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Friedensmahl 2008

Eine Spendensumme von 55.855 € für den Bau der Schule „École Technique Saint Peter Igihozo“ im ruandischen Nyanza konnte im Rahmen des Nürnberger Friedensmahls 2008 erzielt werden.

Rund 180 Gäste genossen am 11. Oktober 2008 im Historischen Rathaussaal ein Vier-Gänge-Menü für den guten Zweck. Der Abend stand ganz im Zeichen des immer noch vom Bürgerkrieg gezeichneten ostafrikanischen Landes Ruanda. Dort baute die Stadt Nürnberg mit diesen Spendenmitteln eine Schule, die unter Trägerschaft der katholischen Kirche steht und vom Völkermord traumatisierten Jugendlichen eine Lebens- und Zukunftsperspektive bietet.

75 Prozent der Schülerinnen und Schüler der „École Technique Saint Peter Igihozo“ im ruandischen Nyanza sind Vollwaisen, die Mehrheit darunter Überlebende des Genozids von 1994. Zahlreiche Jugendliche werden im Krankenhaus der Stadt Nyanza psychologisch betreut. Träger der Schule ist die katholische Diözese Butare, die bereits seit zehn Jahren die Einrichtung betreibt. Bislang fehlten aber noch Klassenzimmer für den Aufbau der letzten Jahrgangsstufe. Der nun von der Stadt Nürnberg mit Spendengeldern realisierte Erweiterungsbau löst dieses Problem.

Im Gespräch mit Dr. Thomas Rex vom BR-Studio Franken, der durch den Abend führte, dankte Schulleiter Abbé Charles Hakizimana allen Spenderinnen und Spendern für die wichtige Unterstützung des Baus der Schule „École Technique Saint Peter Igihozo“ in Nyanza. Außerdem wird die Nationale Einheits- und Versöhnungskommission Ruandas in der Bildungseinrichtung zusätzlich ein Schulungszentrum unterhalten. Die Vorsitzende der Kommission, Fatuma Ndangiza, berichtete an dem Abend aus dem immer noch vom Bürgerkrieg traumatisierten Land.

Kulinarische Leckerbissen servierte „Partyservice Lehrieder“, der die Bewirtungskosten für den guten Zweck sponserte. Die Schülerinnen und Schüler der Berufsschule für Floristik ließen sich wieder einiges einfallen, um die Tische im Historischen Rathaussaal zu verzieren. Die Blumenarrangements spiegelten die Landesfarben Ruandas wider.

Das Friedensmahl fand zum fünften Mal seit 1999 statt. Der Titel knüpft an das historische Nürnberger Friedensmahl des Jahres 1649 an, bei dem die gegnerischen Parteien im Dreißigjährigen Krieg ihren Friedensschluss besiegelten. Heute veranstaltet die Stadt Nürnberg die Benefizveranstaltung in den Jahren zwischen dem im Turnus von zwei Jahren vergebenen Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises, um Menschenrechtsprojekte in den Heimatländern der bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger zu unterstützen.

Auch im Namen der Schülerinnen und Schüler in Nyanza danken wir allen Spenderinnen und Spendern herzlich für ihre Unterstützung.

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