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Anbahnung eines Raumleerstand- und Zwischennutzungsmanagements

Stilisierte Darstellung zum Thema Räume

Ermittlung und Vermittlung von kulturellen Ermöglichungsräumen

Die Frage nach kulturellen Ermöglichungsräumen ist ein gesamtstädtisches, referatsübergreifendes Anliegen. Am 31. Januar 2018 wurde mit der Kulturstrategie die "Anbahnung eines Raumleerstand- und Zwischennutzungsmanagements" als Startmaßnahme beschlossen.

Seit dem Beschluss wurden durch das Kulturreferat

  • mögliche Kooperationspartnerinnen und -partner definiert und kontaktiert,
  • Modellprojekte initiiert,
  • ein Konzept zur Leerstandsnutzung gefördert,
  • Raumnutzungsangebote über den Verteiler der Kulturstrategie weitergeleitet.

Dabei wurde auf bereits im Ansatz bestehende Strukturen aufgesetzt. So richteten Wirtschaftsreferat und Kulturreferat im Jahr 2017 eine Arbeitsgruppe auf Arbeitsebene ein, um Aktivitäten der Betreuung und Beratung der sehr heterogenen Kultur- und Kreativwirtschaftsbranche beider Referate zu synchronisieren.

Die Handwerkskammer für Mittelfranken unterstützt den Prozess der Umsetzung im Bereich „Kulturelle Ermöglichungsräume“ durch die Kommunikation verfügbarere Räumlichkeiten auf ihrer Website.

Sowohl im Rahmen des ersten, durch das Kulturreferat veranstalteten „Vernetzungstreffens“ am 12. Oktober 2018, als auch bei der Kulturkonferenz am 12. Juli 2019 wurde die Frage nach kulturellen Ermöglichungsräumen als gesamtstädtisches, referatsübergreifendes Anliegen mit Kulturakteurinnen und -akteuren diskutiert. In der freien Szene wurde das Thema in verschiedenen Diskursformaten aufgegriffen, beispielsweise im Rahmen der Heizhaus.DISKURSE.

Fokusgruppe „Kulturelle Ermöglichungsräume“

An den Austausch vor und während des „Vernetzungstreffens“ wurde im Februar 2019 mit der Einrichtung einer Fokusgruppe „Kulturelle Ermöglichungsräume“ angeknüpft, die sich zukünftig auch unter Einbezug von Kooperationspartnerinnen und -partner mit der Herausforderung kultureller Ermöglichungsräume beschäftigen sowie die konzeptionelle Weiterarbeit der referatsübergreifenden Arbeitsgruppe begleiten wird. In dieser Fokusgruppe sind aktuell neben dem Kulturreferat und dem Wirtschaftsreferat sowie dem Bürgermeisteramt im Schwerpunkt Stadtentwicklung folgende Initativen und Institutionen vertreten: wbg Nürnberg GmbH, St. Egidien Nürnberg, Kommunale Förderung, Amt für Kultur und Freizeit, Wirtschaftsförderung, Quellkollektiv e. V. mit dem geförderten Konzept „Leerstandsagentur“, Projekt „Forget Heritage“.

Ziel: Schaffung einer „Kompetenzeinheit für Zwischennutz- und Raumvermittlung“

Die Aufgabe, Räume für kulturelle Nutzung zu vermitteln, wird in anderen Städten wie beispielsweise in München durch eine eigene Dienststelle erfüllt. In Nürnberg gibt es auf diesem Gebiet bereits eine Vielzahl an Erfahrungen, die jedoch bislang nicht durch eine zentrale Anlaufstelle gebündelt werden.

In Nürnberg gibt es spezifische Grundlagen für die Er- und Vermittlung von Räumen: Zum einen ist die Nürnberger Kulturlandschaft u. a. mit den Kulturläden in den verschiedenen Stadtteilen, dezentral aufgestellt, zum anderen gibt es an vielen Stellen bereits Erfahrungen und Wissen zu diesem Thema. Deshalb empfiehlt das Kulturreferat die Erarbeitung eines Konzepts für die Einrichtung einer „Kompetenzeinheit für Zwischennutz- und Raumvermittlung“ auf Basis der vorhandenen Ansätze und städtischen Besonderheiten. Einer dieser Ansätze und geeigneter Ausgangspunkt für die Erarbeitung eines solchen Konzepts ist die Web-App „OffSpaces“, die als Plattform dieser Kompetenzeinheit dienen kann und seit Kurzem auch technisch einsetzbar ist. Um die App jedoch tatsächlich für die Er- und Vermittlung von Räumen nutzen zu können, muss erst ein entsprechendes Konzept entwickelt werden.

Das zu erarbeitende Konzept soll enthalten, auf welche Weise folgende Punkte gelingen können:

  • Aktivierung von Räumen, die für kulturelle und kreativwirtschaftliche Arbeit passgenau als Zwischennutzung oder dauerhaft zur Verfügung stehen
  • Zusammenführung von Projektideen, Raumeinheiten (Grundstücken) und Nutzern
  • Beratung bei Projektentwicklung und der Suche nach geeigneten Gesellschaftsformen für den Betrieb von Räumen sowie Vertragsgestaltung
  • Unterstützung der Eigentümerinnen und Eigentümer bei der Erarbeitung von Nutzungskonzepten zur Zwischennutzung/ Umnutzung von Räumen
  • Sichtbarmachung von kreativwirtschaftlichen und kulturellen Zwischen- und Nachnutzungen
  • Vertrauensbildung mit dem Ziel, zu informieren sowie Ängste/Bedenken von Eigentümerinnen und Eigentümern abzubauen
  • Durchführung bzw. Unterstützung bei der Organisation von Veranstaltungen und kooperativen „Raumnutzungsformen“
  • Schaffung von Kommunikationsstrukturen und einem wirksamen Außenauftritt

Details können im Bericht für die Kulturausschusssitzung vom 10. Mai 2019 nachgelesen werden.

