"Weiße Tränen" von Kathrin Schrocke - Lesung zum Thema Rassismus

"Weiße Tränen" - Ein Blick auf Rassismus

Das Buch wirft einen kritischen Blick auf das Thema Rassismus und lädt die Leserinnen und Leser zu einer intensiven und trotzdem niederschwelligen Auseinandersetzung mit den verschiedenen Facetten dieser gesellschaftlichen Herausforderung ein.

Authentische Vorstellung von Charakteren und Situationen

Während der Lesungen erhielten die Zuhörenden einen Einblick in die Welt der Charaktere "Lenni", "Serkan" und „Benjamin“. Die Hauptfigur Lenni, ein weißer Protagonist, dessen Bewusstsein für Rassismus oft fehlt, steht im Kontrast zu Serkan, einem Schüler mit Migrationshintergrund. Die Autorin schafft es geschickt, eine Umgebung zu zeichnen, die den Schülerinnen und Schülern vertraut ist, wodurch sie sich mit den dargestellten Situationen und Charakteren identifizieren können.

Enthüllung schockierender rassistischer Strukturen

Besonders erschütternd ist die Darstellung einer Szene im Buch, in der Serkan die Rolle eines Affen in einem Theaterstück zugewiesen wird. Das Publikum verfolgte gebannt die Entfaltung dieser rassistischen Strukturen, die sowohl erschreckend bekannt als auch zutiefst bewegend waren.

Diskussionen über Rassismus entfachen lebendige Gespräche

Nach den Lesungen entfalteten sich zahlreiche Diskussionen über das Thema Rassismus. Diese lebendigen Gespräche spiegelten die Vielfalt der Meinungen und Perspektiven der Schülerinnen und Schüler wider. Von persönlichen Erfahrungen bis zu Lösungsansätzen wurden verschiedene Aspekte des Themas beleuchtet, wodurch ein Raum für offenen Dialog und Reflexion entstand.

Kritische Betrachtung von "Schule ohne Rassismus"

Besonders kritisch beleuchtet die Autorin die Thematik von "Schule ohne Rassismus". Im Buch wird gezeigt, dass selbst Schulen mit diesem Label mit massiven rassistischen Strukturen konfrontiert sein können. Diese Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität regt zum Nachdenken über die Wirksamkeit von solchen Initiativen an.

Schülermeinung aus einer 7. Klasse Gymnasium

„Als Weißer nehme ich […] mit, dass viele Menschen rassistisch sind und dass viele weiße Menschen nicht wissen, dass sie privilegiert sind“

Besonderer Dank an Engagierte

Ein besonderer Dank gilt den Moderatorinnen Doréane Yanna und Xhejron Loshaj aus der Klasse 10Gd, die die Veranstaltung mit ihrer engagierten Moderation maßgeblich bereichert haben. Auch die Stadtbibliothek und ihre Zweigstellenleitung, Erika Eckel, verdienen Anerkennung für ihre Unterstützung.

Aufruf zur Beteiligung an der Antirassismus-Arbeitsgruppe

Die beiden Moderatorinnen stellten außerdem die Antirassismus-Arbeitsgruppe der Bertolt-Brecht-Schule vor und luden die Schülerinnen und Schüler herzlich ein, sich aktiv einzubringen. Diese Arbeitsgruppe bietet eine Plattform für Engagement und Mitgestaltung im Kampf gegen Rassismus an der Schule.

Insgesamt war die Lesung von "Weiße Tränen" nicht nur eine literarische Reise, sondern auch eine Einladung zur intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema Rassismus. Die beteiligten Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie alle engagierten Personen haben gemeinsam einen Raum geschaffen, der Reflexion, Dialog und Veränderung ermöglicht.

Die Bertolt-Brecht-Schule bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten für ihre Mitwirkung und das Interesse an einer vertieften Auseinandersetzung mit dem wichtigen Thema Rassismus.

Wer das Buch lesen möchte...

... kann es im Buchhandel oder im Internet kaufen oder es sich einfach ausleihen.

In der Schulbibliothek sind mehrere Exemplare "Weiße Tränen" von Kathrin Schrocke zur Ausleihe vorhanden. Außerdem steht für Unterrichtszwecke ein Klassensatz zur Verfügung.

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