher Abend!
Eva Behrmann

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