Wie geht es weiter?

Mit dem Haushaltsjahr 2020 wird eine Stelle im Amt für Kultur und Freizeit eingerichtet, die das benötigte Konzept für eine Kompetenzeinheit für Zwischennutz- und Raumvermittlung ausarbeiten soll, um eine zentrale und von allen Akteurinnen und Akteuren genutzte Anlaufstelle für die Suche nach Räumen für Kunst und Kultur zu erhalten. Auf diese Weise sollen zukünftig Räume für kulturelle Nutzung im gesamten Stadtgebiet akquiriert und vermittelt werden.

Im Bidbook, dem Bewerbungsbuch zur Kulturhauptstadt 2025, wurde ein Zentrum für die Kultur- und Kreativwirtschaft in den Räumlichkeiten der Alten Feuerwache 1 angekündigt. (Bidbook N2025, S. 13) Federführung für die zukünftige Nutzung der Feuerwache 1 hat die Abteilung Stadtentwicklung des Bürgermeisteramts, dort laufen die Bedarfe der Stadtverwaltung aus den verschiedenen Referaten zusammen. Ein Auftakttreffen einer referatsübergreifenden Koordinierungsgruppe fand Ende Oktober 2019 statt, in diesem wurde dem der Bedarf nach u. a. einem Kunst- und Kreativzentrum in den Räumlichkeiten der Feuerwache 1 bestätigt.

Die Kongresshalle soll mittelfristig kulturell genutzt und hierfür zum Teil geöffnet werden. Dieses Vorhaben ist abhängig von den baulichen und technischen Rahmenbedingungen, die derzeit ermittelt werden. Hier sollen durch künstlerisches und kreatives Arbeiten neue Formen der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit des Ortes ermöglicht und Diskussionsanlässe zum vergangenen, heutigen und zukünftigen Umgang mit der NS-Geschichte geschaffen werden.


Partnerinstitutionen und Aktivitäten

Logo der Handwerkskammer für Mittelfranken

Handwerkskammer Mittelfranken

Die Handwerkskammer für Mittelfranken unterstützt den Prozess der Umsetzung im Bereich „Kulturelle Ermöglichungsräume“ durch die Kommunikation verfügbarere Räumlichkeiten auf ihrer Website und ist in der Fokusgruppe „Regionales Narrativ“ vertreten.

Logo von bayernkreativ

bayernkreativ

Das Bayerische Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft (bayernkreativ) ist Anlaufstelle für alle Kreativen, Künstlerinnen und Künstler und Kulturschaffende in Bayern. bayernkreativ bietet bayernweit Orientierungsberatungen, Workshops und Vernetzungsveranstaltungen für Akteure aller 11 Teilmärkte an.

Logo der wbg Nürnberg

Atelierwohnungen der wbg Nürnberg

Die wbg Nürnberg vermietet unter anderem Gewerberäume und Atelierwohnungen in ihren Immobilien in der Denisstraße, Leipziger Straße und Zwickauer Straße. Die wbg ist in der Fokusgruppe "Kulturelle Ermöglichungsräume" zur Kulturstrategie vertreten.

Logo des BBK View

BBK View Veillodter 8 - der neue Galerieraum des BBK Nürnberg Mittelfranken

Ab September 2019 betritt der BBK Nürnberg Mittelfranken mit seiner Galerie VIEW ein neues Terrain. Hier stellen Künstlerinnen und Künstler des BBK und Gäste im regelmäßigen Galeriebetrieb ihre Werke den Besuchern vor. Die Ateliers der dort arbeitenden Künstlerinnen und Künstler können ebenfalls besucht werden.

Glasbau der Kultur Information

Raumdatenbank KuKuQ

Die "Räume suchen"-Datenbank ist ein Service des KunstKulturQuartiers, Kultur Information, mit dessen Hilfe Sie Räumlichkeiten für Tagungen, Feiern und sonstige Veranstaltungen recherchieren können.

Außenansicht des Z-Baus

Ateliers und Lagerräume im Z-Bau

Eine Vielzahl an Künstler_innen und Kollektiven nutzt die Räume in dem ehemaligen Kasernengebäude als Ateliers oder Werkstätten und belebt den Kulturalltag.

Fassade der Kunsthalle Nürnberg.

Atelierförderung

Die Atelierförderung ist Teil der kommunalen Förderung freier Kulturarbeit. Sie dient einer anteiligen Finanzierung von Ateliers und Werkstätten im Bereich der Bildenden Kunst mit dem Ziel, im Stadtgebiet Nürnberg Orte für die Produktion von Kunst zu unterhalten.

Logo des Amts für Kultur und Freizeit

Raumvermietungen in den Kulturläden

Fast alle Kulturläden des Amts für Kultur und Freizeit vermieten Räume in den verschiedenen Stadtteilen in Nürnberg.

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