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Preisverleihung 2015

Zum elften Mal verlieh die Stadt Nürnberg in einem Festakt am 27. September 2015 den Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis. Geehrt wurde Amirul Haque Amin für sein Engagement in der Nationalen Gewerkschaft der Textilarbeiterinnen und Textilarbeiter in Bangladesch.

In seiner Rede erinnerte der Preisträger vor allem an die vielen Tausend Arbeiterinnen und Arbeiter, die bei Bränden in Textilfabriken ums Leben kamen oder verletzt wurden. Allein das Unglück von Rana Plaza zählte über tausend Tote. Diese Beschäftigten fielen der Profitgier von Fabrikbesitzern und Marken zum Opfer, so Amin.

Amirul Haque Amin:

"I strongly believe that through this award, you have recognized the everyday struggles of the Bangladeshi garment workers for labor rights, safe workplace and living wage. You know that each award is an inspiration and this award will also inspire me, my organization and my fellow collegues to work further in the human rights issue related to garment workers."

Menschenrechtspreis und Friedenstafel 2015

Die Laudatio hielt Alke Boessiger, Leiterin der Handelsabteilung von UNI Global Union. Sie nannte Amin "einen leidenschaftlichen und unerschrockenen Kämpfer für Menschen und Arbeitsrechte", ohne dessen Entschlossenheit das Bangladesch-Abkommen niemals zustande gekommen wäre. Außerdem hob sie hervor, wie gefährlich die Arbeit für Gewerkschaftsführer in Bangladesch sei: Viele der Gewerkschafter würden Einschüchterungen und körperliche Gewalt erfahren. Ein Kollege Amins musste sein Engagement sogar mit dem Leben bezahlen.

Als Vertreter der Bundesregierung war Vizekanzler und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel gekommen. Sandra Polaski, stellvertretende Generaldirektorin für Politikfragen der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen, mahnte, dass die Löhne in der Bekleidungsindustrie in Bangladesch weltweit zu den niedrigsten gehörten. Nur in Sri Lanka lägen sie noch niedriger.

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