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Fahrerlaubnis Personenbeförderung

Wer ein Taxi, einen Mietwagen, einen Krankenkraftwagen oder einen Personenkraftwagen im Linienverkehr oder bei gewerbsmäßigen Ausflugsfahrten oder Ferienzielreisen führt, benötigt zusätzlich eine Fahrerlaubnis zur Personenbeförderung.

Die Fahrerlaubnis zur Personenbeförderung dient dem Schutz und der Sicherheit der beförderten Personen und stellt deshalb im Vergleich zur allgemeinen Fahrerlaubnis höhere Anforderungen an die Eignung und Verantwortung (Zuverlässigkeit) des Inhabers.
Sie kann auf höchstens fünf Jahre erteilt und muss dann verlängert werden. Um diese charakterliche Eignung überprüfen zu können, wird bei Antragstellung immer ein aktueller Auszug aus dem Verkehrszentralregister und aus dem Bundeszentralregister (Führungszeugnis) benötigt.

Antragsteller, die Einträge im Führungszeugnis haben, insbesondere bei Eigentumsdelikten (Diebstahl, Betrug, Raub) oder Vergehen gegen die körperliche Unversehrtheit (Körperverletzung, Nötigung, Beleidigung), sind in der Regel nicht zur Personenbeförderung geeignet.

Informationen zum Personenbeförderungsschein

Ab 01.08.2021 tritt die Änderung des Personenbeförderungsgesetzes in Kraft.

Zu diesem Datum fällt die bisherige Ortskundeprüfung weg, d.h. bei der Neubeantragung eines Personenbeförderungsscheins muss die Ortskundeprüfung nicht mehr nachgewiesen werden. An Stelle der Ortskundeprüfung muss dann ein Fachkundenachweis vorgelegt werden.

Da die Inhalte des Fachkundenachweises aber noch nicht festgelegt wurden, gibt es zunächst folgende Übergangsregelung:

Ab 01.08.2021 wird die Fahrerlaubnis zur Personenbeförderung ohne Nachweis der Ortskunde und der Fachkunde erteilt. Die Fahrerlaubnis zur Personenbeförderung wird befristet für drei Jahre (anstatt wie bisher für fünf Jahre) erteilt. Die Fahrerlaubnis wird unter der Bedingung erteilt, dass die Fahrerlaubnis erlischt, wenn der Nachweis über die Fachkunde nicht innerhalb eines Jahres nach der Beauftragung der für den Nachweis zuständigen Stelle vorgelegt wird. Das bedeutet, dass die Fachkunde innerhalb eines Jahres nachzuweisen ist, wenn feststeht, wo und in welcher Form der Fachkundenachweis abzulegen ist.

Diese Regelungen gelten nur für die Neubeantragung einer Fahrerlaubnis zur Personenbeförderung. Bei einer Verlängerung einer Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung muss der Fachkundenachweis nicht erbracht werden. Die Verlängerung der Fahrerlaubnis zur Personenbeförderung wird wie bisher für fünf Jahre erteilt.

Erweiterungen der Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung – z.B. von Taxi auf Mietwagen – werden wie Neuanträge behandelt; d.h. hier ist der Fachkundenachweis zu erbringen.



Erstmalige Erteilung für Taxi, Mietwagen, Pkw im Linienverkehr sowie für Ausflugsfahrten und Ferienzielreisen

Voraussetzungen:

  • Mindestalter 21 Jahre
  • 2-jähriger Besitz einer Pkw-Fahrerlaubnis innerhalb der letzten 5 Jahre (deutscher, EU/EWR- oder Anlage 11-Führerschein)

Benötigte Unterlagen (im Original vorzulegen):

  • Reisepass oder Personalausweis
  • EU-Kartenführerschein (muss zuerst beantragt werden, falls noch nicht vorhanden)
  • Karteikartenabschrift der auswärtigen Führerscheinstelle, falls der bisherige Führerschein alten Rechts (rosa/grau) nicht von der Stadt Nürnberg ausgestellt wurde. Diese soll vorab telefonisch bei der Ausstellungsbehörde angefordert werden und ist direkt an die Fahrerlaubnisbehörde in Nürnberg zu schicken oder zu faxen (0911/231-3281). Diese muss bei Antragstellung bereits vorliegen.
  • Nachweis des Sehvermögens nach Anlage 6 FeV durch ein Zeugnis eines Augenarztes oder einer Bescheinigung eines Betriebs-/ Arbeitsmediziners – nicht älter als 2 Jahre
  • Ärztliche Bescheinigung eines Arztes nach Wahl auf gesondertem Vordruck (bei Klasse C1, C1E, C und CE) - nicht älter als 1 Jahr
  • Bescheinigung einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle oder eines Betriebs-/ Arbeitsmediziners über Belastbarkeit, Orientierungs-, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsleistung sowie Reaktionsfähigkeit – nicht älter als 1 Jahr

Bitte beachten Sie: Ab sofort müssen alle Unterlagen bereits zur Antragstellung vorgelegt werden.

