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Kultur trotz(t) Corona


Back to live – Eine kleine Hofmusik

Frau spielt Gitarre

Die dramatische, existenzbedrohende Situation, in die Künstlerinnen und Künstler durch die anhaltenden Corona-Maßnahmen gestürzt wurden, dürften inzwischen auch einer größeren Öffentlichkeit bekannt sein. Um der regionalen Szene unter die Arme zu greifen und dem schmerzlichen Entzug von Live-Begegnungen entgegen zu wirken, startet das Projektbüro im Kulturreferat seine Pop-up-Reihe „Back to Live“.

Von Montag bis Samstag werden seit 6. Mai und bis auf Weiteres Künstlerinnen und Künstler aus vielen Bereichen in drei Nürnberger Hinterhöfen mit Kurzauftritten von 20 Minuten präsentiert und dafür entsprechend vom Kulturreferat honoriert. Das Publikum bilden die Hausbewohnerinnen und -bewohner an den Fenstern und auf den Balkonen. Externe Besucherinnen und Besucher sind (vorläufig noch) nicht zugelassen.

Die ersten Kurzkonzerte von „Back to Live“ gestalten Solisten und Duos – im Einvernehmen mit den geltenden Abstands- und Hygieneregeln. Zu den ersten eingeladenen musikalischen Gästen gehören Lilo Kraus & Chris Schmitt, El Mago Masin, Gymmick, Fischer & Rabe, Djangology und Frank Wuppinger & Ozan Coskun Duo.

Unterstützt wird die Initiative von der wbg Nürnberg, dem ESW – Evangelisches Siedlungswerk Bayern und vielen Hausbesitzerinnen und –besitzern.

Bildergalerie

Veranstaltungsplakat zu Back to Live

Stadt Nürnberg
Bürgermeisterin
Geschäftsbereich Kultur

Projektbüro

Hauptmarkt 18

5. Stock

90403 Nürnberg


Frau Renner

Projektleitung Back to live


Telefon: 09 11 / 2 31-20 05

Telefax: 09 11 / 2 31-20 01

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Kunst-Anschlag

Plakatwand von Aja von Loeper

Nürnberger Künstler*innen setzen Signale

Corona hat in den letzten acht Wochen das gesamte öffentliche Leben lahmgelegt. Das hieß ja nicht nur "Türen zu!", es bedeutete Homeoffice, Homeschooling, Kontaktsperre, Abstandsgebot, Absagen aller möglichen Veranstaltungen mit den bekannten heftigen Konsequenzen für die Betroffenen.

Die Künstler*innen aller Sparten traf es besonders hart: keine Ausstellungen und Auftritte, keine Verkäufe, kein Honorar. Überdies fiel für die meisten auch noch das lebensnotwendige Zubrot in Kultureinrichtungen oder in der Gastronomie weg, was die existentiellen Nöte um einiges verschärft(e). Leider setzt sich die Erkenntnis, dass Kunst und Kultur systemrelevant sind, mit Verspätung und auch nur peu à peu durch, beantragte Zahlungen lassen nach wie vor auf sich warten.

Virtuelle Präsentationen sind als Ersatz sicher besser als nichts, doch vielen, den Künstler*innen wie auch dem Publikum, fehlt die unmittelbare Präsenz.

Deshalb möchte das Projektbüro im Kulturreferat, auch als Ersatz für die abgesagten Veranstaltungen Die Blaue Nacht, Klassik Open Air und Bardentreffen, Künstler*innen aller Sparten Plattformen bieten, wieder im öffentlichen Raum und für viele präsent zu werden. Honorar inklusive.

Es ist schwierig, in den Zeiten der Corona-Restriktionen, Orte und Formate zu finden, welche die Einhaltung aller Regeln ermöglichen.

Ab Freitag, 15. Mai 2020 gestalten Künstler*innen 20 Großplakatwände, die über das ganze Stadtgebiet verteilt sind. Teilnehmende sind Maler*innen, Wortkünstler*innen, Fotograf*innen, ein Karikaturist oder auch Künstler*innen, die Materialbilder erschaffen. Die Werke bleiben 10 Tage sichtbar. Mitte Juni folgt die zweite Dekade, Mitte Juli die dritte mit Plakatwänden an jeweils anderen Orten und Künstler*innen.

Liste der beteiligten Künstler*innen der Dekade 1 vom 15. bis 25. Mai 2020 und die Standorte der Plakatwände

  • Annette Blocher, Seuffertstraße – Humboldstraße, 90443 Nürnberg
  • René Martin, Adolf-Braun-Straße – Fuchsstraße, 90429 Nürnberg

Bildergalerie

Stadt Nürnberg
Bürgermeisterin
Geschäftsbereich Kultur

Projektbüro

Hauptmarkt 18

5. Stock

90403 Nürnberg


Frau Paßmann

Telefon: 09 11 / 2 31-68 54

Telefax: 09 11 / 2 31-20 00

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Kultur vor dem Fenster

Kultur vor dem Fenster

Auch in Nürnberg gibt es nun nach Fürth und Landshut das Künstlerportal "Kultur-vor-dem-Fenster", begleitet vom Amt für Kultur und Freizeit und unterstützt vom Fonds des Kulturreferats der Stadt Nürnberg. Interessierte Einzelpersonen, Hausgemeinschaften oder Eigentümer von Wohnanlagen können über www.kultur-vor-dem-fenster.de künstlerische Darbietungen buchen.

Die neu geschaffene Website geht auf die Initiative des Fürther Künstlers Marc Vogel mit Hilfe von Katja Lachmann und Uwe Groschupp von cubex GbR zurück und soll freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern, deren Verdienstausfall derzeit bis zu 100 Prozent beträgt, zu bezahlten Auftritten verhelfen und damit die Kultur vor Ort unterstützen: im Hinterhof, auf der Grünflache vor dem Haus – auf jeden Fall auf privatem Grund, so dass die Gäste für die Darbietung ihre Wohnung nicht verlassen müssen.

Gleichzeitig soll die alternative Kulturveranstaltung Abwechslung in den Alltag bringen und den Menschen Lebensfreude vor die eigene Wohnung. Den Kunstschaffenden ist bewusst, dass Einzelpersonen, Hausgemeinschaften oder soziale Einrichtungen meist nicht so viel zahlen können wie größere Auftraggeber. Deshalb verhandelt jeder Künstler die Gage direkt mit dem jeweiligen Auftraggeber. Dabei ist es ein Anliegen der Nürnberger Kulturläden, die künstlerischen Darbietungen besonders für Stadtteile und Wohneinheiten, die sich ein solches Angebot sonst nicht leisten könnten, auf die Beine zu stellen. Dafür sprechen die Kulturläden die Eigentümer jeweils direkt an und sorgen organisatorisch wie finanziell für die Umsetzung der Kultur vor Ort.

Für soziale Einrichtungen gibt es darüber hinaus den so genannten Fonds "Kultur.Sozial", über den Auftritte beispielsweise vor Alten- und Pflegeheime, Behinderteneinrichtungen, Kinderheime oder Krankenhäuser finanziert werden können. Man kann sich solidarisch zeigen, indem man einen Künstler bucht, der Familie und Nachbarschaft ein wenig Abwechslung verschafft, oder einfach in den Fonds "Kultur.Sozial" spendet.

Die ersten Konzerte sind bereits mit Partnern wie dem Seniorennetzwerk und der wbg Nürnberg GmbH in Planung und werden in der kommenden Zeit in den Hinterhöfen Nürnbergs stattfinden.

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