Sollte ein augenärztliches Gutachten ergeben, dass eine Auflagenänderung auf dem Führerschein notwendig sein sollte siehe:

Bei Terminvereinbarung beachten Sie bitte, dass zusätzlich der Termin „Auflagenänderung“ gebucht werden muss!


Gebühren

Erstmalige Erteilung

Führungszeugnis

Bei anlassbezogener Begutachtung zusätzlich


Erstmalige Erteilung für Krankenkraftwagen, Mietwagen beschränkt auf Behindertentransport

Voraussetzungen:

  • Mindestalter 19 Jahre
  • 1-jähriger Besitz einer Pkw-Fahrerlaubnis innerhalb der letzten 5 Jahre (deutscher, EU/EWR- oder Anlage 11-Führerschein)

Benötigte Unterlagen (im Original vorzulegen):

  • Reisepass oder Personalausweis
  • EU-Kartenführerschein (muss zuerst beantragt werden, falls noch nicht vorhanden)
  • Karteikartenabschrift der auswärtigen Führerscheinstelle, falls der bisherige Führerschein alten Rechts (rosa/grau) nicht von der Stadt Nürnberg ausgestellt wurde. Diese soll vorab telefonisch bei der Ausstellungsbehörde angefordert werden und ist direkt an die Fahrerlaubnisbehörde in Nürnberg zu schicken oder zu faxen (0911/231-3281). Diese muss bei Antragstellung bereits vorliegen
  • Nachweis des Sehvermögens nach Anlage 6 FeV durch ein Zeugnis eines Augenarztes oder einer Bescheinigung eines Betriebs-/ Arbeitsmediziners – nicht älter als 2 Jahre
  • Ärztliche Bescheinigung eines Arztes nach Wahl auf gesondertem Vordruck - nicht älter als 1 Jahr
  • Bescheinigung einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle oder eines Betriebs-/ Arbeitsmediziners über Belastbarkeit, Orientierungs-, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsleistung sowie Reaktionsfähigkeit – nicht älter als 1 Jahr
  • Nachweis über die Ausbildung in Erster Hilfe (nur bei Krankenkraftwagen)

Bitte beachten Sie: Ab sofort müssen alle Unterlagen bereits zur Antragstellung vorgelegt werden.

Sollte eine augenärztliche Untersuchung ergeben, dass eine Auflagenänderung auf dem Führerschein notwendig sein sollte siehe:

Bei Terminvereinbarung beachten Sie bitte, dass zusätzlich der Termin „Auflagenänderung“ gebucht werden muss!


Gebühren

Erstmalige Erteilung

Führungszeugnis

Ausnahmegenehmigung für Mietwagen beschränkt auf Behindertentransport

Bei anlassbezogener Begutachtung zusätzlich


Verlängerung der Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung

Es empfiehlt sich eine rechtzeitige Antragstellung (frühestens sechs Monate vor Ablauf der Fahrberechtigung).

Benötigte Unterlagen (im Original vorzulegen):

  • Reisepass oder Personalausweis
  • Fahrgastbeförderungsschein
  • Führerschein
  • Nachweis des Sehvermögens nach Anlage 6 FeV durch ein Zeugnis eines Augenarztes oder einer Bescheinigung eines Betriebs-/ Arbeitsmediziners – nicht älter als 2 Jahre
  • Nachweis über gesundheitliche Eignung durch ärztliche Bescheinigung eines Arztes nach Wahl auf gesondertem Vordruck bis zum vollendeten 60. Lebensjahr
  • Medizinisch-psychologische Untersuchung bei einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle oder ein betriebs- bzw. arbeitsmedizinisches Gutachten, das Aussagen über Belastbarkeit, Orientierungs-, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsleistung sowie Reaktionsfähigkeit beinhaltet, wenn die Geltungsdauer über das 60. Lebensjahr hinaus verlängert werden kann - nicht älter als 1 Jahr

Bitte beachten Sie: Ab sofort müssen alle Unterlagen bereits zur Antragstellung vorgelegt werden.

Sollte eine augenärztliche Untersuchung ergeben, dass eine Auflagenänderung auf dem Führerschein notwendig sein sollte siehe:

Bei Terminvereinbarung beachten Sie bitte, dass zusätzlich der Termin Auflagenänderung gebucht werden muss!


Gebühren

Verlängerung

Führungszeugnis

Bei anlassbezogener Begutachtung zusätzlich



Stadt Nürnberg
Ordnungsamt
Führerscheinstelle

Hirschelgasse 32

90403 Nürnberg

Telefon: 09 11 / 2 31-0

Telefax: 09 11 / 2 31-32 81

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